Prozessintegrationsmodus starten
Der Prozessintegration MERLIC kann in industriellen Bildverarbeitungssystemen, die in eine Fertigungseinrichtung integriert sind, eingesetzt werden. Die Maschinensteuerung, z. B. eine SPS (speicherprogrammierbare Steuerung), muss in der Lage sein, ein integriertes Erkennungssystem zu steuern, die Ausführung zu überwachen und die Ergebnisse abzufragen. MERLIC verfügt daher über einen Prozessintegrationsmodus, der eine Kommunikation mit einer Maschinensteuerung ermöglicht. Der Prozessintegrationsmodus kann über die Anwendung „MERLIC RTE“ gestartet werden, die mit der MERLIC-Installation bereitgestellt wird.smodus von MERLIC kann über die Anwendung MERLIC RTE Das MERLIC RTE (Runtime Environment) ist der Name der Anwendung, die verwendet wird, um MERLIC im Prozessintegrationsmodus zu starten. Sie kann entweder über das Windows-Startmenü oder mit der ausführbaren Datei „merlic_rte.exe“ über die Kommandozeile gestartet werden. gestartet werden, die mit der MERLIC-Installation bereitgestellt wird. Beim Start des MERLIC RTE wird auch automatisch das Frontend der entsprechenden MVApp gestartet und das Rezept angezeigt. Falls kein Rezept vorbereitet und daher keine MVApp geladen ist, zeigt das Frontend eine entsprechende Textmeldung an.
Sie müssen sicherstellen, dass alle Konfigurationen der MERLIC-Vision-Apps und die Rezeptdateien Eine MERLIC-Rezeptdatei ist ein wesentlicher Bestandteil der MERLIC-Prozessintegration. Dabei handelt es sich um eine separate Datei (mit der Dateiendung .mrcp), die definiert, welche MERLIC-Vision-App für die Prozessintegration geladen wird. Sie definiert außerdem, wie die MVApp parametrisiert wird, da sie mehrere vordefinierte Eingabewerte für ausgewählte Toolparameter enthält. Sie können mehrere Rezeptdateien mit individuellen Eingabewerten für ein und dieselbe MVApp erstellen. Auf diese Weise können Sie eine MVApp mit verschiedenen Parametereinstellungen für unterschiedliche Szenarien der Anwendung verwenden. Darüber hinaus können Sie eine Rezeptdatei verwenden, um eine MVApp für eine völlig andere Bildverarbeitungsaufgabe zu laden. ordnungsgemäß definiert sind. Wenn eine von MERLIC unterstützte Kommunikationseinrichtung verwendet wird (siehe Abschnitt Unterstützte Geräte unter MERLIC-Prozessintegration), müssen Sie außerdem sicherstellen, dass das Gerät auf der Registerkarte I/O im MERLIC RTE Setup ordnungsgemäß eingerichtet wurde.
Bei Verwendung anderer Kommunikationseinrichtungen oder -schnittstellen, müssen Sie ein Plugin bereitstellen, das mit dem Communicator zusammen mit dem Prozessintegrationsmodus von MERLIC gestartet werden kann. Ausführlichere Informationen zum Communicator und zum Implementieren eines Plugins für die Prozessintegration mit MERLIC finden Sie im Handbuch für den Communicator.
Voraussetzungen für das Starten des Prozessintegrationsmodus:
Alle für den Bildeinzug über den Image Source Manager verfügbaren Bildquellen müssen vor dem Starten des Prozessintegrationsmodus ordnungsgemäß konfiguriert werden, selbst wenn die jeweiligen Bildquellen in der aktuellen Anwendung nicht verwendet werden. Wenn eine der bestehenden Bildquellenkonfigurationen Fehler enthält, kann der Prozessintegrationsmodus, d. h. das MERLIC RTE, nicht gestartet werden.
Außerdem müssen Sie den MERLIC Creator schließen, bevor das MERLIC RTE gestartet wird, damit der Prozessintegrationsmodus ordnungsgemäß gestartet werden kann.
In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen Optionen zum Starten von MERLIC im Prozessintegrationsmodus beschrieben. Weitere Informationen zum Beenden des Prozessintegrationsmodus finden Sie unter Prozessintegrationsmodus beenden.
