Fehlerhäufungen auswerten
Mit diesem Tool können Sie die Dichte in Fehlerhäufungen auswerten. Die Fehler müssen in Form von Regionen vorliegen. Sie müssen daher den gewünschten Fehler mit einem vorherigen Tool finden, z. B. mit Flecken finden. Für dieses Tool ist easyTouch verfügbar. Wählen Sie die Fehlerhäufung mit der geringsten Dichte von allen Häufungen, die nicht akzeptabel sind, um den Grenzwert für die Auswertung von Fehlerhäufungen festzulegen. Alle Fehlerhäufungen, die mindestens die Dichte der ausgewählten Häufung aufweisen, werden jetzt hervorgehoben. Ändern Sie die Parameter „Inspektionsradius“, „Tolerierte Anzahl“ oder „Tolerierte Fläche“ entsprechend, um die Auswahl an Ihre Anforderungen anzupassen.
Parameter
Standardparameter
Bild:
Dieser Parameter stellt das Bild dar, in dem Fehlerhäufungen ausgewertet werden sollen.
Fehlerkandidaten:
Dieser Parameter enthält die Regionen der auszuwertenden Fehlerkandidaten. Diese müssen als Ergebnis eines vorherigen Tools vorhanden sein, z. B. von dem Tool Flecken finden. Daher müssen Sie die Regionen, die ausgewertet werden sollen, manuell mit diesem Tool verbinden.
Inspektionsradius:
Dieser Parameter definiert den Radius der Fläche, in der Fehlerhäufungen ausgewertet werden. Er wird in Pixeln angegeben und ist standardmäßig auf 200 px festgelegt. Sie können den Wert über die zugehörige Verbindungsstelle ändern.
Tolerierte Anzahl:
Dieser Parameter definiert die Anzahl an Fehlern, die innerhalb des festgelegten „Inspektionsradius“ und damit in der Fehlerhäufung toleriert werden. Die Standardeinstellung ist 10. Bei Auswahl einer auszuwertenden Fehlerhäufung wird die „Tolerierte Anzahl“ sofort bestimmt und automatisch übernommen. Sie können jedoch den jeweiligen Wert manuell über die entsprechende Verbindungsstelle ändern.
Tolerierte Fläche:
Dieser Parameter definiert die Fläche der Fehler, die innerhalb des festgelegten „Inspektionsradius“ toleriert wird. Er wird in Pixeln angegeben und ist standardmäßig auf 100 px festgelegt. Bei Auswahl einer auszuwertenden Fehlerhäufung wird die „Tolerierte Fläche“ sofort bestimmt und automatisch übernommen. Sie können jedoch den jeweiligen Wert manuell über die entsprechende Verbindungsstelle ändern.
Zusätzliche Parameter
ROI:
Dieser Parameter definiert die ROI für die Verarbeitung. Bildteile außerhalb der Vereinigung von ROI und „Verarbeitungsbereich“ werden nicht verarbeitet. Wenn zudem einer der Bereiche leer ist, wird der Bildteil, der innerhalb des jeweils anderen liegt, verarbeitet. Sind beide leer, wird das gesamte Bild verarbeitet.
Die ROI ist standardmäßig als leere ROI definiert. Wenn Sie eine nicht leere ROI für die Verarbeitung verwenden möchten, müssen Sie den Parameter mit einem geeigneten ROI-Ergebnis eines vorherigen Tools verbinden oder mit den verfügbaren ROI-Schaltflächen neue ROIs zeichnen.
Ausrichtungsdaten:
Dieser Parameter stellt die Ausrichtungsdaten dar, die zum Ausrichten der ROI verwendet werden. Ausrichtungsdaten sind standardmäßig nicht verbunden, sodass keine Auswirkung sichtbar ist. Wenn Sie bestimmte Ausrichtungsdaten verwenden möchten, müssen Sie den Parameter mit einem geeigneten Ergebnis eines vorherigen Tools verbinden, z. B. Ausrichtungsdaten mit Matching bestimmen, Ausrichtungsdaten mittels geradem Rand bestimmen, Bild ausrichten oder Bild drehen.
Verarbeitungsbereich:
Dieser Parameter definiert die Region für die Verarbeitung. Bildteile außerhalb der Vereinigung von ROI und „Verarbeitungsbereich“ werden nicht verarbeitet. Wenn zudem einer der Bereiche leer ist, wird der Bildteil, der innerhalb des jeweils anderen liegt, verarbeitet. Sind beide leer, wird das gesamte Bild verarbeitet.
„Verarbeitungsbereich“ ist standardmäßig als leere Region definiert. Wenn Sie eine „Verarbeitungsbereich“ angeben möchten, müssen Sie den Parameter mit einem geeigneten Ergebnis eines vorherigen Tools verbinden, damit die Region an dieses Tool übertragen wird.
Ergebnisse
Standardergebnisse
Fehler:
Dieses Ergebnis zeigt die Region aller Fehler, die während der Auswertung ausgewählt wurden.
Fehleranzahl:
Dieses Ergebnis enthält die Anzahl an Fehlern, die während der Auswertung ausgewählt wurden. Die Ausgabe erfolgt als Ganzzahl.
Fehlerfläche:
Dieses Ergebnis enthält die Fläche aller Fehler, die während der Auswertung ausgewählt wurden. Die Ausgabe erfolgt als reelle Zahl.
Toolstatus:
„Toolstatus“ gibt Informationen zum Status des Tools aus und kann daher für die Fehlerbehandlung verwendet werden. Weitere Informationen zu den verschiedenen Toolstatus-Ergebnissen finden Sie unter Toolstatus-Ergebnis.
Zusätzliche Ergebnisse
Verarbeitungszeit:
Dieses Ergebnis gibt die Dauer der letzten Ausführung des Tools in Millisekunden aus. Das Ergebnis wird als zusätzliches Ergebnis bereitgestellt. Es ist daher standardmäßig ausgeblendet, kann aber über die Schaltfläche neben den Toolergebnissen angezeigt werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Verarbeitungszeit in der Tool-Referenz-Übersicht.
Anwendungsbeispiele
Dieses Tool wird in den folgenden MERLIC-Vision-App-Beispielen verwendet:
- count_defect_clusters.mvapp