Die INI-Datei von MERLIC

Auf dieser Seite wird die allgemeine Konfigurationsdatei von MERLIC beschrieben. Sie heißt standardmäßig „MERLIC5.ini“. Damit können Sie verschiedene Einstellungen für die einzelnen Komponenten von MERLIC konfigurieren. Die Konfigurationseigenschaften sind in verschiedenen Abschnitten gruppiert.

Sie können außerdem weitere Konfigurationsdateien mit angepassten Einstellungen für spezielle Anwendungsfälle erstellen. Dies bietet auch die Möglichkeit, mehrere MERLIC- oder MERLIC RTE-Instanzen mit unterschiedlichen Konfigurationen zu verwenden. Wenn Sie die Konfiguration einer INI-Datei verwenden möchten, müssen Sie MERLIC oder MERLIC RTE mit der entsprechenden INI-Datei starten. Weitere Informationen finden Sie unter Mehrere MERLIC RTE-Instanzen verwenden.

Die folgenden Abschnitte enthalten einige allgemeine Informationen, z. B. Informationen zum Speicherort der Konfigurationsdatei oder Informationen zum Definieren weiterer Konfigurationsdateien. Darüber hinaus finden Sie ausführliche Informationen zu den verfügbaren Konfigurationseigenschaften. Die Konfigurationsdatei im Allgemeinen wird einfach als „INI-Datei“ bezeichnet, um Missverständnisse zu vermeiden, auf welche Konfigurationsdatei verwiesen wird.

Allgemeine Informationen

Speicherort

Unter Windows befindet sich die automatisch erzeugte „MERLIC5.ini“-Datei im folgenden Standardverzeichnis: "C:\Users\<username>\AppData\Roaming\MVTec". Sie können auch "%APPDATA%\MVTec" im Datei-Explorer eingeben, um zu diesem Verzeichnis zu gelangen.

Unter Linux müssen Sie die INI-Datei nach der Installation manuell bereitstellen. Die standardmäßige „MERLIC5.ini“ wird im folgenden Verzeichnis erwartet: „~/.config/MVTec/“. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt MERLIC5.ini-Datei bereitstellen unter MERLIC unter Linux installieren.

Versionen

Bei der Aktualisierung auf eine neue Version von MERLIC kann die Abwärtskompatibilität der INI-Datei beeinträchtigt werden. Daher wird empfohlen, eine Kopie Ihrer INI-Datei und Ihrer MVApps zu speichern, bevor sie in einer neuen Version von MERLIC verwendet werden.

Für diese MERLIC-Version heißt die standardmäßig erzeugte und verwendete INI-Datei „MERLIC5.ini“. Für frühere Hauptversionen von MERLIC wird standardmäßig eine andere INI-Datei verwendet.

MERLIC-Version

Name der INI-Datei

≥ 5.0

MERLIC5.ini

4.4.0 bis 4.8.0

MERLIC4.ini

< 4.4.0

MERLIC.ini

Es gibt zwei Möglichkeiten, um Ihre MERLIC-Version zu ermitteln:

  • Öffnen Sie im MERLIC Creator über den Menüeintrag „Hilfe → Über“ das Dialogfeld „Über MERLIC“.
  • Verwenden Sie die Kommandozeilenoption „-V“ oder „--version“ für die ausführbare MERLIC-Datei „merlic_creator.exe“. Weitere Informationen zu den verfügbaren Kommandozeilenoptionen finden Sie unter MERLIC Frontend unter Windows starten.

Zusätzliche INI-Dateien verwenden

Standardmäßig wird MERLIC mit der Konfiguration der „MERLIC5.ini“-Standarddatei gestartet. Sie können aber auch eine weitere INI-Datei mit einer anderen Konfiguration erstellen und MERLIC dann mit der neuen INI-Datei starten. Auf diese Weise können Sie verschiedene Konfigurationen für verschiedene Anwendungsfälle erstellen, beispielsweise, wenn Sie gleichzeitig mehrere Instanzen von MERLIC mit unterschiedlichen Konfigurationen verwenden möchten.

Um eine neue INI-Datei zu erstellen, können Sie die standardmäßige „MERLIC5.ini“ kopieren, die Konfiguration wie gewünscht anpassen und die Datei am gewünschten Speicherort speichern.

Um MERLIC mit einer bestimmten INI-Datei zu starten, müssen Sie wie nachstehend beschrieben die Kommandozeile verwenden:

  1. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und wechseln Sie in das Verzeichnis „bin\x64-win64“ unter dem MERLIC-Installationspfad, z. B. „%PROGRAMFILES%\MVTec\MERLIC-5.8\bin\x64-win64“.
  2. Verwenden Sie die Kommandozeilenoption „--ini“, um den Pfad und den Namen der gewünschten INI-Datei wie im folgenden Beispiel gezeigt anzugeben. Wenn die INI-Datei nicht vorhanden ist, wird sie bei diesem Aufruf automatisch erstellt.
    Kopieren
    merlic_creator.exe --ini <FILE>

Die Kommandozeilenoption „--ini“ kann auch für die ausführbare Datei anderer MERLIC-Anwendungen verwendet werden:

  • merlic_frontend.exe
  • merlic_rte.exe
  • merlic_rte_setup.exe

Weitere Informationen zum Starten der jeweiligen MERLIC-Anwendung finden Sie auf den folgenden Seiten:

Eigenschaften in der INI-Datei außer Kraft setzen

Wenn Sie MERLIC über die Kommandozeile starten, haben Sie die Möglichkeit, einige Eigenschaften der INI-Datei außer Kraft zu setzen. Mit den verfügbaren Kommandozeilenoptionen können Sie spezielle Einstellungen für die aktuelle Sitzung definieren. Die angegebene Option in der Kommandozeile überschreibt den Wert, der für die jeweilige Eigenschaft in der INI-Datei festgelegt ist.

Gleiches gilt für zusätzliche INI-Dateien. Wenn MERLIC mit einer angepassten INI-Datei verwendet wird, überschreiben die Eigenschaften in der jeweiligen INI-Datei die Konfiguration der standardmäßigen „MERLIC5.ini“-Datei.