MERLIC im Prozessintegrationsmodus starten
Um den Prozessintegrationsmodus von MERLIC zu starten, müssen Sie die Anwendung MERLIC RTE starten. In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen Möglichkeiten zum Starten des MERLIC RTE beschrieben. Die einfachste Möglichkeit ist das Windows-Startmenü. In einigen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, das MERLIC RTE über die Kommandozeile zu starten und die verfügbaren Kommandozeilenoptionen zu verwenden.
MERLIC RTE über das Windows-Startmenü starten
- Öffnen Sie das Windows-Startmenü.
- Navigieren Sie zu „MVTec MERLIC 5.6 > MERLIC 5.6 RTE with Frontend + Communicator“.
Beim Start des MERLIC RTE über das Windows-Startmenü werden auch automatisch das jeweilige Frontend und der MERLIC Communicator gestartet.
Vorgehensweise zum Starten des MERLIC RTE über die Kommandozeile
- Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und wechseln Sie in das Verzeichnis „bin\x64-win64“ unter dem MERLIC-Installationspfad, z. B. "%PROGRAMFILES%\MVTec\MERLIC-5.6\bin\x64-win64".
- Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das MERLIC RTE zu starten:Kopieren
merlic_rte.exeMERLIC umfasst auch mehrere Kommandozeilenoptionen für „merlic_rte.exe“. Die Option „--ini“ ist erforderlich, wenn eine zweite Instanz von MERLIC mit einer anderen Konfiguration geöffnet werden soll. Die Option „-f“ ist erforderlich, um auch das MERLIC Frontend für die Visualisierung zu starten.
Liste der verfügbaren Kommandozeilenoptionen für „merlic_rte.exe“Kommandozeilenoption
Beschreibung
-h, --help
zeigt die Hilfe zu den verfügbaren Kommandozeilenoptionen an.
--ini
Gibt den vollständigen Pfad und den Dateinamen der .ini-Datei an, die für die Konfiguration der MERLIC-Einstellungen (z. B. Einstellungen für das Frontend, den Prozessintegrationsmodus oder die Protokollierung) verwendet wird.
-V, --version
Zeigt die MERLIC-Version an.
--verbose
Zeigt ausführliche Ausgabeinformationen an. Die Option „--verbose 1“ gibt auch Informationen zum Debuggen aus.
-f, --frontend
Startet auch das MERLIC Frontend.
-c, --communicator
Startet auch den Communicator mit den gleichen Porteinstellungen wie das MERLIC RTE. Der Communicator wird beendet, wenn das MERLIC RTE beendet wird.
-r, ‑‑recipe <ID>
Lädt das angegebene Rezept anstelle des konfigurierten Standardrezepts beim Start des MERLIC RTE. Sie müssen das Rezept anhand der jeweiligen Rezept-ID angeben.
Beispiel:
Bei Ausführung von „merlic_rte.exe -r 2“ wird das MERLIC RTE gestartet und das Rezept mit der ID 2 geladen – auch dann, wenn ein anderes Rezept als Standardrezept konfiguriert ist.
-R, ‑‑no_recipe
Lädt beim Start des MERLIC RTE kein Rezept und ignoriert das konfigurierte Standardrezept. Das System verbleibt im Zustand „Initialized“.
-x, ‑‑execute
Führt das Rezept sofort nach dem Start des MERLIC RTE kontinuierlich aus. Für diese Option muss entweder ein Standardrezept konfiguriert sein bzw. über die Kommandozeilenoption „-r“ oder „--recipe“ ein Rezept angegeben worden sein, das beim Start geladen werden soll.
--devices
Zeigt eine Liste der verfügbaren Geräte für den Prozessintegrationsmodus mit der jeweiligen Standardkonfiguration an.
--event_port
Definiert den Port, der bei Verwendung des Prozessintegrationsmodus zusammen mit dem Communicator für „Ereignisse“ verwendet wird. Der Standardwert ist 21590.
--command_port
Definiert den Port, der bei Verwendung des Prozessintegrationsmodus zusammen mit dem Communicator für Befehle verwendet wird. Der Standardwert ist 21591.
--image_source_config_ports
Definiert die Ports, die vom MERLIC Creator geöffnet werden, um die Konfiguration von Bildquellen zu ermöglichen. Wenn diese Option verwendet wird, kann nur eine MERLIC RTE-Instanz gestartet werden. Weitere Informationen finden Sie in der Beschreibung der entsprechenden Konfigurationseigenschaft ImageSourceConfigurationPorts.
