Industrielle Bildverarbeitung auf einen Blick
Mit Photoshop hat die industrielle Bildverarbeitung (Machine Vision) nichts zu tun. Die Bedeutung und Anwendungsmöglichkeiten sind aber mindestens genauso spannend.
Was ist Machine Vision?
Automatisierung und Digitalisierung halten in immer mehr Wirtschaftsbranchen Einzug. Die industrielle Bildverarbeitung ist dabei als „Hidden Champion“ eine Schlüsseltechnologie. Als „Auge der Produktion“ hat Machine Vision sämtliche Prozesse rund um Fertigung und Logistik immer im Blick.
Für eine Machine-Vision-Applikation bedarf es Hardware- und Software-Komponenten. Als Hardware kommen Bildeinzugsgeräte zum Einsatz. Dabei kann es sich um Kameras oder Sensoren handeln, die große Mengen an Bilddaten generieren. Die Verarbeitung dieser aufgenommenen Informationen übernimmt die Machine-Vision-Software. Sie wertet die Daten aus und stellt die Ergebnisse zur weiteren Verwendung bereit. Dazu stehen eine Reihe von Methoden und Technologien zur Verfügung. Insbesondere Deep Learning, eine Spielart der Künstlichen Intelligenz, eröffnet spannende und völlig neuartige Anwendungsfelder.
Unbegrenzte Anwendungsfelder von Machine Vision

Ob Automobilbranche, der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektronikindustrie, die Logistik oder die Nahrungsmittel- und Getränkeproduktion: überall kann Machine Vision unterstützen.
- Qualitätskontrolle: Mit der industriellen Bildverarbeitung lassen sich besonders anspruchsvolle Inspektions- und Prüfaufgaben durchführen. Und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und verlässlicher sowie genauer als es das menschliche Auge je könnte.
- Robotik: Objekte aller Art präzise zu greifen, zu bearbeiten und abzulegen, dafür sind Roboter auf industrielle Bildverarbeitung angewiesen. Der Mehrwert des Roboters steigt dadurch, weil er mehr Aufgaben eigenständig durchführen kann.
- Lesen von Bar- und Datacodes: In der Logistik sind für die Identifizierung alle Objekte mit Codes ausgestattet. Damit werden sie durch Machine-Vision-Software verlässlich identifiziert und können lückenlos nachverfolgt werden.
- Durchgängige digitale Vernetzung: Für alle Entwicklungen rund um die Schlagwörter Industrie 4.0 und digitale Vernetzung ist Machine Vision eine Schlüsseltechnologie. Denn sie trägt wesentlich dazu bei, die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen zu optimieren.
Vorteile von Machine Vision

Die Vorteile, die eine Automatisierung mittels industrieller Bildverarbeitung bietet, sind vielfältig:
- Geschwindigkeit: Machine Vision ist gerade für Highspeed-Anwendungen prädestiniert. Um beispielsweise die Position eines beliebigen Objektes zu lokalisieren, braucht es weniger als 10 Millisekunden. Zum Vergleich: Ein Blinzeln dauert 300 bis 400 Millisekunden.
- Genauigkeit: Industrielle Bildverarbeitung arbeitet in Genauigkeiten von bis zu 1 µm.
- Verlässlichkeit: Im Vergleich zum Menschen tritt keine Ermüdung, auch bei monotonen Arbeiten, ein. Außerdem sind die Ergebnisse objektiv und reproduzierbar.
- Vernetzung: Gerade bei der vernetzten Produktion oder in Kombination mit der „Cloud“ eröffnen sich eine ganze Reihe von Anwendungsfeldern. Bilddaten können beispielsweise für die vorausschauende Wartung genutzt werden.
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