Glossar

    A
  • Für jede Bildquelle können ein oder mehr zusätzliche Parametersätze erstellt werden. So kann eine andere Konfiguration der Kameraparameter als die im primären Parametersatz definierte Konfiguration gespeichert und als Alternative zum primären Parametersatz verwendet werden. Für jeden alternativen Parametersatz wird automatisch eine verwaltete Sequenz erstellt, sofern nicht bereits eine benutzerdefinierte Sequenz mit demselben Namen vorhanden ist.
  • Eine Aufnahmesequenz definiert, wie und wann Bilder aus den Bildquellen eingezogen werden.
  • Bei derartigen Tools handelt es sich um Tools ohne ausgehende Datenverbindungen, d. h. kein Ergebnis des Tools ist mit einem anderen Tool verbunden. Ausgabetools senden daher keine Ausgabedaten, sondern generieren in der Regel die Enddaten der durchgeführten Bildverarbeitungsaufgabe.
  • Ein Ausgangstrigger stellt einen Verbindungspunkt an einem Tool für ausgehende Triggerverbindungen zu nachfolgenden Tools dar. Sie befinden sich unten rechts im Tool und können Triggersignale an alle Tools senden, die über eine Triggerverbindung verbunden sind.
  • B
  • Eine Basissequenz definiert das Standardverhalten des Bildeinzugs, bei dem von jeder Bildquelle ein Bild unter Verwendung ihrer jeweiligen primären Parametersätze erfasst wird. Die Basissequenz wird verwaltet, d. h. sie wird aktualisiert, wenn Bildquellen hinzugefügt oder entfernt werden.
  • Bei derartigen Tools handelt es sich um Tools mit einem Eingabefeld für eine Bedingung. Damit werden separate Zweige von Tools definiert, die ausschließlich abhängig vom Ergebnis einer Bedingung ausgeführt werden.
  • Eine benutzerdefinierte Aufnahmesequenz ist eine angepasste Aufnahmesequenz, die volle Flexibilität bietet. Benutzerdefinierte Sequenzen werden nicht automatisch aktualisiert, wenn Bildquellen oder Parametersätze hinzugefügt oder entfernt werden, d. h., sie müssen manuell aktualisiert werden.
  • Eine Bildquellen-Konfiguration stellt eine Gruppe von Image Source Manager-Bildquellen dar. Jede Bildquelle muss einer bestimmten Konfiguration zugewiesen werden. Es ist nicht möglich, eine Bildquelle ohne Konfiguration hinzuzufügen. Daher müssen Sie zuerst auf der Registerkarte „Bildquellen“ des MERLIC RTE Setups eine Konfiguration für eine neue Bildquelle hinzufügen oder die Bildquelle zu einer vorhandenen Konfiguration hinzufügen. Es gibt verschiedenartige Konfigurationen: gemeinsame Konfigurationen und MVApp-spezifische Konfigurationen. Der Zustand einer Konfiguration bestimmt, ob die jeweiligen Bildquellen angepasst und in einer MVApp verwendet werden können.
  • Die Byte Order Mark (BOM) wird verwendet, um die Bytereihenfolge (big-endian oder little-endian) des Textstreams zu definieren. Sie wird durch das Unicode-Zeichen U+FEFF am Textanfang dargestellt. Falls MERLIC Dateien im UTF-8-Format ohne BOM benötigt, können Sie das Standardeditorprogramm „notepad.exe“ in Windows 10 verwenden, um die Codierung zu überprüfen. Diese wird unten rechts im Programmfenster angezeigt. Über „Datei > Speichern“ können Sie die Codierung auf „UTF-8“ festlegen.
  • D
  • Bei einer Datenverbindung handelt es sich um eine Beziehung zwischen zwei MERLIC-Tools. Damit kann das Ergebnis eines Tools an einen Parameter eines nachfolgenden Tools übertragen werden. Datenverbindungen werden durch durchgezogene Pfeile dargestellt, die die Verbindungsstellen der Ergebnisse mit den Verbindungsstellen der Parameter verbinden. Datenverbindungen können automatisch oder manuell durch Ziehen des Verbindungshandles von einem Ergebnis zur gewünschten Verbindungsstelle eines folgenden Tools erstellt werden.
