MERLIC unter Linux installieren

Auf Linux-Systemen muss MERLIC über die Kommandozeile installiert werden. Die entsprechenden Archive für die Installation können von der MVTec-Website heruntergeladen werden. Darüber hinaus müssen nach der Installation einige manuelle Konfigurationsschritte durchgeführt werden, z. B. Bereitstellen der MERLIC5.ini-Datei und Überprüfen der Firewalleinstellungen.

Für Linux-Systeme sind nur bestimmte Komponenten von MERLIC verfügbar: MERLIC RTE, das MERLIC Frontend, MERLIC-Tools, MVApp-Beispiele, Kommunikations-Plugins und das SDK für die Entwicklung von Kommunikations-Plugins. Zum Erstellen von MERLIC-Vision-Apps müssen Sie weiterhin den MERLIC Creator auf einem Windows-System verwenden und ein Rezept für die Anwendung erstellen. Die MVApp und das Rezept können dann von MERLIC RTE auf Linux-Systemen verwendet werden.

MERLIC herunterladen

Beachten Sie, dass Sie über Ihren MVLogin angemeldet sein müssen, um auf den Downloadbereich zugreifen zu können. Wenn Sie kein MVLogin-Konto haben, müssen Sie sich zuerst registrieren.

  1. Melden Sie sich unter https://www.mvtec.com/downloads beim Downloadbereich von MVTec an.
  2. Klicken Sie auf das MERLIC-Symbol, um auf die MERLIC-Pakete zuzugreifen. Mithilfe der Filteroptionen können Sie einstellen, dass nur die Pakete für Linux-Systeme und die gewünschte Architektur angezeigt werden.
  3. Laden Sie die benötigten Pakete herunter. Im Abschnitt Verfügbare Pakete für Linux finden Sie eine Übersicht über die Pakete sowie Angaben dazu, welche Pakete abhängig vom jeweiligen Zweck obligatorisch sind.
  4. (Optional) Laden Sie die Addon-Pakete für die Beispiele und das SDK für die Plugin-Entwicklung herunter.

Verfügbare Pakete für Linux

Für die jeweiligen Architekturen stehen die folgenden Archive zum Download zur Verfügung. Abhängig vom jeweiligen Zweck und der MERLIC-Komponente, die auf dem System verwendet werden soll, sind unterschiedliche Pakete obligatorisch.

Paket

Beschreibung

Obligatorisch für das RTE

Obligatorisch für das Frontend

Runtime-Version

Enthält das Archiv mit den Komponenten für MERLIC RTE und die Standard-Kommunikations-Plugins:

  • merlic-26.10.0-aarch64-linux_merlic_rte-dl.tar.gz (aarch64-linux)

  • merlic-26.10.0-x64-linux_merlic_rte-dl.tar.gz (x64-linux)

✔

 

Frontend

Enthält das Archiv für das MERLIC Frontend:

  • merlic-26.10.0-aarch64-linux_merlic-frontend.tar.gz (aarch64-linux)

  • merlic-26.10.0-x64-linux_merlic-frontend.tar.gz (x64-linux)

✔

Ergänzung zur Voll-/Runtime-Version – Tools

Enthält das Archiv mit allen MERLIC-Tools:

  • merlic-26.10.0-tools_all.tar.gz

✔

 

Ergänzung zur Voll-/Runtime-Version – Beispiele

Enthält das Archiv mit allen Beispielen, z. B. MVApp-Beispiele, und alle für die Beispiele benötigten Dateien:

  • merlic-26.10.0-examples.tar.gz

 

 

Ergänzung zur Voll-/Runtime-Version – Communicator SDK

Enthält das Archiv mit dem für die Implementierung von benutzerdefinierten Kommunikations-Plugins erforderlichen SDK:

  • merlic-26.10.0-aarch64-linux_communicator-sdk.tar.gz (aarch64-linux)

  • merlic-26.10.0-x64-linux_communicator-sdk.tar.gz (x64-linux)

 

 

Wenn Sie MERLIC RTE auf Ihrem System verwenden möchten, müssen Sie die Pakete für das Runtime Environment und die MERLIC-Tools herunterladen und installieren. Alle anderen Pakete sind optional.

Wenn Sie nur das MERLIC Frontend auf Ihrem System verwenden möchten, müssen Sie lediglich das „Frontend“-Paket herunterladen und installieren. Weitere Pakete sind in diesem Fall nicht erforderlich.

Lizenzfreie Komponenten

Für das MERLIC Frontend ist keine Lizenz erforderlich. Es kann ohne Aktivierung einer Lizenz verwendet werden.

MERLIC RTE installieren

Für die Installation müssen Sie die heruntergeladenen Archive entpacken:

  1. Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem Sie MERLIC RTE installieren möchten. Sie können ein beliebiges Verzeichnis auswählen, z. B. „/opt/projects/MVTec“.
  2. Entpacken Sie das heruntergeladene Archiv für MERLIC RTE:

    Linux auf einem PC

    Kopieren
    tar xf merlic-26.10.0-x64-linux_merlic_rte-dl.tar.gz

    Linux auf einer ARM®-basierten Plattform

    Kopieren
    tar xf merlic-26.10.0-aarch64-linux_merlic_rte-dl.tar.gz
  3. Ein neues Verzeichnis namens „merlic-26.10.0“ wird erstellt. Wenn das MERLIC Frontend bereits im selben Verzeichnis installiert wurde, werden die Dateien im vorhandenen MERLIC-Installationsverzeichnis installiert.

