Plugin konfigurieren

Die Konfiguration des MODICON®*-Plugins kann auf der Registerkarte „Kommunikation“ des MERLIC RTE Setups angepasst werden. Auf der Registerkarte „Kommunikation“ können Sie eine Instanz des MODICON®*-Plugins hinzufügen, die Parameter konfigurieren sowie das Plugin direkt in der Benutzeroberfläche starten und beenden.

Konfiguration im MERLIC RTE Setup aktivieren

Um die Konfiguration des Plugins auf der MERLIC RTE Setup-Registerkarte „Kommunikation“ zu ermöglichen, müssen Sie zuerst MERLIC RTE starten und die folgenden Schritte ausführen:

  1. Öffnen Sie das MERLIC RTE Setup und wählen Sie die Registerkarte „Kommunikation“ aus. Falls MERLIC RTE nicht ausgeführt wird, können Sie es direkt auf der Registerkarte „Kommunikation“ starten.
  2. Fügen Sie das MODICON®*-Plugin zur Liste der Plugin-Instanzen auf der linken Seite hinzu.

  3. Vergewissern Sie sich, dass das Plugin noch nicht ausgeführt wird. Andernfalls sind die Parameter nicht für die Konfiguration verfügbar. Der aktuelle Zustand des Plugins ist am jeweiligen Statussymbol in der Liste der Plugin-Instanzen erkennbar. Wird das Symbol als Status angezeigt, ist das Plugin aktiv. In diesem Fall müssen Sie es durch Klicken auf die Schaltfläche „ Plugin stoppen“ unten im MERLIC RTE Setup stoppen. Wird stattdessen das Symbol als Status angezeigt, ist das Plugin derzeit nicht aktiv. In der folgenden Beispielabbildung ist die ausgewählte Instanz des MODICON®*-Plugins derzeit nicht aktiv, sodass die Konfiguration möglich ist.

  4. Wählen Sie das MODICON®*-Plugin auf der linken Seite aus, um die zugehörigen Parameter anzuzeigen und die Konfiguration zu beginnen.

Die Parameter des ausgewählten MODICON®*-Plugins werden auf der rechten Seite der Registerkarte „Kommunikation“ angezeigt.

Plug-in Parameters

Parameter dieses Typs stellen allgemeine Parameter für das Kommunikations-Plugin dar, die nicht im Konfigurationsbereich der Registerkarte „Kommunikation“ angepasst werden können. Sie können die Versionsnummer des Plugins, den aktuellen Parameterwert für die Log-Ebene, die Zugriffsebene des Plugins und die Einstellung für die Überprüfung der Plugin-Konfiguration anzeigen. Diese Werte müssen an anderen Stellen bzw. mit anderen Methoden festgelegt werden.

Version

Dieser Parameter zeigt die Versionsnummer an, die bei der Plugin-Implementierung definiert wurde. Er besteht aus einer Haupt-, Neben- und Wartungsversion. Sie wird auch beim Hinzufügen einer neuen Plugin-Instanz angezeigt. Die Version ist optional. Daher ist es möglich, dass bei der Implementierung keine Versionsnummer definiert wurde.

Log level

Dieser Parameter zeigt die Log-Ebene für die Plugin-Instanz an. Als Log-Ebene wird standardmäßig die Log-Ebene des jeweiligen MERLIC RTE-Prozesses festgelegt, wenn die Plugin-Instanz im MERLIC RTE Setup hinzugefügt wird.

Access level

Dieser Parameter zeigt die für das Plugin festgelegte Zugriffsebene an. Für das MODICON®*-Plugin ist die Zugriffsebene standardmäßig auf „monitor and control“ festgelegt, d. h., das Plugin kann „Ereignisse“ empfangen und „Aktionen“ senden. Die Zugriffsebene bestimmt die Berechtigung, die in der Implementierung des Plugins definiert wird. Die Zugriffsebene kann im MERLIC RTE Setup nicht angepasst werden.

