Bild zoomen

Mit diesem Tool können Sie Bilder um einen vordefinierten Zoomfaktor zoomen. Sie können einen durch eine ROI definierten Bildbereich oder das ganze Bild zoomen. Durch Anpassen des Zoomfaktors können Sie das ganze Bild vergrößern oder verkleinern. Sie können entweder eine achsenparallele rechteckige oder eine rechteckige ROI mit beliebiger Drehung zeichnen, um zu definieren, welcher Bildteil vergrößert werden soll. Im Grafikfenster des Tools werden das Eingabebild und die mögliche ROI (sofern verwendet) angezeigt. Das gezoomte Bild wird automatisch in allen nachfolgenden Tools verwendet.

Parameter

Standardparameter

Bild:

Dieser Parameter stellt das Eingabebild dar, das gezoomt werden soll.

Bei der Verwendung eines Farbbilds als Eingabebild werden alle Kanäle des Farbbilds für die Verarbeitung verwendet.

Zoomfaktor:

Dieser Parameter definiert den Faktor, mit dem Abstände im Bild gezoomt werden. Standardmäßig wird der Zoomfaktor 2 verwendet, d. h., die Kantenlängen des Bildes werden verdoppelt, sodass die Bildfläche um den Faktor 4 vergrößert wird. Ist keine ROI im Bild definiert, wird das ganze Bild gezoomt. Wenn Sie den Zoomfaktor ändern möchten, wählen Sie den gewünschten „Zoomfaktor“ über das Kombinationsfeld des entsprechenden Parameters aus. Das Ergebnis, ein „Gezoomtes Bild“, wird sofort oben links mit der neuen Bildgröße angezeigt.

Wert

Beschreibung

< 1

Herauszoomen aus dem Bild, d. h., die Bildgröße wird verkleinert. Der Wert muss aber > 0 sein.

1

Die ursprüngliche Bildgröße wird beibehalten.

2

Zoomen des Bildes um den Faktor 2, d. h., die Bildfläche wird um den Faktor 4 vergrößert.

> 1

Hineinzoomen in das Bild, d. h., die Bildgröße wird vergrößert.

Zusätzliche Parameter

ROI:

Der Parameter „ROI“ enthält eine rechteckige ROI, die den Bereich des Bildes definiert, der gezoomt werden soll. Standardmäßig ist keine ROI definiert. Das heißt, dass das ganze Bild gezoomt wird. Wenn Sie eine ROI verwenden möchten, um den zu zoomenden Teil des Bildes festzulegen, müssen Sie den Parameter mit einem geeigneten ROI-Ergebnis eines vorherigen Tools verbinden, damit eine ROI an dieses Tool übergeben wird, oder mit den verfügbaren ROI-Schaltflächen eine ROI im Bild zeichnen.

Wird eine gedrehte ROI verwendet, um den zu zoomenden Bildbereich zu definieren, wird das resultierende Bild als achsparalleles Bild ausgegeben.

Mit diesem Tool kann nur eine einzige ROI verwendet werden. Enthält der Parameter mehrere ROIs, entweder durch eine Verbindung von einem vorherigen Tool oder durch das Zeichnen mehrerer ROIs mit den ROI-Schaltflächen, wird nur die zuletzt erstellte ROI für den Zuschnitt verwendet.

Ausrichtungsdaten:

Dieser Parameter stellt die Ausrichtungsdaten dar, die zum Ausrichten der ROI verwendet werden. Ausrichtungsdaten sind standardmäßig nicht verbunden, sodass keine Auswirkung sichtbar ist. Wenn Sie bestimmte Ausrichtungsdaten verwenden möchten, müssen Sie den Parameter mit einem geeigneten Ergebnis eines vorherigen Tools verbinden, z. B. Ausrichtungsdaten mit Matching bestimmen, Ausrichtungsdaten mittels geradem Rand bestimmen, Bild ausrichten oder Bild drehen.