MERLIC RTE-Startprozesse
Beim Start des MERLIC RTE werden auch die folgenden Prozesse aktiviert:
- Die Verbindung zum ausgewählten Gerät oder Communicator wird hergestellt.
- Falls eine Bildquellen-Konfiguration als Startkonfiguration für das MERLIC RTE festgelegt wurde, wird sie validiert. Wenn die Konfiguration gültig ist, wechselt MERLIC in den Zustand „Initialized“. Wenn die Konfiguration nicht gültig ist, wird der Fehler „AcquisitionDeviceLost“ ausgegeben, und ein möglicherweise definiertes Standardrezept wird nicht geladen.
- Falls ein Standardrezept bei der Konfiguration ausgewählt wurde:
- Das Standardrezept wird geladen.
- Die MVApp, auf die im Standardrezept verwiesen wird, wird geladen.
- Das MERLIC Frontend der jeweiligen MVApp wird geöffnet. Falls kein Rezept vorbereitet und daher keine MVApp geladen ist, zeigt das Frontend eine entsprechende Textmeldung an.
- Für den MERLIC RTE-Prozess wird eine neue Log-Datei erstellt. Der Name der Log-Datei beginnt mit „merlic_rte_“. Weitere Informationen finden Sie unter Protokollieren.
Eine zweite Instanz des MERLIC RTE starten
Es ist auch möglich, zwei Instanzen von MERLIC gleichzeitig mit unterschiedlichen Konfigurationen für die Prozessintegration auszuführen. Dafür müssen Sie für die zweite Instanz von MERLIC, d. h. für das MERLIC RTE, eine andere .ini-Konfigurationsdatei verwenden und zwar unabhängig davon, welcher Gerätetyp verwendet wird. Sie können die im Verzeichnis „%APPDATA%\MVTec“ befindliche Standard-MERLIC5.ini-Datei von MERLIC als Grundlage für eine neue .ini-Datei verwenden. Kopieren Sie die MERLIC5.ini und passen Sie die Einstellungen für die zweite Instanz nach Bedarf an. Anschließend können Sie die zweite Instanz von MERLIC und MERLIC RTE mit der neuen .ini-Datei starten (siehe Beschreibung in den Abschnitten weiter unten).
Wenn Sie eine Hilscher-Karte für die Prozessintegration verwenden, ist es nicht möglich, mehrere MERLIC RTE-Instanzen mit ein und derselben Hilscher-Karte zu verbinden. Daher müssen Sie eine andere Hilscher-Karte verwenden, wenn Sie eine Verbindung zu einer zweiten Instanz des MERLIC RTE herstellen möchten.
Wenn Sie den Prozessintegrationsmodus zusammen mit dem Communicator verwenden, müssen Sie andere Ports für die zweite Instanz von MERLIC RTE und Communicator festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC RTE für die Verwendung mit dem Communicator starten.
Eine neue .ini-Datei für MERLIC definieren
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine zusätzliche .ini-Datei für eine zweite MERLIC-Instanz zu definieren:
- Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und wechseln Sie in das Verzeichnis „bin\x64-win64“ unter dem MERLIC-Installationspfad, z. B. "%PROGRAMFILES%\MVTec\MERLIC-5.6\bin\x64-win64".
- Geben Sie den folgenden Befehl ein, um MERLIC mit einer neuen .ini-Datei zu starten. Wenn die .ini-Datei nicht vorhanden ist, wird sie bei diesem Aufruf automatisch erstellt.Kopieren
merlic_creator.exe --ini <PATH_TO_INI>\<FILE>.ini -
Öffnen Sie das MERLIC RTE Setup, um die Konfiguration Ihrer Rezeptdateien und Kommunikationsgeräte für die zweite Instanz des Prozessintegrationsmodus zu starten. Alle Änderungen im MERLIC RTE Setup werden in der neuen .ini-Datei gespeichert. Weitere Informationen zu Konfigurationsoptionen im MERLIC RTE Setup finden Sie unter MERLIC Runtime Environment Setup.
MERLIC RTE mit einer bestimmten .ini-Datei starten
Wenn Sie eine neue .ini-Datei erstellt haben, können Sie die zweite Instanz von MERLIC mit der gewünschten .ini-Datei im Prozessintegrationsmodus starten.