Supports rapid validation

Dieser Parameter zeigt an, ob das Plugin die umgehende Validierung der aktuellen Plugin-Konfiguration unterstützt. Für dieses Plugin ist das Kontrollkästchen aktiviert, d. h., dass eine „schnelle Validierung“ unterstützt wird. Das bedeutet, dass die Konfiguration des Plugins bei jeder Änderung eines bearbeitbaren Parameter auf der Registerkarte „Kommunikation“ des MERLIC RTE Setups überprüft wird. Wenn das Plugin keine „schnelle Validierung“ unterstützt, wird die Konfiguration des Plugins nur beim Speichern der Konfiguration überprüft.

User Parameters

Die „User parameters“ stellen die Parameter dar, die für das Plugin konfiguriert werden können. Sie werden in verschiedenen Kategorien angezeigt, die erweitert oder geschlossen werden können.

Die Parameter der einzelnen Kategorien werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

Ethernet Connection Details

Die Parameter in dieser Kategorie definieren die Einstellungen für die Verbindung zur SPS. Weitere Informationen zum Einrichten der Verbindung zur SPS finden Sie unter Verbindung zur SPS einrichten.

Die folgende Abbildung enthält eine Übersicht über die Parameter mit der jeweiligen Standardeinstellung. Unter der Abbildung finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Parameter.

IP address

Dieser Parameter definiert die Internet Protocol-Adresse (IP-Adresse) der MODICON®*-SPS, zu der eine Verbindung herstellt werden soll. Die Standardeinstellung ist 127.0.0.1. Der Parameter unterstützt nur IPv4-Adressen (Internet Protocol-Version 4). Die Verwendung von Hostnamen wird dabei nicht unterstützt.

Port

Dieser Parameter definiert den für die Verbindung verwendeten Port. Die Standardeinstellung ist „502“.

Result Handling Behavior

Die Parameter in dieser Kategorie definieren Einstellungen in Zusammenhang mit dem Abruf von Ergebnissen. Weitere Informationen zur Handhabung von Ergebnissen der verschiedenen Modi finden Sie unter Ergebnismodi.

Die folgende Abbildung enthält eine Übersicht über die Parameter mit der jeweiligen Standardeinstellung. Unter der Abbildung finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Parameter.

Result mode

Mit diesem Parameter können Sie den Abfragemodus für Ergebnisse auswählen. Sie haben die Wahl zwischen „Free-running“ und „Dequeue from buffer“. Der Parameter ist standardmäßig auf „Dequeue from buffer“ festgelegt. In der folgenden Tabelle finden Sie eine kurze Beschreibung der einzelnen Modi.

Modus

Beschreibung

Free-running

In diesem Modus werden die Ergebnisse einer Einzelausführung oder einer kontinuierlichen Ausführung ohne Handshake-Mechanismus direkt in den entsprechenden Adressen im SPS-Speicher gespeichert. Dieser Modus ist der schnellste, u. U. aber auch der fehleranfälligste. Abhängig vom Timing von MERLIC und der SPS besteht die Möglichkeit, dass einige Ergebnisse verloren gehen oder überschrieben werden, bevor sie von der SPS erfasst werden können.

Dequeue from buffer

In diesem Modus wird eine interne FIFO-Warteschlange zum Speichern der eingehenden Ergebnisse nach dem Starten einer Einzelausführung oder einer kontinuierlichen Ausführung verwendet. Wenn die SPS ein Ergebnis durch Einstellung von „GMV_REQCOMMANDCODE“ auf 10 anfordert, wird das erste Ergebnis im Puffer in die entsprechende Adresse im SPS-Speicher geschrieben. Das angeforderte Ergebnis wird danach sofort aus der Warteschlange entfernt.

Result buffer capacity

Dieser Parameter definiert die Größe des Puffers, der bei Verwendung von „Dequeue from buffer“ als Ergebnismodus als temporärer Speicher für Ergebnisse verwendet wird. Er stellt die Anzahl der Ergebnisse dar, die im Puffer gespeichert werden können. Die Standardeinstellung ist 10.