  • Eine Designer-Ansicht stellt eine einzelne Registerkarte im Designer mit einem eigenen Arbeitsbereich dar. Damit kann ein Frontend mit mehreren Registerkarten erstellt werden. Jede Ansicht kann einzeln erstellt und mit benutzerspezifischen Zugriffsrechten versehen werden.
  • Designer-Widgets sind Elemente der grafischen Benutzeroberfläche mit einer speziellen Funktionalität. Sie können für die Erstellung des Frontends der MERLIC-Vision-App verwendet werden. Das Widget kann hinsichtlich Style, Visualisierung und Funktionalität angepasst werden. MERLIC umfasst eine Vielzahl verschiedener MERLIC Designer-Widgets.
  • E
  • easyTouch ist eine interaktive Benutzerhilfe von MERLIC. Sie können damit in bestimmten Tools die Parametereinstellungen bestimmen. easyTouch ermöglicht eine interaktive Vorschau der Ergebnisse abhängig von der Mausposition im Bild. Beim Klicken mit der Maus wird die Position registriert und die Parameter werden automatisch der aktuellen Vorschau entsprechend bestimmt.
  • easyTouch+ ist eine interaktive Benutzerhilfe, die es möglich macht, die easyTouch-Funktionalität mehrmals zu nutzen. Sie können damit in bestimmten Tools die Parametereinstellungen für mehrere ausgewählte Objekte bestimmen, indem Sie bei gedrückter Strg-Taste weitere Objekte für die Verarbeitung auswählen.
  • EcoStruxure™ Machine Expert - Basic ist eine SPS-Programmiersoftware von Schneider Electric, mit der Modicon®*-SPS von Schneider Electric konfiguriert, programmiert und überwacht werden können.
  • Bei derartigen Tools handelt es sich um Tools ohne eingehende Datenverbindungen, d. h. kein Parameter des Tools ist mit einem anderen Tool verbunden. Eingabetools empfangen daher keine Eingabedaten, sondern generieren in der Regel die Eingabedaten für andere Tools.
  • Ein Eingangstrigger stellt einen Verbindungspunkt an einem Tool für eingehende Triggerverbindungen von vorherigen Tools dar. Sie befinden sich oben rechts im Tool und können Triggersignale von Tools empfangen, die über eine Triggerverbindung verbunden sind.
  • Toolergebnisse werden durch Verbindungsstellen unten links im Toolboard dargestellt. Sie werden „Standardergebnisse“ genannt, wenn sie standardmäßig sichtbar sind, bzw. „zusätzliche Ergebnisse“, wenn sie manuell über die Plus-Schaltfläche hinzugefügt werden können.
  • F
  • First In, First Out.
  • Kommandozeilenflags geben Optionen für Kommandozeilenprogramme an. Weitere Informationen zu verfügbaren Flags erhalten Sie über die Option „--help“, z. B. „merlic_creator.exe --help“.
  • Beim Fokustool handelt es sich um das bearbeitbare Tool, das im Tool-Arbeitsbereich angezeigt wird. Es dient auch als Referenzposition, wenn mehrere Tools im Tool-Flow-Panel verschoben werden.
  • Mit dem Benutzerverwaltungssystem können Sie die Zugriffsberechtigungen des Frontends für einzelne Benutzer steuern. Sie können verschieden Benutzergruppen mit individuellen Zugriffsrechten für die einzelnen Ansichten festlegen.
  • G
  • Ein GenTL Producer ist ein Softwaretreiber für die GenTL-Schnittstelle, der die Möglichkeit bietet, auf die Hardware zuzugreifen und diese zu konfigurieren sowie Bilder vom Gerät einzuziehen.
