Pressemitteilung


Produkt: HALCON 7.0 (Machine-Vision-Software)

Hersteller: MVTec Software GmbH, München



HALCON 7.0: Ein Meilenstein der industriellen Bildverarbeitung


Innovative 3D-Tools für die Robotik, ein erweiterter Datacode-Leser, „image mosaicking“ – und das beste Pattern Matching aller Zeiten! Mit der neuen Version 7.0 baut die Münchner MVTec Software GmbH den Spitzenplatz von HALCON als umfassendes Softwaretool der industriellen Bildverarbeitung am Weltmarkt weiter aus. HALCON 7.0 erschließt bisher unzugängliche Anwendungsgebiete und vereinfacht bestehende Lösungsansätze.


Das in HALCON integrierte Pattern Matching ist eine Kerntechnologie in vielen Einsatzfeldern der industriellen Bildverarbeitung, wie zum Beispiel Positionierung, Aufdruckkontrolle und Qualitätssicherung. Es ist invariant gegen Störeinflüsse wie Beleuchtungsschwankungen, Verschiebung, Rotation, Verdeckung, Größenänderung oder perspektivische Verzerrungen.

Mit der neuen Version 7.0 wird die technologische Marktführerschaft von HALCONs formbasiertem Matching unterstrichen: Schneller und benutzerfreundlicher denn je können selbst aus schwierigsten Vorlagen stabile Modelle für alle Drehlagen und Skalierungen generiert werden. Dabei kann das Modell aus Komponenten aufgebaut sein, die zueinander beweglich sind. Das in HALCON 7.0 eingeführte komponentenbasierte Matching ermöglicht damit die robuste Erkennung von Objekten bei höchstmöglichen Freiheitsgraden.


Für die Robotik oder die Halbleiterelektronik liefert die Version 7.0 völlig neuartige Stereo-Tools. In diesen und vielen weiteren Industriesparten wird es immer bedeutender, bei optischen Inspektionen auch die dritte Dimension zu berücksichtigen. Erstmals können jetzt mit einem Standard-Softwarepaket für Machine Vision die 3D-Formen von Objekten gemessen werden. HALCON 7.0 ermittelt die hierzu nötigen Daten hochpräzise und wertet sie in Sekundenbruchteilen aus.


HALCONs Barcode- und Datacode-Leser werden weltweit bereits in unzähligen Applikationen erfolgreich eingesetzt. Mit Version 7.0 wird das Lesen von Datacodes noch anwenderfreundlicher und zudem deutlich robuster. Die Identifikation eines Codes funktioniert höchst verlässlich, selbst wenn der Code z.B. durch Ätzung oder Nadelprägung auf Metalloberflächen aufgebracht wurde oder wenn er gestört, gespiegelt oder invers erscheint. Neben dem Data-Matrix-Code
ECC 200 unterstützt HALCON jetzt auch den QR-Code.


Werden in einer Anwendung hochauflösende Bilder benötigt, so erforderte dies bisher zwingend eine hochauflösende Kamera. Alternativ können nun auch mehrere Standard-Kameras zusammengeschlossen werden: HALCON 7.0 enthält die neue Technik „image mosaicking“, mit der Bilder beliebig vieler Kameras ohne Kalibrierung zu einem großen hochaufgelösten Bild kombiniert werden können. Damit eröffnen sich viele neue Anwendungsmöglichkeiten in so unterschiedlichen Bereichen wie Überwachungstechnik oder Leiterplatteninspektion.


Revolutionär sind die Neuerungen im Bereich Farbbildverarbeitung: Ein innovatives Verfahren ermöglicht die subpixelgenaue Extraktion von Farbkanten und -linien. Damit sind erstmals in der Geschichte der industriellen Bildverarbeitung hochgenaue Messungen in Farbbildern möglich.

HALCON 7.0 verfügt über neueste Technologien in der Klassifikation. Davon profitiert insbesondere HALCONs ohnehin schon mächtige Schriftzeichenerkennung (OCR): Sie ist jetzt noch zuverlässiger und funktioniert auch unter schwierigsten Bedingungen. Durch neue Vorverarbeitungsoperatoren kann hier z.B. das Lesen von Dot-Prints auf Metalloberflächen oder auf texturiertem Hintergrund signifikant verbessert werden. Von enormem Vorteil ist die weiterentwickelte Klassifikation aber auch für die Texturanalyse – etwa zur Qualitätssicherung von Endlosmaterial (Stoffe, Teppiche, Leder) oder bei der Oberflächeninspektion: Kratzer, Einschlüsse oder Oxide werden zuverlässig gefunden und klassifiziert.


Ein weiteres wichtiges Feature von HALCON 7.0 ist die Rektifizierung komplexer Verzerrungen. Damit kann auch auf gekrümmten Oberflächen, z.B. Getränkeflaschen, präzise gemessen werden. Ein weiterer Vorteil: Selbst starke Verzerrungen von Kameralinsen lassen sich nun so rektifizieren, dass der Anwender damit aussagekräftige Messergebnisse erzielen kann.


Auch die komfortable Entwicklungsumgebung HDevelop wurde erheblich erweitert. Der Benutzer kann nun Prozeduren erzeugen und verwenden, was insbesondere die Handhabung umfangreicher Projekte deutlich vereinfacht. Selbstverständlich lassen sich Prozeduren auch in die von HDevelop unterstützten Zielsprachen C, C++ und Visual Basic exportieren.


Damit der Anwender die enorme Leistungsfähigkeit von HALCON für seine jeweilige Bildverarbeitungsanwendung bestmöglich nutzbar machen kann, hat MVTec schon immer Wert auf eine sorgfältige Dokumentation gelegt. Um diese Informationen nun noch schneller und einfacher zugänglich zu machen, wurde das Handbuchkonzept ergänzt: Der neue interaktiv gestaltete „Quick Guide“ ermöglicht es sowohl dem Einsteiger als auch dem erfahrenen HALCON-Anwender, relevante Daten, Beschreibungen, Anwendungsbeispiele oder Programmiertechniken in kürzester Zeit zu finden.


Darüber hinaus finden sich in HALCON 7.0 zahlreiche weitere Verbesserungen, die z.B. das Arbeiten mit perspektivischen Abbildungen vereinfachen und die subpixelgenaue Detektion von markanten Punkten ermöglichen.


HALCON 7.0 wird pünktlich zum Weihnachtsfest 2003 ausgeliefert.


Weitere Informationen über HALCON sind unter www.halcon.de erhältlich.


Bildunterschrift (zur Bilddatei halcon7-component-based-matching.tif):

Das neue komponentenbasierte Matching ermöglicht die robuste Erkennung von Objekten auch dann, wenn Objektteile zueinander beweglich sind.



MVTec Software GmbH

(Ansprechpartner: Tobias Wosegien)

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