Es gilt folgende Hierarchie für Startoptionen:

  1. Kommandozeilenoptionen.
  2. Optionen der in der Kommandozeile angegebenen INI-Datei.
  3. Optionen der „MERLIC5.ini“-Standarddatei.
  4. Wenn keine INI-Datei vorhanden ist, erstellt MERLIC beim Start eine solche Datei im Standardverzeichnis oder in dem in der Kommandozeile angegebenen Verzeichnis.

Aufbau und Codierung

Die INI-Datei besteht aus verschiedenen Abschnitten, die Einstellungen für die jeweilige Komponente enthalten. Die Abschnitte werden chronologisch hinzugefügt und von MERLIC ggf. automatisch umgeordnet. Die Namen der Abschnitte in der INI-Datei stehen in eckigen Klammern [ ]. Wenn Sie die INI-Datei manuell bearbeiten, können Sie neue Abschnitte beliebig über oder unter vorhandenen Abschnitten hinzufügen.

Die INI-Datei muss auf allen Plattformen die UTF-8-Zeichencodierung aufweisen. Es ist möglich, normale Schrägstriche „/“ und umgekehrte Schrägstriche „\“ als Pfadtrennzeichen in der INI-Datei zu verwenden. Zeilen, die mit „#“ beginnen, werden von MERLIC ignoriert.

Abschnitte

Nachstehend finden Sie ausführliche Informationen zu den verfügbaren Abschnitten und Eigenschaften für die INI-Datei. Derzeit können Sie Eigenschaften in den folgenden Abschnitten definieren:

[General]

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

GuiLanguage

 

Mit dieser Option können Sie die Sprache der Benutzeroberfläche ändern. MERLIC verwendet standardmäßig die Sprache, die bei der Installation von MERLIC ausgewählt wurde.

Die folgenden Sprachen sind verfügbar:

  • de_DE: Deutsch
  • de_DE: Englisch
  • ja_JP: Japanisch
  • zh_CN: Vereinfachtes Chinesisch

Das MERLIC Frontend bietet weitere Sprachoptionen: Weitere Informationen zum Festlegen der Sprache des Frontends finden Sie unter Sprache für das MERLIC Frontend ändern.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden.

BearbeitenEinstellungenAllgemeinSprache

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

HalconDisableCudnnOptimization

true

Mit dieser Eigenschaft können die dynamischen Optimierungen über die NVIDIA® CUDA® Deep Neural Network-Bibliothek (cuDNN) aktiviert oder deaktiviert werden.

Diese Optimierung bezieht sich auf MERLIC-Tools mit Deep Learning-Technologie, z. B. Anomalien finden. Standardmäßig ist diese Eigenschaft auf „true“ festgelegt, d. h., es wird keine zusätzliche Optimierung durchgeführt.

Bei Einstellung auf „false“ werden zusätzliche Optimierungen durchgeführt, wenn in einem MERLIC-Tool eine GPU als Recheneinheit ausgewählt wird. Abhängig von den Fähigkeiten der ausgewählten GPU beansprucht die aktivierte Optimierung erheblich mehr Zeit. Sie führt in der Regel aber zu einer besseren Inferenzleistung und somit zu kürzeren Zykluszeiten. Durch die Optimierung wird die erforderliche Dauer für die folgenden Prozesse verbessert:

  • Laden von MVApps, die MERLIC-Tools mit Deep Learning-Technologie enthalten
  • Beim Konfigurieren eines MERLIC-Tools mit Deep Learning-Technologie:
    • Übernehmen der Trainingsdaten (sofern ein Trainingsmodus für das Tool verfügbar ist)
    • Auswählen einer anderen Modelldatei
    • Festlegen einer GPU als Recheneinheit

Wenn Sie die cuDNN-Optimierung verwenden möchten, müssen Sie den Treiber der GPU auf die neueste Version aktualisieren. Andernfalls wird die Optimierung über die cuDNN-Bibliothek möglicherweise nicht unterstützt. MERLIC muss neu gestartet werden, wenn diese Einstellung geändert wird.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden.

BearbeitenEinstellungenAllgemeinModell-Optimierung deaktivieren

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

HDevelopDebugPort

57786

Diese Eigenschaft definiert den HDevelop Debug-Port, der für die Verbindung zu MERLIC zum Debuggen von benutzerdefinierten Tools in einem speziellen Debugmodus von HDevelop verwendet wird.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenBenutzerdefinierte ToolsHDevelop Debug-Port

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

HDevelopDebugServer

false

Diese Eigenschaft legt fest, ob der HDevelop-Debugserver, der zum Debuggen von benutzerdefinierten MERLIC-Tools in einem speziellen Debugmodus von HDevelop erforderlich ist, aktiviert wird. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Der HDevelop-Debugserver wird beim Start von MERLIC automatisch gestartet.
  • false: Der HDevelop-Debugserver wird nicht aktiviert.
GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden.

BearbeitenEinstellungenBenutzerdefinierte ToolsHDevelop Remote-Debugging aktivieren

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

ImageSourceConfigurationPorts

 

Mit dieser Eigenschaft können die festen Ports für die Konfigurationsdienste für den Image Source Manager (ISM) definiert werden, wenn das MERLIC RTE Setup auf einem Remote-System verwendet wird. Sie müssen drei Ports angeben, damit die Remote-Konfiguration ordnungsgemäß funktioniert, z. B. „10123;10124;10125“. Sie können Ports im Bereich von 1024 bis 65535 verwenden. Wenn Sie diese Eigenschaft zum Festlegen der Ports verwenden, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Die angegebenen Ports müssen frei sein. Andernfalls werden der MERLIC Creator und MERLIC RTE nicht gestartet, sodass kein Zugriff auf die Konfiguration im MERLIC RTE Setup möglich ist.
  • Die angegebenen Ports dürfen sich nicht mit den Ports überlappen, die für die Eigenschaft PluginConfigurationPorts im [Communicator]-Abschnitt festgelegt sind. Andernfalls können die Konfigurationsdienste nicht gleichzeitig verwendet werden.

