read_aop_knowledge — Laden von Informationen über das hardwareabhängige Verhalten der
automatischen Operator-Parallelisierung.
read_aop_knowledge( : : FileName, GenParamName, GenParamValue : Attributes, OperatorNames)
read_aop_knowledge wird verwendet, um die automatische
Operator-Parallelisierung (AOP) der HALCON-Operatoren zu unterstützen.
HALCON verwendet intern einen Parallelisierungsmechanismus, um
Mehrprozessorarchitekturen besser zu nutzen und die Bearbeitungsdauer
von Operatoren zu verkürzen. Um diese Parallelisierung automatisch,
optimiert durchführen zu können, benötigt HALCON spezielles Wissen über
die verwendete Hardware bzw. über deren Potential, die verschiedenen
HALCON-Operatoren parallel zu verarbeiten. Dieses Wissen ist
rechnerspezifisch und kann mit dem Operator optimize_aop
und write_aop_knowledge trainiert und abgespeichert werden.
Mit read_aop_knowledge ist es möglich, dieses Wissen explizit
aus einer Binärdatei zu laden. Dabei definiert FileName den
Namen der Datei mit Pfad und Dateierweiterung. Falls ein leerer String
'' übergeben wird, liest HALCON die Informationen
aus der spezifischen Datei '.aop_info' im HALCON
Installationsverzeichnis (Linux/macOS) oder aus dem gemeinsamen
Datenverzeichnis für Anwendungen (Windows). Diese Datei wird auch von
HALCON automatisch während der Initialisierungsphase gelesen, kann aber
mit read_aop_knowledge leicht wieder eingelesen werden und so das
gespeicherte Wissen gegebenenfalls wieder restaurieren. Die Art und Weise
wie das gelesene Wissen die vorhandene Systeminformation aktualisiert, kann
mit Hilfe des Parameterpaares GenParamName und
GenParamValue gesteuert werden. Dabei muss jeder Wert in
GenParamName einen korrespondierenden Definitionswert in
GenParamValue haben. D.h. die Länge der Parameterarrays muss
gleich groß sein.
für GenParamName ermöglicht es,
das Überprüfen der Wissensattribute zu beeinflussen. Beispielsweise
überprüft read_aop_knowledge während des Lesens, ob der Inhalt
der Datei
den aktuell verwendeten Computer, die HALCON-Version, -Revision und
-Architektur betrifft. Die entsprechenden Attribute können mit Hilfe der
folgenden Werte für GenParamValue unterdrückt werden:
der Computername des aktuellen Rechners
die Rechnertopologie
die HALCON-Variante
die HALCON-Version
die HALCON-Revision
die HALCON Architektur
Dabei können mehrere, unterschiedliche Attribute unterdrückt werden.
setzt die Art und Weise, wie die System-Informationen aktualisiert werden.
für GenParamValue löscht alle
existierenden Informationen bevor das Wissen aus der Datei hinzugefügt
wird.
überschreibt existierendes Wissen und fügt neues hinzu (Standard).
behält das existierende Wissen und fügt nur das Wissen hinzu, welches noch nicht enthalten ist.
verweigert jegliche Aktualisierung gibt aber
die Wissensattribute in Attributes und alle in der Datei
enthaltenen Operatoren in OperatorNames.
für GenParamName legt fest, dass der
korrespondierende Index von GenParamValue einen Namen eines
Operators
enthält, dessen spezifisches AOP-Wissen aus der Datei gelesen und im
System aktualisiert werden soll. Mehrfache Definitionen von Operatoren
sind möglich.
Standardmäßig werden die Informationen zu allen, in der Datei enthalten
Operatoren gelesen.
beschränkt sich auf AOP-Information eines
bestimmten ikonischen Typs. Folgende Typen können mit
GenParamValue spezifiziert werden:
'byte','uint2','real','int1',
'int2','int4','int8','direction',
'vector_field','cyclic','vector_field',
'complex','region','xld'. Mehrfache
Definitionen von ikonischen Typen sind möglich.
Die Namen der aktualisierten Operatoren werden in OperatorNames
zurückgegeben, die Attribute der enthaltenen Information in
Attributes. Letzteres Tupel kodiert folgende Bedeutungen mit
aufsteigendem Index, beginnend mit 0: Rechnername, HALCON-Variante,
HALCON-Version, HALCON-Revision, HALCON-Architektur.
FileName (input_control) filename.read → (string)
Name der Informationsdatei.
Defaultwert: ''
GenParamName (input_control) string(-array) → (string)
Filtert die zu ladende Information.
Defaultwert: 'none'
Wertevorschläge: 'none', 'ignore_attrib', 'operator', 'iconic_type', 'mode'
GenParamValue (input_control) string(-array) → (string / integer / real)
Spezifiziert den Filter.
Parameteranzahl: GenParamName == GenParamValue
Defaultwert: 'none'
Wertevorschläge: 'none', 'host_name', 'variant', 'architecture', 'version', 'revision', 'byte', 'int1', 'int2', 'uint2', 'int4', 'int8', 'direction', 'cyclic', 'vector_field', 'complex', 'region', 'xld', 'xld_cont', 'xld_poly', 'nil', 'truncate', 'replace', 'renew', 'append'
Attributes (output_control) string-array → (string)
Attribute der geladenen Information.
OperatorNames (output_control) string(-array) → (string)
Gelesene Operatoren.
Sind die Parameterwerte korrekt, dann liefert read_aop_knowledge
den Wert 2 (H_MSG_TRUE). Gegebenenfalls wird eine Fehlerbehandlung durchgeführt.
HALCON verwendet intern einen Parallelisierungsmechanismus, um
Mehrprozessorarchitekturen besser zu nutzen und die Bearbeitungsdauer
von Operatoren zu verkürzen. Um diese Parallelisierung automatisch,
optimiert durchführen zu können, benötigt HALCON spezielles Wissen über
die verwendete Hardware bzw. über deren Potential, die verschiedenen
HALCON-Operatoren parallel zu verarbeiten. Dieses Wissen ist
rechnerspezifisch und kann man mit Hilfe der Operatoren optimize_aop
und read_aop_knowledge erhalten.
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