  4. Entpacken Sie das Archiv für die MERLIC-Tools in das Verzeichnis „merlic-26.10.0“.

    Kopieren
    tar xf merlic-26.10.0-tools_all.tar.gz

  5. Wenn Sie weitere optionale Archive heruntergeladen haben, müssen Sie die einzelnen Archive genauso wie die anderen Pakete in das neue Verzeichnis entpacken.

MERLIC ist jetzt auf dem Linux-System installiert. Weitere Installationsschritte sind nicht notwendig. Alle entpackten Archive befinden sich jetzt im Unterverzeichnis „merlic-26.10.0“.

Aktivieren Sie Ihre Lizenz, damit Sie MERLIC verwenden können. Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Lizenz aktivieren.

MERLIC Frontend installieren

Für die Installation müssen Sie die heruntergeladenen Archive entpacken:

  1. Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem Sie MERLIC Frontend installieren möchten. Sie können ein beliebiges Verzeichnis auswählen, z. B. „/opt/projects/MVTec“.
  2. Entpacken Sie das heruntergeladene Archiv für MERLIC Frontend:

    Linux auf einem PC

    Kopieren
    tar xf merlic-26.10.0-x64-linux_merlic-frontend.tar.gz

    Linux auf einer ARM®-basierten Plattform

    Kopieren
    tar xf merlic-26.10.0-aarch64-linux_merlic-frontend.tar.gz
  3. Ein neues Verzeichnis namens „merlic-26.10.0“ wird erstellt. Wenn das MERLIC RTE bereits im selben Verzeichnis installiert wurde, werden die Dateien im vorhandenen MERLIC-Installationsverzeichnis installiert.

Das MERLIC Frontend ist jetzt auf dem Linux-System installiert. Weitere Installationsschritte sind nicht notwendig. Alle entpackten Archive befinden sich jetzt im Unterverzeichnis „merlic-26.10.0“.

„MERLIC5.ini“-Datei bereitstellen

Für MERLIC RTE auf Linux-Systemen ist eine INI-Konfigurationsdatei erforderlich. Die Standardkonfigurationsdatei heißt „MERLIC5.ini“ und sollte sich im Verzeichnis „~/.config/MVTec/“ befinden.

Die Archive für die Installation von MERLIC RTE auf Linux-Systemen enthalten keine INI-Datei. Daher müssen Sie die Datei nach der Installation manuell hinzufügen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Konfigurationsdatei hinzuzufügen:

  • Kopieren Sie eine vorhandene INI-Datei aus einer anderen Installation. Wenn Sie beispielsweise über eine MERLIC-Installation auf einem Windows-System verfügen, wird empfohlen, die INI-Datei zu verwenden, die beim Erstellen der MVApps verwendet wurde.
  • Erstellen Sie eine neue INI-Datei.

Wenn Sie die standardmäßige INI-Datei verwenden möchten, müssen Sie die Datei „MERLIC5.ini“ nennen und im richtigen Verzeichnis speichern.

Speicherort der INI-Datei

Die standardmäßige INI-Datei „MERLIC5.ini“ wird in einem bestimmten Verzeichnis erwartet: „~/.config/MVTec/“. Sie wird standardmäßig beim Starten von MERLIC RTE unter Linux verwendet, wenn keine INI-Datei angegeben wird.

Wenn Sie eine andere Konfigurationsdatei verwenden möchten, können Sie die INI-Datei in einem beliebigen Verzeichnis und unter einem beliebigen Namen speichern. Sie können auch mehrere Konfigurationsdateien für unterschiedliche Anwendungsfälle hinzufügen. Beim Starten von MERLIC RTE müssen Sie den Pfad und den Namen der Konfigurationsdatei angeben, die verwendet werden soll. Dies kann über die Kommandozeilenoption „--ini“ bewerkstelligt werden. Die INI-Datei muss mit dem relativen Pfad zum aktuellen Verzeichnis angegeben werden, aus dem das MERLIC RTE gestartet wird.

Beachten Sie, dass Sie die Pfade in der INI-Datei den neuen Pfaden auf dem Linux-System entsprechend ändern müssen (siehe Beschreibung unter Zusätzliche Einrichtungsschritte für Linux).

Firewalleinstellungen überprüfen

Wenn Sie eine Firewall verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass die Firewalleinstellungen eine Remote-Verbindung zwischen dem Linux-System und den entsprechenden MERLIC-Komponenten auf dem Windows-System zulassen, das für die Remote-Konfiguration verwendet wird.

Keiner der MERLIC-Prozesse oder -Komponenten verwendet einen Standardport. Daher müssen Sie möglicherweise Ihre Firewall-Einstellungen anpassen, sobald Sie die Einrichtung von MERLIC für Ihre Test- oder Produktionsumgebung abgeschlossen haben. Sie können dann alle in Ihrer Konfiguration definierten Ports freigeben.

Mögliche Port-Einstellungen sind beispielsweise die folgenden:

  • Der in der Konfigurationsdatei des MERLIC Directory Agents definierte Port für Remote-Verbindungen. Weitere Informationen finden Sie unter Den Directory Agent für Remote-Verbindungen konfigurieren.
  • Alle Ports für Kommunikations-Plugins, die als Server verwendet werden, beispielsweise die OPC UA-, REST- und TCP Socket-Plugins. Wenn Sie ein solches Plugin verwenden, müssen die entsprechenden Ports für „merlic_communication_plugin_host“ freigegeben werden.

Weitere Informationen

Wenn MERLIC auf einem Linux-System verwendet wird, müssen beim Einrichten der Anwendung für MERLIC RTE und beim Starten von MERLIC RTE unter Linux einige zusätzliche Einrichtungsschritte beachtet werden. Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten: