Neue Funktionen in MERLIC 5.7

MERLIC 5.7 umfasst viele neue und verbesserte Funktionen. In dieser Kurzübersicht finden Sie einige der interessantesten Änderungen. Eine Liste aller Aktualisierungen in dieser MERLIC-Version finden Sie in den Release Notes.

 

Verbesserungen für das MERLIC Runtime Environment

Diese MERLIC-Version bietet durch einen verbesserten Prozessintegrationsmodus mehr Einsatzmöglichkeiten und eine vereinfachte Verwaltung von Kommunikations-Plugins für MERLIC Runtime Environment (MERLIC RTE).

Konfigurationsdienste von MERLIC RTE

Im Gegensatz zu früheren MERLIC-Versionen ist es nicht mehr erforderlich, eine dedizierte „MERLIC Communicator“-Anwendung zu starten, um Kommunikations-Plugins für MERLIC RTE zu konfigurieren und auszuführen. Die entsprechenden Dienste werden jetzt von der MERLIC RTE-Anwendung bereitgestellt, sodass Sie lediglich MERLIC RTE starten müssen, um die Ausführung von Kommunikations-Plugins über die MERLIC RTE Setup-Registerkarte „Kommunikation“ einzurichten und zu steuern. Wenn das MERLIC RTE Setup mit einem System verbunden ist, auf dem MERLIC RTE ausgeführt wird (lokal oder remote), sind die Registerkarten „Bildquellen“und „Kommunikation“ für die Konfiguration verfügbar.

WEITERE INFORMATIONEN

Vereinfachte Konfigurationseinrichtung und Protokollierung

Mit dem verbesserten Prozessintegrationsmodus können jetzt alle Konfigurationseinstellungen für MERLIC RTE und für Kommunikations-Plugins in ein und derselben INI-Konfigurationsdatei für MERLIC festgelegt werden, z. B. in der standardmäßigen „MERLIC5.ini“. Eine dedizierte „Communicator.ini“-Datei ist nicht mehr erforderlich.

Darüber hinaus wurde der Protokollierungsmechanismus vereinfacht. Es gibt keine getrennten Log-Dateien für MERLIC RTE und Kommunikations-Plugins mehr. Alle Protokollmeldungen in Bezug auf den Prozessintegrationsmodus sind jetzt stattdessen innerhalb derselben Log-Datei zu finden.

WEITERE INFORMATIONEN

Vereinfachte Verwendung mehrerer MERLIC RTE-Instanzen

Bei MERLIC 5.7 können Sie ohne manuellen Konfigurationsaufwand gleichzeitig zwei MERLIC RTE-Instanzen starten. MERLIC RTE wählt automatisch freie Ports für den Austausch von „Befehlen“ und „Ereignissen“ mit Kommunikations-Plugins aus. Es ist nicht mehr erforderlich, über INI-Konfigurationsdateien oder Kommandozeilenoptionen feste Ports für die jede MERLIC RTE-Instanz festzulegen. Bei Bedarf haben Sie jedoch weiterhin die Möglichkeit, feste Ports zu definieren. MERLIC RTE versucht dann, die definierten Ports zu verwenden.

WEITERE INFORMATIONEN

Aktualisierte Dokumentation für MERLIC RTE

Die MERLIC-Dokumentation wurde den Änderungen am Prozessintegrationsmodus entsprechend angepasst. Für MERLIC 5.7 ist das MERLIC Communicator-Handbuch, das im Lieferumfang früherer MERLIC-Versionen enthalten war, nicht mehr notwendig. Die relevanten Informationen wurden in das MERLIC-Handbuch integriert. Darüber hinaus wurde die Dokumentation allgemein für MERLIC RTE sowie für andere MERLIC RTE-Plugins, z. B. Hilscher-Karten, überarbeitet. Die Informationen zum Prozessintegrationsmodus sind somit nicht mehr auf zwei Handbücher verteilt, sondern befinden sich jetzt in einem Handbuch.

