Den Directory Agent für Remote-Verbindungen konfigurieren

Wenn Sie MERLIC über Remote-Verbindungen nutzen möchten, müssen Sie den Directory Agent so konfigurieren, dass die MERLIC-Dienste im Netzwerk verfügbar sind. Der Directory Agent kann so konfiguriert werden, dass die MERLIC-Dienste über HTTP und WebSocket auf einem TCP-Port bereitgestellt werden. Optional kann die Transport Layer Security (TLS) konfiguriert werden, um verschlüsselte Verbindungen sicherzustellen. In den folgenden Abschnitten werden die für Remote-Verbindungen erforderlichen Einstellungen beschrieben. Eine vollständige Liste der Konfigurationsoptionen für den Directory Agent finden Sie unter MERLIC Directory Agent-Konfigurationsdatei.

Den TCP/HTTP-Server aktivieren

Um Remote-Verbindungen zu aktivieren, ist diese Einstellung zwingend erforderlich.

  1. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei des MERLIC Directory Agents. Standardmäßig befindet sich die Datei unter folgendem Pfad:

    • Windows:  „%APPDATA%\MVTec\directory_agent_config.jsonc“
    • Linux: „~/.config/MVTec/directory_agent_config.jsonc“
  2. Um den TCP/HTTP-Server zu aktivieren, legen Sie die IP-Adresse und die Portnummer der Netzwerkschnittstelle fest, die der HTTP(S)-Server auf eingehende Verbindungen überwachen soll. Diese Einstellungen müssen dem Eintrag „TCP“ hinzugefügt werden. Sie können den Beispielcode kopieren, in Ihre Konfigurationsdatei einfügen und an Ihre Anwendung anpassen.

    Kopieren
    "TCP": {
        "IP": "::", // listen on all network interfaces (IPv4 and IPv6)
        "Port": 8090,
        "TLS": null
    }

    In dieser Beispielkonfiguration ist die Transport Layer Security (TLS) auf „null“ gesetzt und somit deaktiviert.

  3. Passen Sie bei Bedarf die IP-Adresse an, beispielsweise wenn nur eine bestimmte Netzwerkschnittstelle auf eingehende Verbindungen überwachen soll. Die IP-Adresse muss dabei als IPv4- oder IPv6-Adresse angegeben werden. Hostnamen werden nicht aufgelöst und dürfen daher nicht verwendet werden.
  4. Passen Sie bei Bedarf auch die Portnummer an. Sie können eine beliebige Portnummer im Bereich von 1 bis 65535 einstellen.

    Beachten Sie jedoch, dass einige Ports möglicherweise reserviert sind und Benutzern mit den entsprechenden Berechtigungen vorbehalten sind. Beispielsweise sind die Ports 0–1023 unter Linux privilegierte Ports.

MERLIC ist nun so konfiguriert, dass Remote-Verbindungen zugelassen werden.

Die Transport Layer Security (TLS) aktivieren

Diese Einstellung ist für Remote-Verbindungen optional, jedoch zwingend erforderlich, um verschlüsselte Remote-Verbindungen sicherzustellen.

  1. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei des MERLIC Directory Agents. Standardmäßig befindet sich die Datei unter folgendem Pfad:

    • Windows:  „%APPDATA%\MVTec\directory_agent_config.jsonc“
    • Linux: „~/.config/MVTec/directory_agent_config.jsonc“
  2. Stellen Sie sicher, dass der TCP/HTTP-Server aktiviert ist und die IP-Adresse sowie die Portnummer definiert sind.

  3. Um die TLS-Verschlüsselung zu aktivieren, definieren Sie den Pfad zum Serverzertifikat und zum privaten Serverschlüssel im Eintrag „TLS“, der Teil des Eintrags „TCP“ ist. Sie können den Beispielcode kopieren, in Ihre Konfigurationsdatei einfügen und an Ihre Anwendung anpassen.
    Kopieren
    "TCP": {
        "IP": "::", // listen on all network interfaces (IPv4 and IPv6)
        "Port": 8443,
        "TLS": {
            "CertFile": "/path/to/server.crt",
            "KeyFile": "/path/to/server.key"
        }
    }
  4. Passen Sie bei Bedarf den Pfad an das Serverzertifikat und an den privaten Serverschlüssel an. Es wird empfohlen, absolute Pfade zu verwenden. Wenn Sie noch kein Serverzertifikat oder keinen privaten Serverschlüssel besitzen, finden Sie unter Erste Schritte mit X.509-Zertifikaten weitere Informationen zur Erstellung der erforderlichen Zertifikate.

MERLIC ist nun für TLS-verschlüsselte Verbindungen konfiguriert.