Dieser Parameter wird nur verwendet, wenn „Dequeue from buffer“ als Ergebnismodus festgelegt ist. Er hat keine Auswirkung, wenn „Result mode“ auf „Free-running“ festgelegt ist. Er wird daher für die Konfiguration deaktiviert, wenn der Modus „Free-running“ ausgewählt ist.

DequeueResult command timeout

Dieser Parameter definiert das Timeout für den Modus „Dequeue from buffer“, wenn auf ein neues Ergebnis gewartet wird. Wenn die SPS ein Ergebnis anfordert und das jeweilige Ergebnis noch nicht verfügbar ist, werden alle anderen Anforderungen blockiert, bis das Ergebnis verfügbar oder das angegebene Timeout abgelaufen ist. Das Timeout ist standardmäßig auf 1000 ms festgelegt.

Dieser Parameter wird nur verwendet, wenn „Dequeue from buffer“ als Ergebnismodus festgelegt ist. Er hat keine Auswirkung, wenn „Result mode“ auf „Free-running“ festgelegt ist. Er wird daher für die Konfiguration deaktiviert, wenn der Modus „Free-running“ ausgewählt ist.

Writing Data to PLC Memory

Die Parameter in dieser Kategorie definieren, wie viele Ergebnisse an die SPS übertragen werden können. Sie müssen die gewünschte Anzahl für jeden Datentyp separat festlegen. Achten Sie darauf, dass die Konfiguration für alle MERLIC-Rezepte passt, die verwendet werden sollen, d. h. für alle MERLIC-Vision-Apps, auf die in den Rezepten verwiesen wird.

Standardmäßig werden keine Ergebnisse an die SPS übertragen. Daher müssen Sie zuerst die Parameter in dieser Kategorie entsprechend anpassen und die gewünschte Anzahl von Ergebnissen für die einzelnen Datentypen festlegen.

Die folgende Abbildung enthält eine Übersicht über die Parameter. Unter der Abbildung finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Parameter.

Head Holding Register address

Dieser Parameter definiert die erste „Holding Register Address“ des in der SPS reservierten Blocks. Dieser Block enthält alle Werte, die vom Plugin geschrieben und von der SPS gelesen werden, z. B. den aktuellen Zustand und Ergebniswerte.

Die Standardeinstellung ist 0 entsprechend %MW0 in der SPS.

BOOL (Bit) result allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von Boolean-Ergebnissen, die an die SPS übertragen werden können. Wenn Sie beispielsweise bis zu fünf Boolean-Ergebnisse übertragen möchten, müssen Sie den Parameter auf 5 oder höher festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Das Symbol der Felder besteht aus dem Präfix „GMV_RESULT_BOOL“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für das erste Ergebnis dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_RESULT_BOOL_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, d. h., es wird kein Boolean-Ergebnis übertragen.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau ein Bit. Daher wird genau ein Bit einer Registeradresse dem Feld eines Boolean-Ergebnisses zugeordnet, sofern maximal 16 Ergebnisse ausgewählt sind. Die einzelnen Ergebnisse in einem bestimmten Register werden anhand einer hexadezimalen Ziffer adressiert, z. B. %MW35:X0. Werden mehr als 16 Boolean-Ergebnisse zurückgegeben, werden weitere Registeradressen zugeordnet, um ein Feld für jedes Ergebnis zur Verfügung zu stellen.

INT (signed 16-bit integer) result allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von INT-Ergebnissen, die an die SPS übertragen werden können. Wenn Sie beispielsweise bis zu fünf INT-Ergebnisse übertragen möchten, müssen Sie den Parameter auf 5 oder höher festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Das Symbol der Felder besteht aus dem Präfix „GMV_RESULT_INT“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für das erste Ergebnis dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_RESULT_INT_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, d. h., es wird kein INT-Ergebnis übertragen.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 16 Bit, was genau einer Registeradresse entspricht, z. B. %MW36.