Wenn diese Eigenschaft zum Definieren fester Ports verwendet wird, kann nur eine MERLIC Creator- und MERLIC RTE-Instanz gestartet werden.

IniVersion

4

Diese Eigenschaft wird von MERLIC verwendet, um gültige Schlüssel und Werte zu bestimmen. Für die aktuelle MERLIC-Version muss sie auf 4 festgelegt werden.

LineWidth

2 [px]

Diese Eigenschaft speichert die Breite von Linien, die in MERLIC visualisiert werden. Die Angabe erfolgt in Pixeln.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenAllgemeinLinienbreite

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

MainWindowGeometry

 

Diese Eigenschaft speichert die Position und Darstellung des MERLIC Creator-Fensters in einem ByteArray.

MainWindowMaximized

false

Diese Eigenschaft legt fest, ob das MERLIC Creator-Fenster beim Öffnen maximiert wird. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Das Fenster wird maximiert.
  • false: Das Fenster wird nicht maximiert.

MainWindowState

 

Diese Eigenschaft speichert die Darstellung und den Zustand der Komponenten im MERLIC Creator-Fenster in einem ByteArray.

Weitere Informationen zum Anpassen der Benutzeroberfläche finden Sie unter MERLIC-Einstellungen.

OpenUpdateDialog

true

Diese Eigenschaft legt fest, ob der Dialog, der Benutzer über ein verfügbares Update für MERLIC benachrichtigt, beim Start angezeigt wird. Es ist möglich, die Benachrichtigungen zu deaktivieren, es ist jedoch nicht möglich, die Prüfung auf verfügbare Updates zu deaktivieren. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Wenn ein Update verfügbar ist, wird der Updatedialog beim Start angezeigt.
  • false: Wenn ein Update verfügbar ist, wird der Updatedialog beim Start nicht angezeigt.
GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden.

BearbeitenEinstellungenAllgemeinDialog anzeigen, wenn ein neues Update vorliegt

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

ProceduresPath

<leer>

Mit dieser Eigenschaft kann der Speicherort von benutzerdefinierten MERLIC-Prozeduren (*.hdpl) festgelegt werden. Der Speicherort muss als absoluter Dateipfad zur HDevelop-Prozedur angegeben werden. Wenn Sie mehrere Prozedurpfade angeben möchten, können Sie die Pfade in einer Liste mit Semikolons als Trennzeichen angeben.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden.

BearbeitenEinstellungenBenutzerdefinierte ToolsZusätzlicher Prozedurenpfad

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

ShowStartupDialog

true

Diese Eigenschaft legt fest, ob der Startdialog im MERLIC Creator beim Start angezeigt wird. Es ist möglich, den Startdialog zu deaktivieren. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Der Startdialog wird beim Start angezeigt.
  • false: Der Startdialog wird beim Start nicht angezeigt.

Weitere Informationen zum Startdialog und zum Anpassen der Benutzeroberfläche finden Sie unter Startdialog und MERLIC-Einstellungen.

StartServer

true

Die folgende Eigenschaft legt fest, ob ein Server gestartet werden soll. Wenn MERLIC mit der Prozessintegration und einem Remote-Frontend verwendet werden soll, muss ein Server gestartet werden. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Der Server wird bei der Initialisierung von MERLIC aktiviert. Die jeweiligen Servereinstellungen müssen im Abschnitt [Server] definiert werden.
  • false: Der Server wird bei der Initialisierung von MERLIC nicht aktiviert.

StartupDialogState

 

Diese Eigenschaft legt fest, ob die Abschnitte „Letzte MVApps“ und „Beispiele“ im Startdialog erweitert oder reduziert werden sollen und wo der Splitter zwischen den beiden Abschnitten positioniert werden soll.

ToolPath

<leer>

Mit dieser Eigenschaft kann der Speicherort von benutzerdefinierten MERLIC-Tools festgelegt werden. Der Speicherort muss als absoluter Dateipfad zur HDevelop-Prozedur, die das benutzerdefinierte Tool darstellt, angegeben werden. Wenn Sie mehrere Toolpfade angeben möchten, können Sie die Pfade in einer Liste mit Semikolons als Trennzeichen angeben. MERLIC sucht dann in den definierten Pfaden nach Dateien in den Formaten *.mvtools, *.hdpl und *.hdvp. Dateien dieser Formate werden in MERLIC geladen und integriert.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden.

BearbeitenEinstellungenBenutzerdefinierte ToolsToolpfade

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

VisualizeSkippedTools

 

Über die diese Eigenschaft können Sie festlegen, ob MERLIC die Tools hervorhebt, die in der letzten Iteration nicht ausgeführt wurden. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Die Hervorhebung ist aktiviert.
  • false: Die Hervorhebung ist nicht aktiviert.
GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenAllgemeinTools hervorheben, die nicht ausgeführt wurden

Weitere Informationen finden Sie unter Tool-Flow.

[colors]

Die Eigenschaften in diesem Abschnitt definieren die Farben, die von MERLIC zum Visualisieren der verschiedenen Tools und Widgets in MERLIC verwendet werden.

Die Farbwerte werden entweder im Hexadezimalformat oder als benannte Farben gemäß dem HTML-Standard ausgedrückt. Benutzerdefinierte Farben sind möglich. In diesem Fall sind die Einstellungen für „Schlüssel“ und „Wert“ identisch.

Wert

Beschreibung

accepted

Diese Farbe wird für die easyTouch-Vorschau in MERLIC-Tools mit einem Trainingsmodus verwendet, z. B. in Matching-Tools oder Tools zum Lesen von Codes. Wenn easyTouch bei einem Trainingsbild verwendet wird, um ein geeignetes Objekt oder einen geeigneten Code für das Training zu finden, visualisiert easyTouch über eine entsprechende Färbung des Rahmens, ob der Bildteil im aktuell ausgewählten Bereich für das Training geeignet ist. Wenn der Bildteil geeignet ist, wird der Rahmen in der für „accepted“ definierten Farbe angezeigt.

