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simulate_motion — Simulation einer geradlinigen Bewegungsverschlechterung.
simulate_motion(Image : MovedImage : Blurring, Angle, Type : )
simulate_motion simuliert eine Bildbeeinträchtigung. Ihre Ursache liegt in einer relativen Bewegung zwischen dem aufzunehmenden Objekt und dem Aufnahmesystem während der Aufnahme. Die Bewegung erfolgte dabei entlang einer Linie. Ihre Richtung ist durch den Winkel zur x-Achse (gegen den Uhrzeigersinn) festgelegt. Dieser wird mit Angle im Gradmaß eingegeben. Die Simulation erfolgt durch eine Faltung vom Eingabebild mit einer Impulsantwort, die die jeweilige Bewegungsart beschreibt. simulate_motion erzeugt die benötigte Impulsantwort und multipliziert ihre (diskrete) Fouriertransformierte mit der des Eingabebildes. Das in den Ortsraum zurücktransformierte Produkt stellt das bewegungsverschlechterte Bild dar. Zur Beschreibung von unterschiedlichen Bewegungsformen, stehen fünf Prototypen für die Impulsantwort zur Verfügung. Welcher Prototyp Verwendung findet, regelt Type. Folgende Werte sind möglich:
Umgekehrte Rampe (beschreibt in etwa eine Beschleunigung)
Umgekehrtes Trapezoid (beschreibt in etwa starke Beschleunigung)
Rechtecksfunktion (beschreibt (genau) konstante Geschwindigkeit)
Normales Trapezoid (beschreibt in etwa starkes Abbremsen)
Normale Rampe (beschreibt in etwa Abbremsen)
(Für alle anderen Werte wird automatisch die Rechtecksfunktion verwendet.) Die Bewegungsverschlechterung betrifft auf alle Fälle das gesamte eingegebene Bild. Ihr Ausmaß ist durch Blurring festgelegt. Dieser Parameter beschreibt, wieviele Bildpunkte, die auf einer Geraden in Bewegungsrichtung hintereinander liegen, durch die Bewegungsverschlechterung betroffen sind. Die Anzahl der betroffenen Punkte wird durch die Bewegungsgeschwindigkeit, -beschleunigung und -zeitdauer bestimmt. Falls Blurring kleiner als null angegeben ist, so wird eine entsprechend starke Bewegung in entgegengesetzter Richtung simuliert. Falls Angle kleiner als null eingegeben wird, so wird der Winkel im Uhrzeigersinn interpretiert. Falls Angle größer als 360 bzw. kleiner als -360 angegeben ist, so wird er modulo(360) in das Intervall [0..360] bzw. [-360..0] zurückgerechnet.
Bild, das beeinträchtigt werden soll.
Bewegungsverschlechtertes Bild.
Stärke der Bewegungsverschlechterung.
Defaultwert: 20.0
Wertevorschläge: 5.0, 10.0, 20.0, 30.0, 40.0
Winkel zwischen der Bewegungsrichtung und der x-Achse (gegen den Uhrzeigersinn).
Defaultwert: 0
Wertevorschläge: 0, 45, 90, 180, 270
Implsantwort-Prototyp bzw. Form der Bewegung.
Defaultwert: 3
Werteliste: 1, 2, 3, 4, 5
Sind die Parameterwerte korrekt, dann liefert simulate_motion den Wert 2 (H_MSG_TRUE). Bei einer leeren Eingabe wird mit einer entsprechenden Fehlermeldung abgebrochen.
gen_psf_motion, gen_psf_motion
simulate_defocus, wiener_filter, wiener_filter_ni
gen_psf_motion, simulate_defocus, gen_psf_defocus
Anil K. Jain:Fundamentals of Digital Image Processing, Prentice-Hall
International Inc., Englewood Cliffs, New Jersey, 1989
M. Lückenhaus:„Grundlagen des Wiener-Filters und seine Anwendung in
der Bildanalyse“; Diplomarbeit;
Technische Universität München, Institut für Informatik;
Lehrstuhl Prof. Radig; 1995.
Kha-Chye Tan, Hock Lim, B. T. G. Tan:„Restoration of Real-World
Motion-Blurred Images“;S. 291-299 in: CVGIP Graphical Models and
Image Processing, Vol. 53, No. 3, May 1991
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