DINT (signed 32-bit integer) result allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von DINT-Ergebnissen, die an die SPS übertragen werden können. Wenn Sie beispielsweise bis zu fünf DINT-Ergebnisse übertragen möchten, müssen Sie den Parameter auf 5 oder höher festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Das Symbol der Felder besteht aus dem Präfix „GMV_RESULT_DINT“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für das erste Ergebnis dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_RESULT_DINT_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, d. h., es wird kein DINT-Ergebnis übertragen.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 32 Bit, was genau zwei Registeradressen entspricht. Daher werden zwei Register reserviert, aber nur die erste Adresse wird zugeordnet, z. B. %MD37, wenn die Adressen %MD37 und %MD38 verwendet werden. Das Präfix „%MD“ der Adresse weist ebenfalls darauf hin, dass Parameter dieses Datentyps über ein double-Wort zugeordnet werden.

REAL (single-precision floating-point) result allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von REAL-Ergebnissen, die an die SPS übertragen werden können. Wenn Sie beispielsweise bis zu fünf REAL-Ergebnisse übertragen möchten, müssen Sie den Parameter auf 5 oder höher festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Das Symbol der Felder besteht aus dem Präfix „GMV_RESULT_REAL“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für das erste Ergebnis dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_RESULT_REAL_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, d. h., es wird kein REAL-Ergebnis übertragen.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 32 Bit, was genau zwei Registeradressen entspricht. Daher werden zwei Register reserviert, aber nur die erste Adresse wird zugeordnet, z. B. %MF39, wenn die Adressen %MF39 und %MF40 verwendet werden. Das Präfix „%MF“ der Adresse weist ebenfalls darauf hin, dass Parameter dieses Datentyps über ein double-Fließkommawort zugeordnet werden.

STRING[80] result allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von STRING[80]-Ergebnissen, die an die SPS übertragen werden können. Wenn Sie beispielsweise bis zu fünf STRING[80]-Ergebnisse übertragen möchten, müssen Sie den Parameter auf 5 oder höher festlegen. Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, d. h., es wird kein STRING[80]-Ergebnis übertragen.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 80 Bytes (640 Bit), was genau 40 Registeradressen entspricht. Sie werden über eine Folge einzelner WORDS-Adressen zugeordnet, z. B. %MW41 bis %MW80, die jeweils zwei Bytes von ASCII-Zeichen entsprechen. Die Symbole der Felder bestehen aus mehreren Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_RESULT_STRING80“, das angibt, dass das Feld auf ein Ergebnis vom Datentyp STRING[80] verweist. Die zweite Komponente ist der Index des jeweiligen MVApp-Ergebnisses. Die dritte und letzte Komponente ist ein Suffix, das aus dem Zeichen „W“ und einer Indexnummer besteht, die angibt, auf welches der 40 Register, die den STRING[80]-Wert enthalten, das jeweilige Feld verweist.

Das Feld mit dem Symbol „GMV_RESULT_STRING80_0_W0“ verweist beispielsweise auf die erste Registeradresse, die für das erste STRING[80]-Ergebnis reserviert ist. Es wird daher für den Wert der ersten beiden Bytes des ersten STRING[80]-Ergebnisses verwendet. Die Felder „GMV_RESULT_STRING80_0_W0“ bis „GMV_RESULT_STRING80_0_W39“ stellen dann die Register dar, die für den Wert des ersten STRING[80]-Ergebnisses reserviert sind.

Reading Data from PLC Memory

Die Parameter in dieser Kategorie definieren, wie viele Iterationsparameter eines Datentyps jeweils an die SPS übergeben werden können. Ein Iterationsparameter stellt einen Parameter dar, der als Argument für die Ausführung der MVApp verwendet wird, um den Wert des entsprechenden MVApp-Parameters zu überschreiben, der im geladenen Rezept angegeben ist. So können Sie die MVApp mit anderen Eingabewerten ausführen, ohne das Rezept zu ändern. Die Benutzerparameter in dieser Kategorie definieren somit, wie viele Parameterwerte eines Datentyps von der SPS für die Ausführung jeweils überschrieben werden können.

