Neue Funktionen in MERLIC 26.10

MERLIC 26.10 umfasst viele neue und verbesserte Funktionen. In dieser Kurzübersicht finden Sie einige der interessantesten Änderungen. Eine Liste aller Aktualisierungen in dieser MERLIC-Version finden Sie in den Release Notes.

 

Neue Kommunikationsarchitektur

Unterstützung von TLS-Verschlüsselung für die Netzwerkkommunikation

Die Kommunikationsarchitektur von MERLIC wurde überarbeitet, um eine sichere Umgebung für den Produktiveinsatz zu bieten, insbesondere für die Übertragung sensibler Daten über das Netzwerk mit MERLIC-Komponenten.

Für Entwicklungs- oder Produktionsumgebungen, in denen verschlüsselte Kommunikation unerlässlich ist, haben Sie nun die Möglichkeit, die Transport Layer Security (TLS) für die Kommunikation mit MERLIC-Komponenten zu aktivieren.

Verbesserte Remote-Verbindungen mit WebSockets

Im Zuge der Überarbeitung der Kommunikationsarchitektur nutzt MERLIC nun WebSockets für Remote-Verbindungen. Die neue Architektur vereinfacht die Netzwerkkonfiguration, indem sie die Anzahl der benötigten Ports reduziert und die Firewall-Konfiguration vereinfacht. Die Angabe unterschiedlicher Ports für verschiedene MERLIC-Dienste ist nicht mehr nötig. Stattdessen werden verschiedene MERLIC-Dienste und -Instanzen nun unterschiedlichen WebSocket-Endpunkten zugeordnet, nutzen jedoch denselben Port. Das erleichtert die Handhabung mehrerer MERLIC-Instanzen, die auf denselben Systemen laufen, erheblich, da nun eine bestimmte MERLIC-Instanz statt nur des Systems ausgewählt werden kann.

Die neue Architektur schafft zudem eine Grundlage für die zukünftige Integration von MERLIC-Anwendungen in webbasierte Umgebungen.

Lokale Kommunikation mit geringerem Verarbeitungsaufwand

Mit der neuen Kommunikationsarchitektur verwendet MERLIC nun Unix-Domain-Sockets (UDS) für lokale Verbindungen zwischen MERLIC-Komponenten, die auf demselben System ausgeführt werden. Dadurch entfallen der zusätzliche Aufwand des Netzwerk-Stacks sowie die Notwendigkeit, Port-Einstellungen zu verwalten. Der Zugriff auf die lokale Kommunikation wird über die Dateisystemberechtigungen des Betriebssystems gesteuert und bietet dadurch eine zusätzliche Ebene der Zugriffskontrolle.

Standardmäßig sichere Kommunikation

Das Kommunikationsmodell von MERLIC folgt nun dem „Secure by Default“-Prinzip. MERLIC stellt standardmäßig keine MERLIC-Dienste über Remote-Verbindungen bereit und erlaubt nur lokale Verbindungen. Remote-Verbindungen müssen explizit aktiviert und konfiguriert werden, wodurch die Benutzer die volle Kontrolle über die Netzwerkkommunikation erhalten. Dies minimiert Sicherheitsrisiken und bietet gleichzeitig die Flexibilität, bei Bedarf einen WebSocket-basierten Fernzugriff mit optionaler TLS-Verschlüsselung zu aktivieren.

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Neues Verbindungs-Dialogfenster

Vereinfachte Auswahl von Systemen und MERLIC-Instanzen

Das Dialogfenster „System auswählen“ im MERLIC Frontend und im MERLIC RTE Setup wurde überarbeitet, um die neue Kommunikationsarchitektur zu unterstützen. Neben dem Host können Sie nun auch eine bestimmte Instanz auswählen.

Zuvor verbundene MERLIC-Hosts werden automatisch zur Auswahl angezeigt. Anhand grafischer Anzeigen lassen sich die Verfügbarkeit eines Systems und die für die Verbindung zu einer bestimmten MERLIC-Instanz erforderliche Sicherheitsstufe leicht erkennen.