- Schließen Sie das MERLIC Creator.
- Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und wechseln Sie in das Verzeichnis „bin\x64-win64“ unter dem MERLIC-Installationspfad, z. B. "%PROGRAMFILES%\MVTec\MERLIC-5.6\bin\x64-win64".
- Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das MERLIC RTE mit der gewünschten .ini-Datei zu starten:Kopieren
merlic_rte.exe --ini <PATH_TO_INI>\<FILE>.ini
Weitere Informationen zu den Möglichkeiten zum Überprüfen des kompletten Datenaustauschs zwischen der SPS und MERLIC finden Sie unter Protokollieren.
MERLIC RTE für die Verwendung mit dem Communicator starten
Wenn Sie den Prozessintegrationsmodus mit einer Kommunikationseinrichtung verwenden möchten, für die MERLIC kein integriertes Plugin bereitstellt, können Sie eines der bereitgestellten Communicator-Plugins verwenden oder mit dem Communicator SDK ein Plugin für die jeweilige Einrichtung oder Schnittstelle implementieren. Um das Communicator-Plugin im Prozessintegrationsmodus von MERLIC zu verwenden, müssen Sie das MERLIC RTE wie oben beschrieben starten. Darüber hinaus müssen Sie den Communicator und das Plugin starten.
Die einfachste Möglichkeit, um das MERLIC RTE und den Communicator gleichzeitig zu starten, bietet der Windows-Startmenüeintrag „MVTec MERLIC 5 > MERLIC 5 RTE with Frontend + Communicator“. Wenn das MERLIC RTE bereits ausgeführt wird und Sie nur den Communicator starten möchten, können Sie die entsprechende ausführbare Datei „merlic_communicator.exe“ in einer separaten Eingabeaufforderung verwenden. Weitere Informationen zum Communicator, zu den im Lieferumfang enthaltenen Communicator-Plugins sowie zum Implementieren eines Plugins finden Sie im Handbuch für den Communicator.
Bei Verwendung des MERLIC RTE zusammen mit dem Communicator haben Sie die Möglichkeit, die Ports, die für die Kommunikation zwischen MERLIC und den Plugins verwendet werden, zu definieren (siehe Beschreibung in den folgenden Abschnitten).
Ports definieren
Ports für „Ereignisse“ und Befehle
MERLIC verwendet standardmäßig den Port 21590 für „Ereignisse“ und den Port 21591 für Befehle, d. h. „Aktionen“. Wenn Sie andere Ports verwenden möchten, können Sie diese in der .ini-Datei oder in der Kommandozeile festlegen. Wenn Sie mehrere Communicator-Instanzen und das MERLIC RTE auf demselben System unabhängig voneinander ausführen möchten, müssen Sie jeweils andere Ports definieren.
Die Ports des Communicators und des MERLIC RTEs müssen übereinstimmen, um eine Verbindung herstellen zu können. Wenn Sie die Ports für das MERLIC RTE angeben, müssen auch die entsprechenden Ports für den Communicator festgelegt werden.
Ports in der .ini-Datei definieren
Um die Einrichtung mehrerer Instanzen des MERLIC RTE zu erleichtern, die auf demselben Computer ausgeführt werden, können die Ports in der .ini-Datei angegeben werden. Öffnen Sie dazu die .ini-Datei, die Sie verwenden möchten, und fügen Sie die Ports zum Abschnitt [Communicator] hinzu.
EventPort=<event port>
CommandPort=<command port>
Wenn Sie Porteinstellungen in der standardmäßigen .ini-Datei von MERLIC (d. h. in MERLIC5.ini) angegeben haben, werden die Ports beim Starten des MERLIC RTE automatisch verwendet. Wenn Sie die Ports in einer anderen .ini-Datei definiert haben, müssen Sie das MERLIC RTE mit der entsprechenden .ini-Datei starten, indem Sie das MERLIC RTE über die Kommandozeile starten und die entsprechende .ini-Datei angeben (siehe Beschreibung unter MERLIC RTE mit einer bestimmten .ini-Datei starten).