Standardmäßig sind keine Iterationsparameter für die Konfiguration durch die SPS verfügbar. Daher müssen Sie zuerst die Parameter in dieser Kategorie entsprechend anpassen und die gewünschte Anzahl von Iterationsparametern für die einzelnen Datentypen festlegen.

Die folgende Abbildung enthält eine Übersicht über die Parameter. Unter der Abbildung finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Parameter.

Head Input Register address

Dieser Parameter definiert die erste „Input Register Address“ des in der SPS reservierten Blocks. Dieser Block enthält alle Werte, die von der SPS geschrieben und vom Plugin gelesen werden, z. B. angeforderte Befehle und Werte von Iterationsparametern. Die Standardeinstellung ist 100 entsprechend %MW100 in der SPS.

Bei der Standardeinstellung des entsprechenden Parameters „Head Holding Register address“ im Abschnitt „Writing Data to PLC Memory“ sind 100 Registeradressen für den Block von Werten verfügbar, die vom Plugin geschrieben werden. Diese Zahl ist aber u. U. nicht in allen Anwendungsfällen ausreichend. Wenn beispielsweise eine Vielzahl von Ergebnissen bei der Ausführung einer MVApp übertragen werden soll und für diese Ergebnisse mehr als 100 Registeradressen im Speicher benötigt werden, muss „Head Input Register address“ erhöht werden. Andernfalls kommt es zu einer Überlappung des vom Plugin geschriebenen Blocks und des von der SPS geschriebenen Blocks, da versucht wird, in die gleichen Adressen zu schreiben. Um dies zu verhindern, wird im MERLIC RTE Setup ein Fehler angezeigt, wenn „Head Input Register address“ in „Reading Data from PLC Memory“ zu niedrig festgelegt ist.

Alternativ können Sie auch den Parameter auf eine große Zahl festlegen, um das Risiko einer Überlappung im Speicher zu minimieren. Allerdings muss vermieden werden, dass eine Registeradresse außerhalb des zulässigen Bereichs festgelegt wird. Die Größe des verfügbaren Speichers hängt vom SPS-Modell ab und kann vorab nicht vom Plugin abgefragt werden. Die Einstellung dieses Parameters wird daher erst beim Starten des Plugins und beim Versuch, mit der SPS zu kommunizieren, überprüft. Wenn die SPS versucht, einen Wert in eine nicht verfügbare Registeradresse zu schreiben, tritt ein Fehler auf. Der Fehler wird in den Feldern „GMV_ERRORCODE“ und „GMV_ERRORCAUSE“ ausgegeben. Darüber hinaus werden die Fehler in der Log-Datei von MERLIC RTE protokolliert.

Polling cycle time for ReqCommandCode

Dieser Parameter definiert die Zykluszeit, in der der Wert des Felds „GMV_REQCOMMANDCODE“ gelesen wird.

Die Standardeinstellung ist 10 ms, d. h., das Plugin überprüft alle 10 ms, ob von der SPS ein neuer Befehl angefordert wurde.

BOOL (Bit) iteration parameter allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von Iterationsparametern des Datentyps Boolean, die von der SPS an MERLIC übertragen werden können. Wenn die SPS beispielsweise die Boolean-Werte von bis zu fünf MVApp-Parametern, die im Rezept definiert sind, überschreiben können soll, müssen Sie den Parameter auf 5 festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Die Symbole der Felder bestehen aus dem Präfix „GMV_ITPARAM_BOOL“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für den Wert des ersten Iterationsparameters dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_ITPARAM_BOOL_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, sodass kein Feld für Parameter dieses Datentyps hinzugefügt wird.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 1 Bit. Daher wird genau ein Bit einer Registeradresse dem Feld eines Boolean-Parameters zugeordnet (bis zu 16 Parameter). Die einzelnen Iterationsparameter in einem bestimmten Register werden anhand einer hexadezimalen Ziffer adressiert, z. B. %MW109:X0. Werden mehr als 16 Boolean-Parameter definiert, wird eine weitere Registeradresse zugeordnet, um ein Feld für jeden Iterationsparameter zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus wird ein weiteres Feld hinzugefügt: „GMV_ITPARAMUSEARRAY_BOOL_W0“. Dieses Feld wird von der SPS verwendet, um anzugeben, ob die Parameterwerte im Rezept für die nächste Ausführung durch die Werte in den Feldern der entsprechenden Iterationsparameter überschrieben werden sollen. Das Symbol des Felds besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_ITPARAMUSEARRAY_BOOL“, das angibt, dass das Feld auf Iterationsparameter vom Datentyp Boolean verweist. Die zweite Komponente ist das Suffix „W0“, das auf die erste der beiden reservierten Registeradressen verweist.