Diese Farbe wird auch in einigen MERLIC-Tools ohne Trainingsmodus verwendet, um Regionen oder Konturen hervorzuheben, die den aktuellen Parametereinstellungen des Tools entsprechen, z. B. für die akzeptierten Regionen im Tool Regionen bewerten.

easy_touch

Diese Farbe wird für easyTouch verwendet, um die vorläufigen Ergebnisse hervorzuheben, die in der Vorschau angezeigt werden können, bevor die Auswahl mit einem Mausklick bestätigt wird.

fail

Diese Farbe wird für easyTouch in MERLIC-Tools zum Lesen von Codes verwendet. Wenn Sie den Mauszeiger über einen Bereich bewegen, in dem die Decodierung fehlgeschlagen ist, wird der Rahmen dieses Bereichs in dieser Farbe hervorgehoben.

ok

Diese Farbe wird für easyTouch verwendet, um die Regionen oder Konturen hervorzuheben, die über easyTouch mit einem Mausklick ausgewählt wurden.

region_input

Diese Farbe wird zum Hervorheben des Rahmens von Eingaberegionen verwendet, die von einem vorherigen Tool übertragen werden.

rejected

Diese Farbe wird für die easyTouch-Vorschau in MERLIC-Tools mit einem Trainingsmodus verwendet, z. B. in Matching-Tools oder Tools zum Lesen von Codes. Wenn easyTouch bei einem Trainingsbild verwendet wird, um ein geeignetes Objekt oder einen geeigneten Code für das Training zu finden, visualisiert easyTouch über eine entsprechende Färbung des Rahmens, ob der Bildteil im aktuell ausgewählten Bereich für das Training geeignet ist. Wenn der Bildteil nicht geeignet ist, wird der Rahmen in der für „rejected“ definierten Farbe angezeigt.

Diese Farbe wird auch in einigen MERLIC-Tools ohne Trainingsmodus verwendet, um Regionen oder Konturen hervorzuheben, die nicht den aktuellen Parametereinstellungen des Tools entsprechen, z. B. für die zurückgewiesenen Regionen im Tool Regionen bewerten.

roi_active

Diese Farbe wird für die derzeit ausgewählte ROI (Region of Interest) verwendet.

roi_inactive

Diese Farbe wird für die derzeit nicht ausgewählten ROIs (Regions of Interest) verwendet.

warning

Diese Farbe wird für die easyTouch-Vorschau in MERLIC-Tools mit einem Trainingsmodus verwendet, z. B. in Matching-Tools oder Tools zum Lesen von Codes. Wenn easyTouch bei einem Trainingsbild verwendet wird, um ein geeignetes Objekt oder einen geeigneten Code für das Training zu finden, visualisiert easyTouch über eine entsprechende Färbung des Rahmens, ob der Bildteil im aktuell ausgewählten Bereich für das Training geeignet ist. Wenn die Daten im Bildteil nicht für ein gutes Ergebnis ausreichen, wird der Rahmen in der für „warning“ definierten Farbe angezeigt.

GUI-Einstellungen

Die Farben können auch im MERLIC Creator konfiguriert werden: „BearbeitenEinstellungenFarben“.

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

[Communicator]

Mit den Eigenschaften in diesem Abschnitt können bestimmte Porteinstellungen für MERLIC RTE und Kommunikations-Plugins konfiguriert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurationsoptionen für das MERLIC RTE und Zusätzliche Einstellungen für Kommunikations-Plugins.

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

CommandPort

21591

Diese Eigenschaft definiert den Befehlsport, der für die Kommunikation im MERLIC-Prozessintegrationsmodus, d. h. für MERLIC RTE, verwendet werden soll. Sie können Portnummern im Bereich von 1 bis 65535 einstellen.

Dieser Port kann auch über die Kommandozeilenoption „--command_port“ festgelegt werden. Die Einstellungen werden jedoch nur für die jeweilige Sitzung angewendet.

CommandTimeout

5000 [ms]

Diese Eigenschaft definiert das Timeout in Millisekunden für Befehle, die von Kommunikations-Plugins gesendet werden, falls MERLIC RTE nicht antwortet.

ConfigDir

Windows:

%AppData%\MVTec\Communicator\conf\

Linux:

~/.config/MVTec/Communicator/conf

Diese Eigenschaft definiert das Verzeichnis für die JSON-Konfigurationsdateien von Kommunikations-Plugins.

Weitere Informationen finden Sie unter Zusätzliche Einstellungen für Kommunikations-Plugins.

EventPort

21590

Diese Eigenschaft definiert den Ereignisport, der für die Kommunikation im MERLIC-Prozessintegrationsmodus, d. h. für MERLIC RTE, verwendet werden soll. Sie können Portnummern im Bereich von 1 bis 65535 einstellen.

Dieser Port kann auch über die Kommandozeilenoption „--event_port“ festgelegt werden. Die Einstellungen werden jedoch nur für die jeweilige Sitzung angewendet.

PluginConfigurationPorts

 

Diese Eigenschaft definiert die festen Ports für die Konfigurationsdienste für Kommunikations-Plugins, wenn das MERLIC RTE Setup auf einem Remote-System verwendet wird. Sie müssen drei Ports angeben, damit die Remote-Konfiguration ordnungsgemäß funktioniert, z. B. „10123;10124;10125“. Sie können Ports des Betriebssystems im Bereich von 1024 bis 65535 verwenden.

Wenn Sie diese Eigenschaft zum Festlegen der Ports verwenden, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Die angegebenen Ports müssen frei sein. Andernfalls wird MERLIC RTE nicht gestartet, sodass kein Zugriff auf die Konfiguration im MERLIC RTE Setup möglich ist.
  • Die angegebenen Ports dürfen sich nicht mit den Ports überlappen, die für die Eigenschaft ImageSourceConfigurationPorts im [General]-Abschnitt festgelegt sind. Andernfalls können die Konfigurationsdienste nicht gleichzeitig verwendet werden.