Verbesserte Handhabung mehrerer Instanzen

Das neue Dialogfenster vereinfacht die Arbeit mit Systemen, auf denen mehrere MERLIC-Instanzen ausgeführt werden. Benutzer können nun die MERLIC-Instanz auswählen, mit der sie eine Verbindung herstellen möchten. Dies vereinfacht die Konfiguration und Überwachung einzelner MERLIC-Instanzen – insbesondere, wenn mehrere MERLIC-Instanzen auf demselben System laufen.

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Erweiterte Gruppierung

Diese MERLIC-Version ist mit einer verbesserten Funktion zur Gruppierung von Tools ausgestattet. Die Gruppen sind nun keine eingeschlossenen Tool-Flow-Komponenten mehr, für die keine Visualisierungs- oder Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Stattdessen können Tool-Gruppen nun auf einer eigenen Tool-Flow-Registerkarte geöffnet werden, um die darin enthaltenen Tools anzuzeigen. Anschließend können Sie einzelne Tools in der Gruppe auswählen, um die Parametereinstellungen der jeweiligen Tools zu überprüfen und anzupassen.

Zudem ist die Gruppenoberfläche nun ebenfalls konfigurierbar. Sie können festlegen, dass die Parameter der gruppierten Tools direkt auf der Gruppenoberfläche angezeigt werden und dort verfügbar sind. Dies erleichtert Änderungen am Frontend-Design einer MVApp erheblich, insbesondere wenn Frontend-Widgets mit Toolparametern und Ergebnissen gruppierter Tools verknüpft sind.

Tool-Gruppierungen müssen somit nicht mehr aufgehoben werden, um den Inhalt und die Konfiguration gruppierter Tools einzusehen.

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Software Bill of Materials (SBOMs) für MERLIC

MERLIC stellt nun für die meisten seiner Komponenten Software-Stücklisten (Software Bill of Materials, SBOMs) im SPDX-Format bereit. Dies ermöglicht eine automatisierte und standardisierte Überprüfung der Compliance sowie Sicherheitsanalysen. SBOMs werden als maschinenlesbare Bestandsliste bereitgestellt, die Informationen wie Herkunft, Abhängigkeiten, Versionen und Lizenzen enthält. Diese SBOMs können zudem auf bekannte Schwachstellen (CVEs) überprüft werden. SBOMs für weitere Komponenten werden in zukünftigen Versionen hinzugefügt.

Feedback zu den bereitgestellten SBOMs und darüber, ob diese Ihren Anforderungen entsprechen, nehmen wir gerne entgegen. Ihr Feedback hilft uns, die SBOM-Abdeckung in zukünftigen Versionen zu verbessern und zu erweitern.

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Verwendung von MVApps als Rezepte

Der Rezeptverwalter von MERLIC wurde verbessert, um eine schnellere und einfachere Bereitstellung von MERLIC-Anwendungen zu ermöglichen. In den meisten Anwendungsfällen ist es jetzt nicht mehr erforderlich, ein MERLIC-Rezept zu erstellen. Stattdessen können Sie nun die MVApp selbst direkt in den Rezeptverwalter importieren. Importierte MVApps werden wie virtuelle Rezepte behandelt. Daher können sie im MERLIC RTE-Modus wie jede andere Rezeptdatei verwendet werden. Dies erleichtert die Einrichtung und Pflege von MERLIC-Dateien für die Prozessintegration.

MERLIC-Rezepte sind nur für bestimmte Anwendungsfälle erforderlich, beispielsweise wenn Sie mehrere MVApp-Parametrisierungen im Voraus definieren möchten oder wenn Sie eine bestimmte Aufnahmesequenz für eine MVApp im MERLIC RTE-Modus verwenden möchten.

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Verbesserte ROI-Visualisierung

Die Visualisierung von „Regions of Interest“ (ROIs) in den MERLIC-Tools wurde verbessert, um die Überprüfung von ROIs während der Entwicklung im MERLIC Creator und im MERLIC Frontend zu vereinfachen. Bei der Auswahl einer ROI zeigt MERLIC nun je nach ROI-Typ wichtige Kennzahlen wie Breite, Höhe, Position, Winkel und Radius an. So können Sie relevante ROI-Informationen auf einen Blick und ohne weiteren Aufwand abrufen.

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