Für jeden verfügbaren Iterationsparameter dieses Datentyps muss die SPS bitweise festlegen, ob er für die Ausführung verwendet werden soll. Wenn Sie diesen Parameter beispielsweise auf 2 festlegen und beide Boolean-Parameter in der nächsten Ausführung verwenden möchten, muss die SPS den Wert des Felds „GMV_ITPARAMUSEARRAY_BOOL_W0“ auf 0b11 (bzw. 3 in Dezimalschreibweise) festlegen.

INT (signed 16-bit integer) iteration parameter allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von Iterationsparametern des Datentyps INT, die von der SPS an MERLIC übertragen werden können. Wenn die SPS beispielsweise die INT-Werte von bis zu fünf MVApp-Parametern, die im Rezept definiert sind, überschreiben können soll, müssen Sie den Parameter auf 5 festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Die Symbole der Felder bestehen aus dem Präfix „GMV_ITPARAM_INT“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für den Wert des ersten Iterationsparameters dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_ITPARAM_INT_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, sodass kein Feld für Parameter dieses Datentyps hinzugefügt wird.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 16 Bit, was genau einer Registeradresse entspricht, z. B. %MW110.

Darüber hinaus wird ein weiteres Feld hinzugefügt: „GMV_ITPARAMUSEARRAY_INT_W0“. Dieses Feld wird von der SPS verwendet, um anzugeben, ob die Parameterwerte im Rezept für die nächste Ausführung durch die Werte in den Feldern der entsprechenden Iterationsparameter überschrieben werden sollen. Das Symbol des Felds besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_ITPARAMUSEARRAY_INT“, das angibt, dass das Feld auf Iterationsparameter vom Datentyp INT verweist. Die zweite Komponente ist das Suffix „W0“, das auf die erste der beiden reservierten Registeradressen verweist.

Für jeden verfügbaren Iterationsparameter dieses Datentyps muss die SPS bitweise festlegen, ob er für die Ausführung verwendet werden soll. Wenn Sie diesen Parameter beispielsweise auf 2 festlegen und beide INT-Parameter in der nächsten Ausführung verwenden möchten, muss die SPS den Wert des Felds „GMV_ITPARAMUSEARRAY_INT_W0“ auf 0b11 (bzw. 3 in Dezimalschreibweise) festlegen.

DINT (signed 32-bit integer) iteration parameter allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von Iterationsparametern des Datentyps DINT, die von der SPS an MERLIC übertragen werden können. Wenn die SPS beispielsweise die DINT-Werte von bis zu fünf MVApp-Parametern, die im Rezept definiert sind, überschreiben können soll, müssen Sie den Parameter auf 5 festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Die Symbole der Felder bestehen aus dem Präfix „GMV_ITPARAM_DINT“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für den Wert des ersten Iterationsparameters dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_ITPARAM_DINT_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, sodass kein Feld für Parameter dieses Datentyps hinzugefügt wird.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 32 Bit, was genau zwei Registeradressen entspricht. Daher werden zwei Register reserviert, aber nur die erste Adresse wird zugeordnet, z. B. %MW111, wenn die Adressen %MW111 und %MW112 verwendet werden.