Wenn diese Eigenschaft zum Definieren fester Ports verwendet wird, kann nur eine MERLIC RTE-Instanz gestartet werden. Wenn Sie eine zweite MERLIC RTE-Instanz verwenden möchten, müssen Sie die zweite Instanz mit anderen Porteinstellungen starten.

PluginDir

 

Diese Eigenschaft definiert die Verzeichnisse, in denen Kommunikations-Plugins gesucht werden sollen. Die Verzeichnisse können in einer Liste mit Semikolons als Trennzeichen definiert werden.

Diese Einstellung ist erforderlich, wenn Sie ein eigenes Kommunikations-Plugin implementiert und die zugehörige Plugin-Bibliothek an einem anderen Speicherort als dem Speicherort für die Kommunikations-Plugins im Lieferumfang von MERLIC gespeichert haben.

Vergewissern Sie sich, dass Sie alle Verzeichnisse angeben haben, in denen sich Kommunikations-Plugins befinden – auch den Standardspeicherort der MERLIC-Kommunikations-Plugins.

Wenn derselbe Plugin-Name in mehreren Verzeichnissen vorkommt, bestimmt die Reihenfolge, in der die Verzeichnisse angegeben werden, den Vorrang.

Die Kommunikations-Plugins werden standardmäßig in dem Verzeichnis gesucht, in dem sich die ausführbaren MERLIC-Dateien befinden:

  • %PROGRAMFILES%\MVTec\MERLIC-5.8 (Windows-Installation mit Administratorrechten)
  • %LOCALAPPDATA%\Programs\MVTec\MERLIC-5.8 (Windows-Installation ohne Administratorrechte)

Weitere Informationen finden Sie unter Zusätzliche Einstellungen für Kommunikations-Plugins.

[Designer]

Dieser Abschnitt enthält Eigenschaften für den Arbeitsbereich des MERLIC Designers. Diese Einstellungen können auch in der grafischen Benutzeroberfläche des MERLIC Designers angepasst werden.

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

GridColor

#ffff00

Diese Eigenschaft legt die Farbe des Gitters fest. Wenn Sie die Farbe in der INI-Datei festlegen, müssen Sie den entsprechenden Hexadezimalwert verwenden. Die Farbe kann jedoch auch in der grafischen Benutzeroberfläche des MERLIC Designers über „Bearbeiten → Gittereigenschaften“ angepasst werden.

GridSize

20

Diese Eigenschaft legt die Größe des Gitters in Pixeln fest. Die Größe kann auch in der grafischen Benutzeroberfläche des MERLIC Designers über „Bearbeiten → Gittereigenschaften“ angepasst werden.

ShowGrid

true

Diese Eigenschaft legt fest, ob das Gitter im Arbeitsbereich angezeigt wird. Legen Sie die Eigenschaft auf „false“ fest, um das Gitter zu deaktivieren. Alternativ können Sie diese Eigenschaft über die grafische Benutzeroberfläche des MERLIC Designers über den Menüeintrag „Bearbeiten → Gitter anzeigen“ ändern.

SnapToGrid

true

Diese Eigenschaft legt fest, ob Widgets am Gitter einrasten, wenn sie an eine neue Position verschoben werden. Legen Sie die Eigenschaft auf „false“ fest, um diesen Modus zu deaktivieren. Alternativ können Sie diese Eigenschaft über die grafische Benutzeroberfläche des MERLIC Designers über den Menüeintrag „Bearbeiten → An Gitter einrasten“ ändern.

GUI-Einstellungen

Die Raster können auch im Frontend Designer über die Menüleiste oder das Menü „Bearbeiten“ konfiguriert werden: „BearbeitenGittereigenschaften

Weitere Informationen finden Sie unter Benutzeroberfläche anpassen.

[Frontend]

Dieser Abschnitt enthält Eigenschaften für Verbindungen zum Frontend sowie für Verbindungen zwischen dem Frontend und dem MERLIC Creator. Das MERLIC Frontend ist über die MERLIC-Server-Komponente mit dem MERLIC Creator verbunden. MERLIC-Server und MERLIC Frontend kommunizieren via IPC (Inter Process Communication).

Verbindungseinstellungen

Sie können die folgenden Frontend-Eigenschaften konfigurieren. Jede dieser Eigenschaften verfügt über einen vordefinierten Standardwert, der verwendet wird, wenn weder in der INI-Datei noch im Kommandozeilenbefehl ein Wert dafür angegeben wird:

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

CycleTime

50 [ms]

Das MERLIC Frontend fragt den MERLIC-Server kontinuierlich auf neue Daten ab. Die Eigenschaft „CycleTime“ definiert den Zeitraum, der zwischen zwei Abfrageanforderungen mindestens vergeht. Sie wird in Millisekunden angegeben.

Damit kann das MERLIC Frontend gedrosselt und die Arbeitslast des MERLIC-Servers verringert werden.

GuiLanguage

 

Mit dieser Eigenschaft können Sie die Sprache festlegen, in der das Frontend gestartet werden soll, z. B. „de_DE“.

Host

127.0.0.1

Diese Eigenschaft wird verwendet, um einen Hostnamen oder eine IP-Adresse festzulegen. Sie können so festlegen, zu welchem Computer das Frontend eine Verbindung herstellen soll.

Port

9090

Diese Eigenschaft definiert den TCP/IP-Port, der vom Server überwacht wird.

ReconnectInterval

25 [s]

Diese Eigenschaft wird verwendet, wenn die Verbindung zum Server getrennt wurde. Zunächst versucht das Frontend, einmal die Verbindung wiederherzustellen. Sollte dies fehlschlagen, wird in einem bestimmten Zeitintervall, das in „ReconnectInterval“ definiert ist, erneut versucht, eine Verbindung herzustellen. Hier ist der Zeitraum (in Sekunden) definiert, der vergeht, bis versucht wird, die Verbindung wiederherzustellen. Bei Einstellung auf 0 versucht das Frontend, die Verbindung so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Anpassungseinstellungen

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

IconFile

 

Über diese Eigenschaft kann ein benutzerdefiniertes Symbol für das Frontend definiert werden. Dieses wird in der Titelleiste des Fensters und in der Taskleiste anstelle des MERLIC-Standardsymbols angezeigt. Sie müssen den absoluten Pfad und den Dateinamen des Symbols angeben.