Ports über die Kommandozeile definieren
Wenn Sie lediglich für die aktuelle MERLIC RTE-Sitzung bestimmte Ports verwenden möchten, können Sie die Ports beim Starten vom MERLIC RTE mit den folgenden Optionen in der Kommandozeile definieren.
|
Kommandozeilenoption |
Standardwert |
Beschreibung |
|---|---|---|
|
--event_port |
21590 |
Definiert den Port, der für „Ereignisse“ verwendet wird. |
|
--command_port |
21591 |
Definiert den Port, der für Befehle („Aktionen“), verwendet wird. |
merlic_rte.exe --event_port <PORT1> --command_port <PORT2>
Hinter jedem Flag Kommandozeilenflags geben Optionen für Kommandozeilenprogramme an. Weitere Informationen zu verfügbaren Flags erhalten Sie über die Option „--help“, z. B. „merlic_creator.exe --help“. muss eine Portnummer im Bereich 1 bis 65535 angegeben werden. In jedem Fall bleibt der Standardport für Ereignisse der Port 21590 und der Standardport für Befehle der Port 21591.
Wenn das MERLIC RTE einen der beiden Ports nicht öffnen kann, wird eine schwerwiegende Fehlermeldung protokolliert und das MERLIC RTE nicht gestartet. In diesem Fall sollten die Benutzer jedoch mit den Kommandozeilenoptionen andere Ports auswählen, damit alle geöffneten Dateien, Handles usw. ordnungsgemäß geschlossen werden. Wenn Sie mehrere MERLIC RTE-Instanzen auf demselben System unabhängig voneinander ausführen möchten, müssen Sie jeweils andere Ports definieren.
Ports für die Remote-Konfiguration von Bildquellen
Standardmäßig verwendet MERLIC vorübergehende Ports für die Konfigurationsdienste des Image Source Managers (ISM), wenn eine Verbindung zu einem MERLIC RTE Setup auf einem Remote-System zum Konfigurieren von Bildquellen hergestellt wird. Wenn Sie stattdessen feste Ports verwenden möchten, können Sie die Ports mit der Kommandozeilenoption „--image_source_config_ports“ oder über die Eigenschaft „ImageSourceConfigurationPorts“ in der .ini-Datei festlegen.
Sie müssen drei Ports angeben, damit die Remote-Konfiguration ordnungsgemäß funktioniert, z. B. „10123;10124;10125“. Sie können Ports im Bereich von 1024 bis 65535 verwenden. Wenn Sie feste Ports festlegen, müssen Sie sicherstellen, dass die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- Die angegebenen Ports müssen frei sein. Andernfalls wird das MERLIC RTE nicht gestartet, sodass kein Zugriff auf die Konfiguration im MERLIC RTE Setup möglich ist.
- Die angegebenen Ports dürfen sich nicht mit den Ports überlappen, die für die Eigenschaft PluginConfigurationPorts im [Communicator]-Abschnitt festgelegt sind. Andernfalls können die Konfigurationsdienste nicht gleichzeitig verwendet werden.
Ports in der .ini-Datei definieren
Um die Ports über die .ini-Datei anzugeben, öffnen Sie die .ini-Datei, die Sie verwenden möchten, und fügen Sie die Ports zum [General]-Abschnitt hinzu.
ImageSourceConfigurationPorts=<PORT1;PORT2;PORT3>
Wenn Sie Porteinstellungen in der standardmäßigen .ini-Datei von MERLIC (d. h. in MERLIC5.ini) angegeben haben, werden die Ports beim Starten des MERLIC RTE automatisch verwendet. Wenn Sie die Ports in einer anderen .ini-Datei definiert haben, müssen Sie das MERLIC RTE mit der entsprechenden .ini-Datei starten, indem Sie das MERLIC RTE über die Kommandozeile starten und die entsprechende .ini-Datei angeben (siehe Beschreibung unter MERLIC RTE mit einer bestimmten .ini-Datei starten).
Ports über die Kommandozeile definieren
Verwenden Sie die Kommandozeilenoption „--image_source_config_ports“, um die Ports anzugeben.
merlic_rte.exe --image_source_config_ports <PORT1;PORT2;PORT3>
Wenn die Kommandozeilenoption „--image_source_config_ports“ oder die Konfigurationseigenschaft „ImageSourceConfigurationPorts“ in der .ini-Datei zum Definieren von festen Ports verwendet wird, kann nur eine MERLIC RTE-Instanz gestartet werden.