Hyperspektrale Bildverarbeitung analysiert Materialien anhand spektraler Signaturen. Hyperspektralkameras liefern pro Pixel ein vollständiges Spektrum über Dutzende bis Hunderte eng benachbarter Wellenlängen. Dadurch werden Unterschiede sichtbar, die mit RGB- oder Grauwertkameras nicht erkennbar sind – etwa zwischen chemisch unterschiedlichen, aber optisch identischen Objekten.
Mit MVTec HALCON lassen sich Hyperspektraldaten für Klassifikation, Materialidentifikation und Qualitätskontrolle einsetzen. HALCON bietet dafür eine Vielzahl direkt anwendbarer Beispielprogramme. Besonders relevant ist das Beispielprogramm „Classify different pills based on hyperspectral images“. Es zeigt eine vollständige Pipeline für die spektrale Klassifikation, mit der sich optisch identische, aber chemisch verschiedene Pillen zuverlässig unterscheiden lassen.
Der Ablauf umfasst:
- Import von Hyperspektraldaten im weit verbreiteten ENVI-Dateiformat oder von GigE Vision-kompatiblen Hyperspektralkameras.
- Neuordnung der Datenstruktur von BIL (Band Interleaved by Line) in ein bildbasiertes Format.
- Reflexionstransformation, um die tatsächlichen Intensitätswerte zu berechnen. Hierfür müssen neben den eigentlichen Messdaten auch dunkle und weiße Referenzdaten vorliegen.








![[Translate to German:] Cheese Warehouse with Stored Cheese Wheels [Translate to German:] Warehouse where cheese wheels age during the ripening process](https://www.mvtec.com/fileadmin/_processed_/1/d/csm_success_story_mvtec_eberle_2_673d7c329f.webp)


