Ausgabebreite:

Dieser Parameter definiert die Breite des resultierenden Bildes, das in „Gezoomtes Bild“ zurückgegeben wird. Die Angabe erfolgt in Pixeln. Sie können diesen Parameter verwenden, wenn Sie die Bildbreite des gezoomten Bildes auf einen festen Wert festlegen möchten.

Wenn der Parameter „Ausgabebreite“ auf 0 gesetzt ist, wird der Parameter „Ausgabehöhe“ ignoriert. Wenn für „Ausgabebreite“ und „Ausgabehöhe“ ein Wert größer 0 festgelegt ist, wird das Bild zunächst anhand des „Zoomfaktors“ vergrößert. Anschließend wird das gezoomte Bild auf die neue Bildgröße zugeschnitten, die über die Parameter „Ausgabebreite“ und „Ausgabehöhe“ definiert wird. Wenn das gezoomte Bild nicht den gesamten Bereich der neuen Bildgröße abdeckt, wird für die leeren Flächen standardmäßig der Grauwert 0 festgelegt, d. h. sie werden schwarz angezeigt.

Dieser Parameter kann ebenfalls von der ROI beeinflusst werden. Wenn eine rechteckige ROI mit beliebiger Drehung verwendet wird, um den zu vergrößernden Bildbereich zu definieren, wird der Parameter „Ausgabebreite“ ignoriert, solange die ROI gedreht ist. Daher wird empfohlen, den Parameter auf 0 zu setzen, wenn die Möglichkeit besteht, dass die (verbundene) ROI gedreht wird. So wird sichergestellt, dass der Parameter die Größe des resultierenden Bildes nicht beeinflusst.

Ausgabehöhe:

Dieser Parameter definiert die Höhe des resultierenden Bildes, das in „Gezoomtes Bild“ zurückgegeben wird. Die Angabe erfolgt in Pixeln. Sie können diesen Parameter verwenden, wenn Sie die Bildhöhe des gezoomten Bildes auf einen festen Wert festlegen möchten.

Wenn der Parameter „Ausgabehöhe“ auf 0 gesetzt ist, wird der Parameter „Ausgabebreite“ ignoriert. Wenn für „Ausgabebreite“ und „Ausgabehöhe“ ein Wert größer 0 festgelegt ist, wird das Bild zunächst anhand des „Zoomfaktors“ vergrößert. Anschließend wird das gezoomte Bild auf die neue Bildgröße zugeschnitten, die über die Parameter „Ausgabebreite“ und „Ausgabehöhe“ definiert wird. Wenn das gezoomte Bild nicht den gesamten Bereich der neuen Bildgröße abdeckt, wird für die leeren Flächen standardmäßig der Grauwert 0 festgelegt, d. h. sie werden schwarz angezeigt.

Dieser Parameter kann ebenfalls von der ROI beeinflusst werden. Wenn eine rechteckige ROI mit beliebiger Drehung verwendet wird, um den zu vergrößernden Bildbereich zu definieren, wird der Parameter „Ausgabehöhe“ ignoriert, solange die ROI gedreht ist. Daher wird empfohlen, den Parameter auf 0 zu setzen, wenn die Möglichkeit besteht, dass die (verbundene) ROI gedreht wird. So wird sichergestellt, dass der Parameter die Größe des resultierenden Bildes nicht beeinflusst.

Interpolationsmethode:

Dieser Parameter definiert die Interpolationsmethode, die zum Bestimmen der resultierenden Grauwerte des gezoomten Bilds verwendet wird. Die Grauwertinterpolation ist eine nützliche Methode, um die Qualität von umgewandelten Bildern zu verbessern. Standardmäßig wird die Methode „konstant“ für das Zoomen verwendet. Wählen Sie eine andere Methode aus dem Kombinationsfeld des entsprechenden Parameters aus.

Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der verschiedenen Interpolationsmethoden mit einigen Beispielbildern. Die Beispielbilder veranschaulichen das Ergebnis der jeweiligen Interpolationsmethode, falls die Bildtransformation eine maßstabgerechte Verkleinerung oder Vergrößerung des Bilds umfasst. Die ROI in den folgenden Bildern veranschaulicht, welcher Bildteil in den Beispielen für verkleinerte Bilder (links) und vergrößerte Bilder (rechts) sichtbar ist.