  • Ein Geradenstück ist ein geometrisches Objekt in linearer Form. Geradenstücke werden in MERLIC auf unterschiedliche Art und Weise verwendet. Sie können ein Geradenstück als ROI verwenden. Mit der entsprechenden ROI-Schaltfläche im linken Bereich des Toolboards kann in einem Tool eine Geradenstück-ROI gezeichnet werden. Eine Geradenstück-ROI kann auch das Ergebnis eines MERLIC-Tools sein. Geradenstücke werden auch für verschiedene Bildverarbeitungsaufgaben wie Messungen verwendet. Ein Kantenstück ist ein Geradenstück einer Kante, d. h. es bildet die Grenze von größeren Grauwerten zu kleineren Grauwerten und umgekehrt. Demgegenüber ist Linienstück eine längliche dünne Struktur. Sie ist entweder dunkel auf einem hellen Hintergrund oder hell auf einem dunklen Hintergrund.
  • MERLIC bietet die Möglichkeit, mehrere Tools Ihrer MERLIC-Vision-App (MVApp) in einer Gruppe zusammenzufassen. Beim Konfigurieren Ihrer MVApp kann es wünschenswert sein, Tools, die ähnliche Verarbeitungsaufgaben durchführen, zu einer Gruppe zusammenzufassen oder den Tool-Flow Ihrer MVApp mithilfe von Gruppen übersichtlicher zu gestalten. Sie können die Tools, die Sie zusammenfassen möchten, einfach im Tool-Flow auswählen und über das Kontextmenü oder über die Tastenkombination Strg+G eine Gruppe erstellen.
  • GX Works ist eine SPS-Programmiersoftware von Mitsubishi Electric. Damit können speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) der MELSEC-Serie von Mitsubishi Electric konfiguriert, programmiert und überwacht werden.
  • H
  • Bei MVTec HALCON handelt es sich um die umfassende Standardsoftware für die Bildverarbeitung mit einer integrierten Entwicklungsumgebung (HDevelop). MERLIC verwendet verschiedene HALCON-Prozeduren und andere Programmfunktionen.
  • Bei HOBJ handelt es sich um ein binäres Dateiformat, das die Möglichkeit bietet, alle möglichen ikonischen HALCON-Objekte (Bilder, Regionen und XLDs) zu schreiben und zu lesen. Da die Daten ohne Komprimierung und ohne Konvertierung geschrieben werden, sind Schreibvorgänge in diesem Dateiformat in den meisten Fällen schneller als bei anderen Dateiformaten. Daher sollte dieses Format verwendet werden, wenn eine Anwendung alle möglichen ikonischen HALCON-Objekte so schnell wie möglich lesen und schreiben muss und keine Komprimierung erforderlich ist. Für Bilder können alle HALCON-Pixeltypen geschrieben werden. Mehrkanalbilder werden unterstützt. Die Kanäle können über unterschiedliche Pixeltypen verfügen, müssen aber die gleiche Breite und Höhe aufweisen. Der Bildbereich und das Bilderstellungsdatum werden ebenfalls in der Datei gespeichert. Ein Objekttupel wird in eine einzelne Datei geschrieben.
  • I
  • MERLIC umfasst zwei verschiedenartige Plugins für die Prozessintegration: „Kommunikations-Plugins“ und „I/O-Plugins“. Beide können im MERLIC Runtime Environment Setup (MERLIC RTE Setup) konfiguriert werden. Es gibt jedoch unterschiedliche Anforderungen und Einschränkungen für die Konfiguration. I/O-Plugins können auf der MERLIC RTE Setup-Registerkarte „I/O“ konfiguriert werden. Sie können nur konfiguriert werden, wenn das MERLIC RTE momentan nicht ausgeführt wird. Darüber hinaus ist die Konfiguration nur auf dem lokalen System möglich. Bei Verwendung von I/O-Plugins für die Prozessintegration gelten abhängig vom verwendeten Gerät u. U. weitere Einschränkungen.
  • MERLIC bietet eine umfassende Lösung für alle Bildeinzugsaufgaben von einer Datei oder einem Kameragerät. Die Bildquellenverwaltung erledigt auch Aufgaben für die MERLIC-Prozessintegration wie das Ändern von Rezeptdateien. Der Bildquellen-Manager wird über .json-Dateien und optional für Kameras über .pers-Dateien konfiguriert. Der eigentliche Bildeinzug in einer MVApp wird vom Tool „Bildquelle“ durchgeführt.