HideMVTecMerlicInFrontendWindow

false

Diese Eigenschaft legt fest, ob der Name von MVTec und MERLIC im Fenstertitel des Frontends und in der Statusmeldung angezeigt werden, die im Frontend beim Laden des Frontend-Designs angezeigt wird. Legen Sie die Eigenschaft auf „true“ fest, um Firmen- und Produktname nicht anzuzeigen. Sobald das Frontend geladen wurde, wird der in den „Frontend-Eigenschaften“ des MERLIC Designers definierte Fenstertitel angezeigt.

Weitere Informationen zu den Einstellungen für das Frontend bzw. den erforderlichen Einstellungen zum Starten eines Remote-Frontends finden Sie auf den folgenden Seiten:

Sonstige Einstellungen

Darüber hinaus können Sie die folgenden Eigenschaften für das Frontend konfigurieren:

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

AlwaysShowROIHandles

true

Diese Eigenschaft ist insbesondere für Geräte mit einem Touchscreen vorgesehen, um die Verwendung von ROIs zu ermöglichen. Diese Eigenschaft ist nützlich, wenn das Widget „ Bildanzeige“ in Ihrem MERLIC Frontend ebenfalls eine ROI anzeigt. Sie definiert, ob die Interaktionsziehpunkte der ROI immer angezeigt werden (true) oder nicht (false).

HideWindowTitleBar

false

Bei Einstellung auf „true“ wird das MERLIC Frontend ohne Anzeige der Titelleiste des Anwendungsfensters gestartet. Dies wirkt sich auch auf die Tastenkombinationen aus, die verwendet werden können, z. B. zum Schließen des Fensters.

ROIHandleSize_mm

4 [mm]

Diese Eigenschaft ist insbesondere für Geräte mit einem Touchscreen vorgesehen, um die Verwendung von ROIs zu ermöglichen. Diese Eigenschaft ist nützlich, wenn das Widget „ Bildanzeige“ in Ihrem MERLIC Frontend ebenfalls eine ROI anzeigt. Sie definiert die Größe der Interaktionsziehpunkte der ROI. Die Angabe erfolgt in Millimeter.

StartInFullscreen

false

Diese Eigenschaft definiert, ob das MERLIC Frontend im Vollbildmodus gestartet wird. Wenn das Frontend bei jedem Start automatisch im Vollbildmodus angezeigt werden soll, können Sie diese Option auf „true“ festlegen. Wenn Sie diese Option nur für eine einzelne Sitzung verwenden möchten, können Sie das Frontend über die Kommandozeile mit der Option „--fullscreen“ starten.

TmpPath

%AppData%\Local\Temp\<user_group>_<user_name>

Das MERLIC Frontend benötigt Schreibzugriff auf ein Verzeichnis auf der Festplatte des Computers, um temporäre Dateien zu speichern. Sie können den Pfad zu diesem Verzeichnis mit der „TmpPath“-Eigenschaft festlegen. Wenn das Verzeichnis nicht vorhanden ist, versucht MERLIC, das Verzeichnis zu erstellen.

Sie können Schrägstriche (/), Backslashes (\) oder doppelte Backslashes (\\) für Dateipfade in MERLIC INI-Dateien verwenden. MERLIC speichert die Pfade intern jedoch mit Schrägstrichen (/).

WindowGeometry

 

Mit dieser Eigenschaft können Position und Größe des MERLIC Frontends wie folgt vorgegeben werden: @Rect(x y w h)

Die Werte x und y definieren die Position der oberen linken Ecke des MERLIC Frontends. Die Werte w und h definieren die Breite und Höhe des MERLIC Frontends. Alle Werte müssen in Pixeln angegeben werden. Wenn die „StartInFullscreen“-Eigenschaft auf „true“ festgelegt ist, wird das MERLIC Frontend im Vollbildmodus geöffnet, und die Einstellung für „WindowGeometry“ wird ignoriert.

[Logging]

Dieser Abschnitt enthält Eigenschaften für Pfad, Größe und Anzahl der Log-Dateien sowie den Schwellenwert für Meldungen. Weitere Informationen zur Konfiguration mit Protokollierungsinformationen für MERLIC mit Prozessintegration finden Sie unter Protokollieren.

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

LogFilePath

%LOCALAPPDATA%\MVTec\MERLIC\

Diese Eigenschaft definiert den Pfad zum Verzeichnis, in dem die Log-Datei gespeichert wird.

Sie können Schrägstriche (/), Backslashes (\) oder doppelte Backslashes (\\) für Dateipfade in MERLIC INI-Dateien verwenden. MERLIC speichert die Pfade intern jedoch mit Schrägstrichen (/).

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenAllgemeinPfad der Log-Datei

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

LogFileSizeInBytes

10 485 760 (= 10 MB)

Diese Eigenschaft definiert die maximale Größe der Log-Datei in Bytes. Wird die maximale Größe der Log-Datei erreicht und ist die Eigenschaft „LogFilesCount“ > 1, protokolliert MERLIC die neuen Meldungen in einer neuen Datei. Wird die maximale Anzahl zulässiger Log-Dateien erreicht, überschreibt MERLIC die ältesten Meldungen.