Darüber hinaus wird ein weiteres Feld hinzugefügt: „GMV_ITPARAMUSEARRAY_DINT_W0“. Dieses Feld wird von der SPS verwendet, um anzugeben, ob die Parameterwerte im Rezept für die nächste Ausführung durch die Werte in den Feldern der entsprechenden Iterationsparameter überschrieben werden sollen. Das Symbol des Felds besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_ITPARAMUSEARRAY_DINT“, das angibt, dass das Feld auf Iterationsparameter vom Datentyp DINT verweist. Die zweite Komponente ist das Suffix „W0“, das auf die erste der beiden reservierten Registeradressen verweist.

Für jeden verfügbaren Iterationsparameter dieses Datentyps muss die SPS bitweise festlegen, ob er für die Ausführung verwendet werden soll. Wenn Sie diesen Parameter beispielsweise auf 2 festlegen und beide DINT-Parameter in der nächsten Ausführung verwenden möchten, muss die SPS den Wert des Felds „GMV_ITPARAMUSEARRAY_DINT_W0“ auf 0b11 (bzw. 3 in Dezimalschreibweise) festlegen.

REAL (single-precision floating-point) iteration parameter allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von Iterationsparametern des Datentyps REAL, die von der SPS an MERLIC übertragen werden können. Wenn die SPS beispielsweise die REAL-Werte von bis zu fünf MVApp-Parametern, die im Rezept definiert sind, überschreiben können soll, müssen Sie den Parameter auf 5 festlegen.

Die SPS reserviert die Registeradressen für die erforderlichen Felder und ordnet sie zu. Die Symbole der Felder bestehen aus dem Präfix „GMV_ITPARAM_REAL“ gefolgt vom Index des entsprechenden MVApp-Ergebnisses. Für den Wert des ersten Iterationsparameters dieses Datentyps wird beispielsweise „GMV_ITPARAM_REAL_0“ verwendet.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, sodass kein Feld für Parameter dieses Datentyps hinzugefügt wird.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 32 Bit, was genau zwei Registeradressen entspricht. Daher werden zwei Register reserviert, aber nur die erste Adresse wird zugeordnet, z. B. %MW113, wenn die Adressen %MW113 und %MW114 verwendet werden.

Darüber hinaus wird ein weiteres Feld hinzugefügt: „GMV_ITPARAMUSEARRAY_REAL_W0“. Dieses Feld wird von der SPS verwendet, um anzugeben, ob die Parameterwerte im Rezept für die nächste Ausführung durch die Werte in den Feldern der entsprechenden Iterationsparameter überschrieben werden sollen. Das Symbol des Felds besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_ITPARAMUSEARRAY_REAL“, das angibt, dass das Feld auf Iterationsparameter vom Datentyp REAL verweist. Die zweite Komponente ist das Suffix „W0“, das auf die erste der beiden reservierten Registeradressen verweist.

Für jeden verfügbaren Iterationsparameter dieses Datentyps muss die SPS bitweise festlegen, ob er für die Ausführung verwendet werden soll. Wenn Sie diesen Parameter beispielsweise auf 2 festlegen und beide REAL-Parameter in der nächsten Ausführung verwenden möchten, muss die SPS den Wert des Felds „GMV_ITPARAMUSEARRAY_REAL_W0“ auf 0b11 (bzw. 3 in Dezimalschreibweise) festlegen.

STRING[80] iteration parameter allocation

Dieser Parameter definiert die Anzahl von Iterationsparametern des Datentyps STRING[80], die von der SPS an MERLIC übertragen werden können. Wenn die SPS beispielsweise die STRING[80]-Werte von bis zu fünf MVApp-Parametern, die im Rezept definiert sind, überschreiben können soll, müssen Sie den Parameter auf mindestens 5 festlegen.

Der Parameter ist standardmäßig auf 0 festgelegt, sodass kein Feld für Parameter dieses Datentyps hinzugefügt wird.