  • Mit dem Begriff „Instanz“ wird ein neuer oder zusätzlicher Kontext basierend auf einem Modell beschrieben, z. B. eine ausführbare Datei, ein Plugin usw. Daher können sich Einschränkungen, Parameter und Werte einer Instanz von denen einer anderen Instanz unterscheiden, z. B. abhängig von Kommandozeilenparametern und INI-Einstellungen. Es ist möglich, mehrere Instanzen von Kommunikations-Plugins zu starten.
  • K
  • MERLIC umfasst zwei verschiedenartige Plugins für die Prozessintegration: „Kommunikations-Plugins“ und „I/O-Plugins“. Beide können im MERLIC Runtime Environment Setup (MERLIC RTE Setup) konfiguriert werden. Es gibt jedoch unterschiedliche Anforderungen und Einschränkungen für die Konfiguration. Kommunikations-Plugins können auf der MERLIC RTE Setup-Registerkarte „Kommunikation“ konfiguriert werden. Sie können nur konfiguriert werden, wenn das MERLIC RTE bereits ausgeführt wird. Im Gegensatz zu I/O-Plugins können Kommunikations-Plugins auch auf Remote-Systemen konfiguriert werden. Kommunikations-Plugins bieten mehr Möglichkeiten zum Steuern und Überwachen des Bildverarbeitungssystems im Prozessintegrationsmodus von MERLIC. Einige Kommunikations-Plugins unterstützen beispielsweise die Abfrage von Bildergebnissen. Diese Funktion wird von keinem der I/O-Plugins unterstützt.
  • M
  • Die Verarbeitungseinheit einer aktiven MERLIC-Vision-App.
  • Eine MERLIC-Rezeptdatei ist ein wesentlicher Bestandteil der MERLIC-Prozessintegration. Dabei handelt es sich um eine separate Datei (mit der Dateiendung .mrcp), die definiert, welche MERLIC-Vision-App für die Prozessintegration geladen wird. Sie definiert außerdem, wie die MVApp parametrisiert wird, da sie mehrere vordefinierte Eingabewerte für ausgewählte Toolparameter enthält. Sie können mehrere Rezeptdateien mit individuellen Eingabewerten für ein und dieselbe MVApp erstellen. Auf diese Weise können Sie eine MVApp mit verschiedenen Parametereinstellungen für unterschiedliche Szenarien der Anwendung verwenden. Darüber hinaus können Sie eine Rezeptdatei verwenden, um eine MVApp für eine völlig andere Bildverarbeitungsaufgabe zu laden.
  • Eine MERLIC-Vision-App stellt eine in MERLIC erstellte Bildverarbeitungsanwendung dar. Sie besteht aus den Tools im MERLIC Creator, den Designer-Widgets und allen Einstellungen, die in der Anwendung verwendet werden.
  • Das MERLIC RTE (Runtime Environment) ist der Name der Anwendung, die verwendet wird, um MERLIC im Prozessintegrationsmodus zu starten. Sie kann entweder über das Windows-Startmenü oder mit der ausführbaren Datei „merlic_rte.exe“ über die Kommandozeile gestartet werden.
  • Das MERLIC Runtime Environment Setup (MERLIC RTE Setup) ist eine eigenständige Anwendung, die eine grafische Benutzeroberfläche für die Konfiguration von Bildquellen für den Image Source Manager (ISM) und für die Konfiguration verschiedener Komponenten für die Prozessintegration zur Verfügung stellt. Sie können damit mehrere Bildquellen-Konfigurationen einrichten und eine Standardkonfiguration für die Prozessintegration definieren. Darüber hinaus bietet das MERLIC RTE Setup die Möglichkeit, Ihre MERLIC-Rezeptdateien zu verwalten, Geräte zu konfigurieren, für die MERLIC ein „I/O-Plugin“ bereitstellt (z. B. digitale I/O-Geräte), und alle Arten von „Kommunikations-Plugins“ zu konfigurieren. All diese Aufgaben können auf einer eigens dafür vorgesehenen Registerkarte im MERLIC RTE Setup durchgeführt werden. Außerdem können über das MERLIC RTE Setup auch Bildquellen und „Kommunikations-Plugins“ auf Remote-Systemen konfiguriert werden.