MERLIC Frontend für Linux

Bei MERLIC 5.7 ist jetzt eine weitere Komponente von MERLIC für Linux-Systeme verfügbar, um die Möglichkeiten für die Integration von Anwendungen in das gewünschte System zu erweitern. Zusätzlich zum MERLIC RTE, das bereits in früheren Versionen für Linux verfügbar war, ist jetzt auch das MERLIC Frontend für Linux verfügbar. Damit besteht die Möglichkeit, das MERLIC Frontend direkt auf einem Linux-System zu installieren und zu verwenden. Sie können das entsprechende Paket vom MVTec-Downloadbereich unter https://www.mvtec.com/downloads herunterladen.

WEITERE INFORMATIONEN

Beispiele für Dockerfiles für die erweiterte Unterstützung von Containern

Um die Einrichtung und Verwendung von MERLIC in einer containerisierten Umgebung zu erleichtern, stellt MERLIC jetzt Beispiele für Dockerfiles und Skripts zum Erstellen von Containern bereit. Sie können diese Dockerfiles und die entsprechenden Skripts als Ausgangspunkt verwenden, um ganz einfach maßgeschneiderte Container für das MERLIC Frontend und MERLIC RTE zu erstellen und auszuführen.

Dies ermöglicht eine größere Flexibilität bei der Einrichtung und Verwaltung von MERLIC. Durch Nutzung von Dockerfiles können Sie den Einrichtungsprozess beschleunigen sowie das MERLIC Frontend und MERLIC RTE in vorhandene containerisierte Workflows integrieren.

Die Beispiele für Dockerfiles finden Sie nach der Installation von MERLIC im Unterverzeichnis „examples\containers“ des Installationsverzeichnisses. Das Verzeichnis enthält auch eine „Readme“-Datei mit einer kurzen Beschreibung der Verwendung der Dockerfiles.

Notizen zu MERLIC-Tools hinzufügen

Der MERLIC Creator wurde erweitert und unterstützt jetzt das Hinzufügen von Notizen für MERLIC-Tools und -Toolgruppen in der MERLIC-Vision-App (MVApp). Sie können jetzt im jeweiligen Toolboard eine Beschreibung zu einem beliebigen Tool oder einer beliebigen Toolgruppe hinzufügen. Beim Speichern der MVApp werden die jeweiligen Notizen ebenfalls gespeichert. So können Sie benutzerdefinierte Notizen hinzufügen, um beispielsweise die aktuelle Parameterkonfiguration des Tools zu erläutern. Vorhandene Toolnotizen können direkt im Toolboard oder im Tool-Flow-Panel dargestellt werden.

WEITERE INFORMATIONEN

Bild klassifizieren – Unterstützung von Out-of-Distribution-Erkennung

Das MERLIC-Tool „Bild klassifizieren“ unterstützt jetzt Deep Learning-Modelle für die Klassifizierung, die für eine „Out-of-Distribution-Erkennung“ (OOD) erweitert wurden. Dies ermöglicht die Erkennung einer falschen Klassifizierung von Objekten oder Samples, die erheblich von den Trainingsdaten abweichen (z. B. ein Gegenstand aus Metall, wenn das System ausschließlich an Glasflaschen trainiert wurde).

Dazu wurde das Tool „Bild klassifizieren“ um den neuen Toolparameter „Out-of-Distribution-Schwellenwert“ und das neue Toolergebnis „Out-of-Distribution-Bewertung“ erweitert. Beide sind jedoch nur als zusätzlicher Parameter bzw. zusätzliches Ergebnis verfügbar, wenn der verwendete Klassifikator für OOD erweitert wurde. „Out-of-Distribution-Bewertung“ gibt das Maß der Abweichung von der trainierten Klasse an und „Out-of-Distribution-Schwellenwert“ bietet die Möglichkeit, den Schwellenwert für die Identifizierung von Out-of-Distribution-Samples anzupassen.

WEITERE INFORMATIONEN