Minimaler Wert: 1 048 576 = 1 MB

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenAllgemeinMaximale Größe von Log-Dateien

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

LogFilesCount

10

Diese Eigenschaft definiert die maximale Anzahl von Log-Dateien, die im Log-Dateiverzeichnis gespeichert werden. Wird die maximale Größe aller Log-Dateien erreicht, löscht MERLIC ältere Log-Dateien.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenAllgemeinMaximale Anzahl von Log-Dateien

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

Threshold

info

Diese Eigenschaft definiert die verwendete Log-Ebene. Bei der Protokollierung von Meldungen einer bestimmten Ebene werden im Allgemeinen auch alle Meldungen von schwerwiegenderen Ebenen protokolliert. Die folgenden Log-Ebenen sind verfügbar:

  • none: Es werden keine Meldungen protokolliert.
  • critical: Meldungen des Schweregrads „critical“ enthalten Informationen zu Fehlern, die zu einem Absturz von MERLIC führen.
  • error: Meldungen des Schweregrads „error“ enthalten Informationen zu Fehlern, z. B. für MERLIC-Tools. Bei Auswahl dieser Log-Ebene werden auch Meldungen des Schweregrads „critical“ protokolliert.
  • warning: Meldungen des Schweregrads „warning“ enthalten Informationen, die auf ein Problem hinweisen, z. B. in einem MERLIC-Tool. Bei Auswahl dieser Log-Ebene werden auch Meldungen der Schweregrade „critical“ und „error“ protokolliert.
  • info: Meldungen des Schweregrads „info“ enthalten allgemeine unkritische Informationen. Bei Auswahl dieser Log-Ebene werden auch Meldungen der Schweregrade „critical“, „error“ und „warning“ protokolliert.
  • trace: Meldungen des Schweregrads „trace“ enthalten ausführliche Informationen, die u. U. für die Erkennung des Kontexts von Warn- oder Fehlermeldungen nützlich sind. Bei Auswahl dieser Log-Ebene werden auch Meldungen der Schweregrade „critical“, „error“, „warning“ und „info“ protokolliert.
GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenAllgemeinMinimale Log-Ebene

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

[ProcessIntegration]

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

DefaultRecipe

−1

Diese Eigenschaft definiert den Index der Rezeptdatei, die automatisch geladen wird, wenn MERLIC mit Prozessintegration, d. h. in der Kommandozeile mit „merlic_rte.exe“, gestartet wird. Ist diese Option nicht definiert, muss das Rezept von der SPS geladen werden.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC RTE Setup konfiguriert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Standardrezept festlegen.

LocalImageStorePath

 

Mit dieser Eigenschaft können Sie einen benutzerdefinierten Speicherort und Dateinamen für die Datenbank des erweiterten Bildspeichers angeben. Standardmäßig werden die Bilder in einem temporären Ordner auf dem lokalen Datenträger gespeichert. Wenn nicht genügend Speicher auf dem Datenträger vorhanden ist, können Sie mit dieser Eigenschaft einen anderen Speicherort mit genügend Speicher für den Bildspeicher festlegen. Dies gilt nur, wenn der erweiterte Bildspeicher über „UseLocalImageStore“ aktiviert ist.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenProzessintegrationPfad der Bildspeicherung

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

LocalImageStoreSize

100

Diese Eigenschaft definiert die Anzahl der Bilder, die im erweiterten Bildspeicher zwischengespeichert werden. Dies gilt nur, wenn der erweiterte Bildspeicher über „UseLocalImageStore“ aktiviert ist.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenProzessintegrationMaximale Anzahl Bilder

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

ResultBufferSize

10

Diese Eigenschaft definiert die maximale Anzahl der Ergebnisse, die für die Prozessintegration gespeichert werden. Sie stellt somit die Anzahl der Iterationen dar, für die die Ergebnisse der Ausführung einer MERLIC-Vision-App gespeichert werden können. Wenn die Anzahl die Puffergröße übersteigt, werden die ältesten Ergebnisse verworfen. Das Gleiche gilt für Datenkomponenten, die zusammen mit den Ergebnissen gespeichert werden.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenProzessintegrationMaximale Anzahl an Ergebnissen

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

RTEStartupISMConfiguration

 

Mit dieser Eigenschaft kann die ISM-Konfiguration definiert werden, die als RTE-Startkonfiguration verwendet werden soll. Die definierte ISM-Konfiguration wird beim Start des MERLIC RTE automatisch geladen und aktiviert.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Runtime Environment Setup konfiguriert werden:

BildquellenAls RTE-Startkonfiguration verwenden

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegende Begriffe und Konzepte und Hinzufügen von neuen Konfigurationen und Bildquellen.

UseLocalImageStore

false

Diese Eigenschaft definiert, ob ein erweiterter Bildspeicher für MERLIC RTE verwendet wird. Damit kann sichergestellt werden, dass Ergebnisbilder auch dann noch verfügbar sind, wenn die Anzahl der Bilder die Kapazität des In-Memory-Speichers übersteigt, die in „ResultBufferSize“ festgelegt wurde, ab der MERLIC RTE damit beginnt, die ältesten Ergebnisse aus dem In-Memory-Speicher zu entfernen. Um den erweiterten Bildspeicher zu aktivieren, müssen Sie den Wert auf „true“ festlegen.

GUI-Einstellung

Diese Eigenschaft kann auch im MERLIC Creator konfiguriert werden:

BearbeitenEinstellungenProzessintegrationErweitern der Speicherung von Bildern auf Festplatte

Weitere Informationen finden Sie unter MERLIC-Eigenschaften.

Optionale Eigenschaften

Eigenschaft

Beschreibung

Device<n>

Diese Eigenschaft speichert das auf der Registerkarte „I/O“ des MERLIC RTE Setups festgelegte Gerät, das für die Kommunikation mit der SPS verwendet wird.

Diese Eigenschaft speichert weitere Informationen zur konfigurierten Hardware. Diese Informationen werden verwendet, damit das Gerät in der grafischen Benutzeroberfläche korrekt angezeigt wird, wenn die Hardware nicht angeschlossen ist.

Recipe<n>

Diese Eigenschaft speichert den Namen und den absoluten Pfad der MERLIC-Rezeptdateien Eine MERLIC-Rezeptdatei ist ein wesentlicher Bestandteil der MERLIC-Prozessintegration. Dabei handelt es sich um eine separate Datei (mit der Dateiendung .mrcp), die definiert, welche MERLIC-Vision-App für die Prozessintegration geladen wird. Sie definiert außerdem, wie die MVApp parametrisiert wird, da sie mehrere vordefinierte Eingabewerte für ausgewählte Toolparameter enthält. Sie können mehrere Rezeptdateien mit individuellen Eingabewerten für ein und dieselbe MVApp erstellen. Auf diese Weise können Sie eine MVApp mit verschiedenen Parametereinstellungen für unterschiedliche Szenarien der Anwendung verwenden. Darüber hinaus können Sie eine Rezeptdatei verwenden, um eine MVApp für eine völlig andere Bildverarbeitungsaufgabe zu laden. (.mrcp), die im MERLIC Creator definiert sind. Hinter der Eigenschaftenkennung „Recipe“ muss eine Indexzahl beginnend bei 0 stehen. Sie können die Indexzahl für die Eigenschaft „Recipe<n>“ auf der MERLIC RTE Setup-Registerkarte „Rezepte“ festlegen.