  • MQTT (Message Queuing Telemetry Transport) ist ein Netzwerkprotokoll für die Gerätekommunikation, insbesondere bei begrenzter Bandbreite.
  • Ein MVApp-Ergebnis stellt einen Ausgabeparameter für die Kommunikation mit einer SPS dar, wenn die MERLIC-Prozessintegration verwendet wird. MERLIC-Toolergebnisse, die als MVApp-Ergebnisse definiert sind, können an die SPS übertragen werden. Sie können ein Toolergebnis im MERLIC Creator zu den MVApp-Ergebnissen hinzufügen. Im Panel „MVApp-Parameter und -Ergebnisse“ wird eine Liste aller derzeit ausgewählten MVApp-Ergebnisse angezeigt.
  • Ein MVApp-Parameter stellt einen Standardparameter oder einen zusätzlichen Parameter in einer MERLIC-Vision-App dar, der bei Verwendung der MERLIC-Prozessintegration über eine Rezeptdatei geändert werden kann. Sie können einen Toolparameter im MERLIC Creator als MVApp-Parameter definieren. Im Panel „MVApp-Parameter und -Ergebnisse“ wird eine Liste aller derzeit definierten MVApp-Parameter angezeigt.
  • O
  • Organization for the Advancement of Structured Information Standards
  • P
  • Toolparameter werden durch Verbindungsstellen oben links im Toolboard dargestellt. Sie werden „Standardparameter“ genannt, wenn sie standardmäßig sichtbar sind, bzw. „zusätzliche Parameter“, wenn sie manuell über die Plus-Schaltfläche hinzugefügt werden können.
  • PERS-Dateien werden für den MERLIC Image Source Manager verwendet. Sie enthalten persistente Parameter für ein bestimmtes Kameragerät. PERS-Dateien werden zusammen mit einer .json-Konfigurationsdatei verwendet.
  • Für jede Bildquelle wird implizit ein primärer Parametersatz erstellt. Er enthält eine bestimmte Konfiguration der Kameraparameter. Die Konfiguration kann angepasst werden. Ein primärer Parametersatz kann jedoch nicht gelöscht werden.
  • MERLIC kann in industriellen Bildverarbeitungssystemen, die in eine Fertigungseinrichtung integriert sind, eingesetzt werden. Die Maschinensteuerung, z. B. eine SPS (speicherprogrammierbare Steuerung), muss in der Lage sein, ein integriertes Erkennungssystem zu steuern, die Ausführung zu überwachen und die Ergebnisse abzufragen. MERLIC verfügt daher über einen Prozessintegrationsmodus, der eine Kommunikation mit einer Maschinensteuerung ermöglicht. Der Prozessintegrationsmodus kann über die Anwendung „MERLIC RTE“ gestartet werden, die mit der MERLIC-Installation bereitgestellt wird.
  • Q
  • Die QuickInfo ist eine kurze Beschreibung eines MERLIC-Tools. Sie wird direkt im Toolboard angezeigt und beschreibt, wie das jeweilige Tool verwendet wird.
  • R
  • „Representational State Transfer“ (REST) ist eine Softwarearchitektur für den Datenaustausch zwischen Softwaresystemen. Eine RESTful-API ist eine API, die sich an die Grundsätze von REST hält. Ressourcen werden durch URLs dargestellt. Interaktionen mit diesen Ressourcen werden mit HTTP-Methoden wie „GET“, „POST“, „PUT“ und „DELETE“ durchgeführt.
  • Wenn ein neues Ergebnis verfügbar ist und die Anzahl der Ergebnisse die Puffergröße übersteigt, wird das älteste Ergebnis verworfen.
  • Mit ROIs werden Tools auf die Verarbeitung eines bestimmten Bildbereichs eingeschränkt. Die Ausgabe dieser Tools enthält daher nur Ergebnisse in Bezug auf diese ROIs. ROIs können manuell sowie mit easyTouch und easyTouch+ erstellt werden.