Parameter dieses Datentyps benötigen genau 80 Bytes (640 Bit), was genau 40 Registeradressen entspricht. Sie werden über eine Folge einzelner WORDS-Adressen zugeordnet, z. B. %MW115 bis %MW154, die jeweils zwei Bytes von ASCII-Zeichen entsprechen. Die Symbole der Felder bestehen aus mehreren Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_ITPARAM_STRING80“, das angibt, dass das Feld auf einen Iterationsparameter vom Datentyp STRING[80] verweist. Die zweite Komponente ist der Index des jeweiligen MVApp-Parameterses. Die dritte und letzte Komponente ist ein Suffix, das aus dem Zeichen „W“ und einer Indexnummer besteht, die angibt, auf welches der 40 Register, die für den STRING[80]-Parameterwert reserviert sind, das jeweilige Feld verweist. Das Feld mit dem Symbol „GMV_ITPARAM_STRING80_0_W0“ verweist beispielsweise auf die erste Registeradresse, die für den ersten STRING[80]-Iterationsparameter reserviert ist. Es wird daher für den Wert der ersten beiden Bytes des ersten STRING[80]-Iterationsparameters verwendet. Die Felder „GMV_ITPARAM_STRING80_0_W0“ bis „GMV_ITPARAM_STRING80_0_W39“ stellen dann die WORDS-Adressen dar, die für den Wert des ersten STRING[80]-Iterationsparameters reserviert sind.

Darüber hinaus wird ein weiteres Feld hinzugefügt: „GMV_ITPARAMUSEARRAY_STRING80_W0“. Dieses Feld wird von der SPS verwendet, um anzugeben, ob die Parameterwerte im Rezept für die nächste Ausführung durch die Werte in den Feldern der entsprechenden Iterationsparameter überschrieben werden sollen. Das Symbol des Felds besteht aus zwei Komponenten. Die erste Komponente ist das Präfix „GMV_ITPARAMUSEARRAY_STRING80“, das angibt, dass das Feld auf Iterationsparameter vom Datentyp STRING[80] verweist. Die zweite Komponente ist das Suffix „W0“, das auf die erste der beiden reservierten Registeradressen verweist.

Für jeden verfügbaren Iterationsparameter dieses Datentyps muss die SPS bitweise festlegen, ob er für die Ausführung verwendet werden soll. Wenn Sie diesen Parameter beispielsweise auf 2 festlegen und beide STRING[80]-Parameter in der nächsten Ausführung verwenden möchten, muss die SPS den Wert des Felds „GMV_ITPARAMUSEARRAY_STRING80_W0“ auf 0b11 (bzw. 3 in Dezimalschreibweise) festlegen.

Export Symbols

Die Parameter in dieser Kategorie definieren den Speicherort und den Namen der Datei, die beim Starten des Plugins exportiert wird. Die Datei hängt von der jeweiligen Konfiguration des Plugins ab und enthält die globalen Symbole aller Felder, die von der SPS reserviert werden sollen. Sie enthält einige Standardsymbole, die immer exportiert werden, z. B. das Symbol zum Anfordern von Befehlen, und auch die Symbole für die Anzahl der Ergebnisse und Iterationsparameter, die in der Konfiguration des Plugins definiert sind.

Die Datei ist als CSV-Datei formatiert und kann in das Projekt des SPS-Programms importiert werden.

Die folgende Abbildung enthält eine Übersicht über die Parameter mit der jeweiligen Standardeinstellung. Unter der Abbildung finden Sie eine ausführliche Beschreibung der Parameter.

Output directory

Dieser Parameter definiert das Verzeichnis, in dem die Datei gespeichert wird. Sie können das Verzeichnis im Dateisystem über die Schaltfläche auswählen (auf lokalen Systemen) oder den Pfad direkt in das Textfeld eingeben. Das Verzeichnis ist standardmäßig „%LOCALAPPDATA%/Temp“ auf Windows-Systemen bzw. „/tmp“ auf Linux-Systemen.

Output file name

Dieser Parameter definiert den Namen der exportierten Datei. Sie können den Namen direkt im Eingabefeld ändern. Die Standardeinstellung ist „gMV_Symbols“.

Die Dateierweiterung wird automatisch an den Dateinamen angehängt. Wird manuell eine andere Dateierweiterung hinzugefügt, wird sie durch die kompatible Erweiterung ersetzt.


* Modicon® is a registered trademark of Schneider Electric USA, Inc.