Weitere Informationen zu MERLIC-Rezepten finden Sie unter MERLIC-Rezeptdateien.

[RecentlyWorkedOn]

Dieser Abschnitt enthält eine Liste mit bis zu 10 MVApps, die zuletzt geöffnet wurden. Sie können MVApps im MERLIC Creator über „DateiZuletzt geöffnet“ öffnen.

[RTESetup]

Dieser Abschnitt enthält die Einstellungen für das MERLIC Runtime Environment Setup (MERLIC RTE Setup).

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

WindowGeometry

 

Mit dieser Eigenschaft können Position und Größe des MERLIC RTE Setups wie folgt vorgegeben werden: @Rect(x y w h)

Die Werte x und y definieren die Position der oberen linken Ecke des MERLIC RTE Setups. Die Werte w und h definieren die Breite und Höhe des MERLIC RTE Setups. Alle Werte müssen in Pixeln angegeben werden. Wenn die „WindowMaximized“-Eigenschaft auf „true“ festgelegt ist, wird das MERLIC RTE Setup im Vollbildmodus geöffnet, und die Einstellung für „WindowGeometry“ wird ignoriert.

WindowMaximized

true

Diese Eigenschaft legt fest, ob das MERLIC RTE Setup-Fenster beim Öffnen maximiert wird. Sie können die folgenden Werte festlegen:

  • true: Das Fenster wird maximiert.
  • false: Das Fenster wird nicht maximiert.

 

[Server]

Wenn der Server über die Eigenschaft „StartServer“ im Abschnitt [General] aktiviert wird, müssen die Einstellungen für den Server zum Abschnitt [Server] hinzugefügt werden. Die folgenden Einstellungen sind verfügbar:

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

AnonymizeFrontendLog

false

Mit dieser Eigenschaft kann festgelegt werden, ob die protokollierten Daten zusammen mit den Informationen des Benutzers gespeichert werden, der die Änderungen vorgenommen hat. Bei Einstellung auf „false“ wird auch der Benutzername mit den Protokolldaten gespeichert. Bei Einstellung auf „true“ werden die Daten ohne Benutzerinformationen gespeichert.

MaxConnections

10

Diese Eigenschaft legt die maximal zulässige Anzahl gleichzeitig verbundener Frontends fest.

TcpHost

 

Diese Eigenschaft definiert die lokale IP-Adresse, die der MERLIC-Server auf Verbindungen von Frontends überwacht. Standardmäßig ist kein Wert festgelegt, sodass der Server alle Netzwerkschnittstellen auf IPv4- und IPv6-Verbindungen überwacht.

Bei Einstellung des Hosts auf 0.0.0.0 ist nur IPv4 verfügbar. Bei Einstellung auf localhost oder 127.0.0.1 überwacht der Server nur Verbindungen von lokal ausgeführten Frontends.

TcpPortMax

9099

Diese Eigenschaft bestimmt den höchsten Port eines Portbereichs, den der Server auf Verbindungen von Frontends überwachen soll. Normalerweise überwacht der Server „TcpPortMin“. Falls dieser Port bereits von einer anderen Anwendung verwendet wird, verwendet der MERLIC-Server den nächsten verfügbaren Port im definierten Bereich bis „TcpPortMax“.
Wenn Ports nicht automatisch angepasst werden sollen, kann „TcpPortMax“ auf „TcpPortMin“ festgelegt werden. Falls dieser eine Port nicht verfügbar ist, ist keine TCP-Verbindung möglich.

TcpPortMin

9090

Diese Eigenschaft bestimmt den kleinsten Port eines Portbereichs, den der Server auf Verbindungen von Frontends überwachen soll.

Normalerweise überwacht der Server „TcpPortMin“. Falls dieser Port bereits von einer anderen Anwendung verwendet wird, verwendet der MERLIC-Server den nächsten verfügbaren Port im definierten Bereich bis „TcpPortMax“.

WriteLockTimeout

10000 [ms]

Diese Eigenschaft legt die Dauer der Schreibsperre eines Frontends fest, wenn die Benutzerinteraktion in einem gleichzeitig verwendeten Frontend beendet wurde.
Werden mehrere Frontends gleichzeitig verwendet und führt ein Benutzer eine Interaktion in einem Frontend durch, werden alle anderen Frontends gesperrt. Wenn der Benutzer die Interaktion im Frontend beendet, wird der Zähler von „WriteLockTimeout“ gestartet. Bei einer weiteren Benutzerinteraktion wird die Schreibberechtigung automatisch erneuert. Wenn in dieser Zeit keine Benutzerinteraktion erfolgt, kann die Berechtigung zum Ändern von Parametern wieder von einem anderen verbundenen Frontend angefordert werden.

[UserManagement]

Dieser Abschnitt definiert das Aussehen des Benutzerverwaltungsfensters im MERLIC Designer.

Eigenschaft

Standardwert

Beschreibung

SplitterPosition

280

Diese Eigenschaft definiert die Position des Splitter-Steuerelements, das die Listenansicht auf der linken Seite und die Eigenschaftsansicht auf der rechten Seite des MERLIC-Dialogfensters „Benutzerverwaltung“ trennt.

Window

Rect(100 100 1024 768)

Diese Eigenschaft definiert Position und Größe des MERLIC-Dialogfensters „Benutzerverwaltung“.

Weitere Informationen zur Benutzerverwaltung finden Sie im Abschnitt zum Benutzerverwaltung einrichten.