  • S
  • Supervisory Control and Data Acquisition
  • Der semantische Typ definiert die Datenklasse eines Parameters oder eines Ergebnisses, d. h. die Art der Daten, die ein Parameter oder ein Ergebnis enthält. Einige der wichtigsten semantischen Typen sind ikonische Daten (Bilder, Regionen, ROIs, Konturen), elementare Daten (Nummern, ganze Zahlen, reelle Zahlen, Zeichenfolgen), geometrische Daten (Winkel, Koordinaten) und Handles.
  • Ein MERLIC-Tool kann Standardergebnisse und zusätzliche Ergebnisse beinhalten. Eine Verbindungsstelle wird als Standardergebnis bezeichnet, wenn sie beim Einfügen des Tools standardmäßig sichtbar ist.
  • Ein MERLIC-Tool kann Standardparameter und zusätzliche Parameter beinhalten. Eine Verbindungsstelle wird als Standardparameter bezeichnet, wenn sie beim Einfügen des Tools standardmäßig sichtbar ist.
  • T
  • Ein MERLIC-Tool ist eine modulare Einheit mit einer speziellen Funktionalität. Es kann verwendet werden, um eine bestimmte Aufgabe einer Bildverarbeitungsanwendung zu lösen, um Bedingungen und Ausdrücke zu definieren oder um mit verschiedenen Geräten zu kommunizieren. Tools bilden die elementaren Bestandteile einer MERLIC-Vision-App.
  • Der Tool-Arbeitsbereich ist Bestandteil der grafischen Benutzeroberfläche des MERLIC Creators. Darin wird das Toolboard für das derzeit ausgewählte Tool angezeigt. Im Tool-Arbeitsbereich können somit die Einstellungen und Verbindungen von Tools geändert werden.
  • Die Tool-Bibliothek ist Bestandteil der grafischen Benutzeroberfläche des MERLIC Creators. Sie stellt die Bibliothek der bereitgestellten MERLIC-Tools gegliedert in verschiedene Kategorien dar. Sie enthält somit alle Tools, die in MERLIC verfügbar sind. Sie können ein Tool aus der Tool-Bibliothek durch Ziehen und Ablegen oder durch Doppelklicken zum Arbeitsbereiche hinzufügen.
  • Der Tool-Flow einer MERLIC-Vision-App (MVApp) stellt die Sequenz der Tools und Toolverbindungen dar, die für die MVApp konfiguriert wurden. Er definiert die einzelnen Bildverarbeitungsschritte, die bei der Ausführung der MVApp durchgeführt werden, und visualisiert die Abhängigkeiten zwischen Tools. Der Tool-Flow der aktuellen MVApp wird im Tool-Flow-Panel des MERLIC Creators angezeigt.
  • Das Tool-Flow-Panel ist Bestandteil der grafischen Benutzeroberfläche des MERLIC Creators. Es visualisiert den Tool-Flow der aktuellen MERLIC-Vision-App (MVApp), d. h. die Tools und Toolverbindungen, die in der MVApp verwendet werden. Es bietet eine Übersicht über die Bildverarbeitungsschritte, die mit der MVApp durchgeführt werden, und den aktuellen Zustand der einzelnen Tools und Verbindungen. Das Tool-Flow-Panel bietet auch verschiedene Optionen, um die MVApp zu modifizieren, z. B. Tools hinzufügen oder Tools gruppieren.
  • Ein Toolboard stellt das Fenster eines einzelnen MERLIC-Tools im Tool-Arbeitsbereich dar. Es kann ein Grafikfenster, Bereiche für die Durchführung eines Trainings oder einer Konfiguration, Eingabefelder für Ausdrücke, Parameter und Ergebnisse, verfügbare Schaltflächen für ROIs und die QuickInfo enthalten.
  • Einige MERLIC-Tools führen für die Bestimmung der besten Anwendungsparameter ein Training aus. Diese Tools unterstützen zwei Modi: einen Trainingsmodus und einen Verarbeitungsmodus. Der Trainingsmodus kann verwendet werden, um die Trainingsbilder und die Parameter für das Training festzulegen. Die trainierten Daten können dann im Verarbeitungsmodus getestet werden. Sie können zwischen Trainingsmodus und Verarbeitungsmodus wechseln, indem Sie auf die entsprechende Bildvorschau links im Toolboard klicken.