Wert

Beschreibung

Beispiel für Verkleinerung

Beispiel für Vergrößerung

bikubisch

Diese Methode bestimmt den resultierenden Grauwert aus 16 benachbarten Pixeln im Originalbild.

Höchste Qualität für maßstabgerechte Vergrößerung und höchste Verarbeitungszeit

bilinear

Diese Methode bestimmt den resultierenden Grauwert anhand der vier umgebenden nächstliegenden Pixel im Originalbild. Sie erzeugt bessere Ergebnisse mit weniger unerwünschten gezackten Kanten für Bildtransformationen, die eine Vergrößerung aber keine Verkleinerung umfassen. Wenn die Bildtransformation eine maßstabgerechte Verkleinerung des Bildes enthält, kann diese Methode zu unerwünschten Bildfehlern im Bild aufgrund von Aliasing-Effekten führen.

Mittlere Qualität und Verarbeitungszeit

konstant

Diese Methode bestimmt den resultierenden Grauwert anhand der vier umgebenden nächstliegenden Pixel im Originalbild mithilfe einer gleichgewichteten bilinearen Interpolation. Im Gegensatz zur bilinearen Interpolation umfasst diese Methode eine Glättung des Bilds mit einem Mittelwertfilter. Dies bewirkt eine Verringerung der unerwünschten Aliasing-Effekte, falls die Bildtransformation eine maßstabgerechte Verkleinerung der Bilder enthält.

Mittlere Qualität und Verarbeitungszeit

Nächster Nachbar

Diese Methode bestimmt den resultierenden Grauwert lediglich anhand eines Pixels im Originalbild, d. h. vom Grauwert des nächstliegenden Pixels. Es wird also keine Interpolation über mehrere Pixel durchgeführt. Stattdessen wird dem resultierenden Pixel der Grauwert des Pixels im Originalbild zugewiesen, dessen Mittelpunkt dem Mittelpunkt des resultierenden Pixels am nächsten liegt.

Qualität ist ggf. schlecht, sehr schnell

gewichtet

Diese Methode bestimmt den resultierenden Grauwert anhand der vier umgebenden nächstliegenden Pixel im Originalbild mithilfe einer Gauß-gewichteten bilinearen Interpolation. Bei dieser Methode wird ein Gauß-Filter in der Bildtransformation für die integrierte Glättung des Bildes verwendet. Dies bewirkt eine bessere Verringerung der Aliasing-Effekte, falls die Bildtransformation eine maßstabgerechte Verkleinerung des Bildes umfasst. Im Vergleich mit der konstanten Interpolationsmethode erzeugt diese Methode Ausgabebilder mit einem glatteren Erscheinungsbild. Die Verarbeitungszeit steigt jedoch für verkleinerte Bilder erheblich.

Gute Qualität, langsam

Ergebnisse

Standardergebnisse

Gezoomtes Bild:

Dieses Ergebnis gibt das Bild aus, das um den definierten „Zoomfaktor“ gezoomt wurde.

Toolstatus:

Toolstatus“ gibt Informationen zum Status des Tools aus und kann daher für die Fehlerbehandlung verwendet werden. Weitere Informationen zu den verschiedenen Toolstatus-Ergebnissen finden Sie unter Toolstatus-Ergebnis.

Zusätzliche Ergebnisse

Verarbeitungszeit:

Dieses Ergebnis gibt die Dauer der letzten Ausführung des Tools in Millisekunden aus. Das Ergebnis wird als zusätzliches Ergebnis bereitgestellt. Es ist daher standardmäßig ausgeblendet, kann aber über die Schaltfläche neben den Toolergebnissen angezeigt werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Verarbeitungszeit in der Tool-Referenz-Übersicht.

Anwendungsbeispiele

Dieses Tool wird in den folgenden MERLIC-Vision-App-Beispielen verwendet:

  • count_frozen_dough_with_training.mvapp