Mehr Sicherheit. Weniger Komplexität.

Neue Features in MVTec MERLIC 26.10

MERLIC 26.10 erhöht die Sicherheit und vereinfacht die Entwicklung und Integration von Bildverarbeitungsanwendungen. Eine neu gestaltete Kommunikationsarchitektur und ein überarbeiteter Verbindungsdialog erleichtern die Verwaltung der Verbindungen.

Eine verbesserte Tool-Gruppierung, eine optimierte Rezeptverwaltung und eine verbesserte ROI-Visualisierung reduzieren den Entwicklungs- und Einrichtungsaufwand. Software-Stücklisten (SBOMs) unterstützen das Sicherheits- und Schwachstellenmanagement.

MERLIC 26.10 wird am 15. Oktober 2026 veröffentlicht.

Neue Kommunikationsarchitektur

MERLIC muss in Produktionsumgebungen häufig über Systemgrenzen hinweg kommunizieren. MERLIC 26.10 führt daher eine neu gestaltete Kommunikationsarchitektur ein, die die Kommunikation zwischen MERLIC-Komponenten sicherer und einfacher verwaltbar macht. Das neue Secure-by-Default-Modell lässt zunächst nur lokale Verbindungen zu. Remote-Zugriffe müssen explizit aktiviert und können mit Transport Layer Security (TLS) geschützt werden. Für Remote-Verbindungen nutzt MERLIC nun WebSockets. Mehrere MERLIC-Dienste und -Instanzen können über separate WebSocket-Endpunkte denselben Port verwenden. Dadurch werden weniger Ports benötigt und die Konfiguration der Firewall vereinfacht. Zudem können Anwender gezielt eine bestimmte MERLIC-Instanz auf einem System ansprechen.

Für die lokale Kommunikation nutzt MERLIC Unix-Domain-Sockets (UDS). Dadurch entfallen der Overhead des Netzwerkstacks und die Portverwaltung. Der Zugriff wird über die Dateiberechtigungen des Betriebssystems gesteuert.

Die neue Architektur schafft außerdem die technische Grundlage für die zukünftige Integration von MERLIC-Anwendungen in webbasierte Umgebungen.

Neuer „Connection Dialog“

Auf einem Produktionssystem können mehrere MERLIC-Instanzen für unterschiedliche Bildverarbeitungsanwendungen ausgeführt werden. MERLIC 26.10 führt einen neu gestalteten Verbindungsdialog in MERLIC Frontend und MERLIC RTE Setup ein, der die Verbindung mit solchen Systemen vereinfacht.

Neben dem Host können Anwender nun gezielt die MERLIC-Instanz auswählen, mit der sie sich verbinden möchten. Bereits verwendete Hosts stehen automatisch zur Auswahl. Grafische Indikatoren zeigen außerdem die Systemverfügbarkeit und die für die Verbindung erforderliche Sicherheitsstufe an. Dies verbessert die Übersicht und hilft insbesondere bei Systemen mit mehreren MERLIC-Instanzen, Konfigurationsfehler zu vermeiden.

Erweiterte Gruppierung

Bei der Erstellung einer MERLIC-Anwendung können Tools gruppiert werden, um komplexere Tool Flows übersichtlich zu strukturieren. Mit MERLIC 26.10 lassen sich gruppierte Tools innerhalb einer MVApp einfacher prüfen, konfigurieren und wiederverwenden. Gruppen können nun in einer eigenen Registerkarte „Tool Flow“ geöffnet werden. Dort können Anwender die enthaltenen Tools anzeigen, einzelne Tools auswählen und deren Parametereinstellungen direkt prüfen oder anpassen. Auch die Gruppenschnittstelle lässt sich konfigurieren. Parameter und Ergebnisse gruppierter Tools können nun zur Gruppenschnittstelle hinzugefügt werden. Dadurch stehen sie für die Konfiguration zur Verfügung und lassen sich im Frontend Designer mit Widgets verbinden, ohne dass die Gruppierung aufgehoben werden muss. 

Anwender können so gruppierte Konfigurationen und Frontend-Designs anpassen, während bestehende Toolgruppen erhalten bleiben. Dies reduziert unnötige Umstrukturierungen bei der Entwicklung einer MVApp.

Software Bill of Materials (SBOMs) für MERLIC

Software Bill of Materials (SBOMs) schaffen Transparenz über die Bestandteile eines Softwareprodukts und unterstützen automatisierte Sicherheits- und Compliance-Prozesse. MERLIC 26.10 stellt für die meisten seiner Komponenten SBOMs im standardisierten SPDX-Format bereit.

Die maschinenlesbaren SBOMs enthalten Informationen zu Herkunft, Abhängigkeiten, Versionen und Lizenzen. Sie können zudem mit Datenbanken bekannter Schwachstellen abgeglichen werden, die als Common Vulnerabilities and Exposures (CVEs) dokumentiert sind. Dies erleichtert die Integration von MERLIC in bestehende Prozesse für Softwaresicherheit und Schwachstellenmanagement.

Weitere Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit

MERLIC 26.10 vereinfacht zwei häufige Aufgaben bei der Einrichtung und Entwicklung von Anwendungen: die Verwaltung von MVApps für die Prozessintegration und die Überprüfung von Regions of Interest (ROIs).

In den meisten Anwendungsfällen können MVApps nun direkt in die Rezeptverwaltung importiert und im MERLIC-RTE-Modus als virtuelle Rezepte verwendet werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, separate MERLIC-Rezepte zu erstellen, wenn keine zusätzlichen Parametrisierungen oder spezifische Acquisition Sequences erforderlich sind. Dies vereinfacht die Einrichtung und Wartung. MERLIC-Rezepte stehen weiterhin für Anwendungsfälle zur Verfügung, die mehrere vordefinierte MVApp-Parametrisierungen oder eine bestimmte Acquisition Sequence erfordern.

Zudem wurde die Visualisierung von ROIs in MERLIC Creator und MERLIC Frontend verbessert. Bei Auswahl einer ROI werden je nach ROI-Typ relevante Eigenschaften wie Breite, Höhe, Position, Winkel oder Radius direkt angezeigt. Dadurch sind wichtige ROI-Informationen während der Anwendungsentwicklung und -prüfung sofort sichtbar.

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