  • Bei einem Trigger handelt es sich um ein Signal, mit dem die Ausführungsreihenfolge von Tools gesteuert oder Tools bei der Parallelverarbeitung synchronisiert werden können. Trigger werden durch die Verbindungsstellen oben und unten rechts im Toolboard dargestellt.
  • Bei einer Triggerverbindung handelt es sich um eine Beziehung zwischen zwei MERLIC-Tools. Sie kann zum Senden von Triggersignalen von einem Ausgangstrigger zu einem Eingangstrigger eines nachfolgenden Tools verwendet werden. Triggerverbindungen werden durch gestrichelte Pfeile visualisiert. Sie können manuell durch Ziehen des Verbindungshandles von einem Ausgangstrigger zum gewünschten Eingangstrigger eines nachfolgenden Tools erstellt werden.
  • Bei einem Tupel handelt es sich um eine Liste von Elementen, z. B. numerischen Werten und Zeichenfolgen.
  • V
  • Bei derartigen Tools handelt es sich um Tools mit eingehenden und ausgehenden Datenverbindungen. Das heißt, dass mindestens ein Parameter mit einem vorherigen Tool und mindestens ein Ergebnis mit einem nachfolgenden Tool verbunden ist. Verarbeitungstools senden daher Ausgabedaten und empfangen Eingabedaten.
  • Verbindungsstellen sind interaktive Elemente in Form von Registerkarten, mit denen Sie den Namen, den Wert und den semantischen Typ von Toolparametern, Trainingsparametern, Toolergebnissen und Triggern anpassen können. Verbindungsstellen befinden sich oben links (Toolparameter), oben rechts (Trainingsparameter und/oder Eingangstrigger), unten links (Toolergebnisse und/oder Zweigtrigger) sowie unten rechts (Ausgangstrigger) im Toolboard. Verbindungsstellen, die standardmäßig angezeigt werden, werden „Standardparameter“ und „Standardergebnisse“ genannt. Verbindungsstellen, die manuell über die Plus-Schaltfläche hinzugefügt werden können, werden „zusätzliche Parameter“ und „zusätzliche Ergebnisse“ genannt.
  • Wie die Basissequenz erfassen verwaltete Sequenzen ein Bild pro Bildquelle, verwenden hierfür jedoch den entsprechenden alternativen Parametersatz. Wenn der entsprechende alternative Parametersatz für eine Bildquelle nicht vorhanden ist, wird stattdessen der primäre Parametersatz verwendet. Verwaltete Sequenzen werden automatisch erstellt, entfernt und aktualisiert, wenn Bildquellen oder Parametersätze hinzugefügt oder entfernt werden.
  • Z
  • Die Z-Reihenfolge von Widgets im MERLIC-Designer ist eine Eigenschaft, mit der Sie festlegen können, was beim Starten des MERLIC-Frontends im Hintergrund und im Vordergrund angezeigt wird. Widgets mit einer höheren Z-Reihenfolge werden über Widgets mit einer kleineren Z-Reihenfolge angezeigt. Der Wert sollte zwischen -8388607 und 8388607 liegen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
  • Wenn ein Toolergebnis eines MERLIC-Tools standardmäßig nicht sichtbar ist, wird dieses als zusätzliches Ergebnis bezeichnet. Wenn ein Tool über zusätzliche Ergebnisse verfügt, können diese über die Plus-Schaltfläche rechts neben dem Standardergebnis angezeigt werden.
  • Wenn ein Toolparameter eines MERLIC-Tools standardmäßig nicht sichtbar ist, wird dieser als zusätzlicher Parameter bezeichnet. Wenn ein Tool über zusätzliche Parameter verfügt, können diese über die Plus-Schaltfläche rechts neben den Standardparametern angezeigt werden.
  • Ein Zweigtrigger ist ein Verbindungspunkt für ausgehende Triggerverbindungen des Tools „Gemäß Bedingung verzweigen“. Zweigtrigger sind standardmäßig nicht aktiv. Sie werden zum Senden von Triggersignalen an verbundene Tools abhängig vom Ergebnis einer Bedingung verwendet.