03. März 2026 | Pressemitteilung | MERLIC
„Wir haben in den letzten Jahren bei der Weiterentwicklung von MERLIC verstärkt in Schnittstellen zu PLCs und Features zur Verbesserung der Prozessstabilität investiert. Dadurch konnten wir MERLIC als ein Machine-Vision-Framework positionieren, das mehr ist als eine reine Machine-Vision-Software. Diesen Weg gehen wir auch in der neuen Version weiter. Ein Beispiel hierzu ist das Feature „Frontend Observability“. Hier unterstützen wir Nutzer bei der Erstellung von Audit Trails“, erklärt Ulf Schulmeyer, Product Manager MERLIC bei MVTec. Konkret unterstützt das Feature dabei, die Nachvollziehbarkeit von Änderungen im Machine-Vision-System und deren Dokumentation zu ermöglichen.
Neben weiteren technologischen Neuheiten und Verbesserungen, wie etwa dem Code-Lesen auf Basis von Deep Learning, ändert sich mit der neuen Version auch die Versionsbezeichnung von MERLIC. Diese wird an die gängige Nomenklatur von MVTec angepasst. Die neue Versionsbezeichnung lautet daher MERLIC 26.03.
Darüber hinaus wurde das Lizenz- und Preismodell vereinfacht. Zukünftig wird es zwei Pakete geben: „MERLIC“ und „MERLIC Professional“. MERLIC Professional umfasst dabei sämtliche Funktionen von MERLIC, einschließlich Deep-Learning-Tools und der Integration benutzerdefinierter MERLIC-Tools.
Ein Vorteil für die Nutzer beider Pakete ist die Aufhebung der bisherigen Kamera-Beschränkung. Ab MERLIC 26.03 können beliebig viele Kameras im Rahmen des technisch Machbaren an ihre Systeme angeschlossen werden. Das erhöht die Flexibilität und Skalierbarkeit von MERLIC-Systemen.
Mit MERLIC 26.03 erfolgt die Umstellung auf die einheitliche MVTec Versionsnomenklatur im Format Jahr.Monat (YY.MM). Außerdem profitieren Kunden von einem neuen Lizenzmodell. Dieses ist einfacher und flexibler, denn ab sofort stehen nur noch zwei Pakete zur Verfügung: „MERLIC“ und „MERLIC Professional“.
Das Paket „MERLIC“ bietet einen idealen Einstieg in die Machine-Vision-Welt. Es umfasst alle regelbasierten Features und Funktionen von MERLIC sowie die beiden Tools „Mit Deep Learning zählen“ und „Text und Zahlen lesen mittels Deep Learning“.
Mit MERLIC Professional erhalten Nutzer Zugriff auf alle zusätzlichen Deep-Learning-Funktionen sowie auf sämtliche Funktionen des Basispakets. Zudem ermöglicht MERLIC Professional die Integration benutzerdefinierter MERLIC-Tools.
Für noch mehr Individualisierung stehen mit MERLIC 26.03 zwei Add-ons zur Verfügung, die bei Bedarf zum „MERLIC“-Paket hinzugebucht werden können: Das „MERLIC Deep Learning Add-On” und das “MERLIC Custom Tool Add-On”. So können Nutzer genau die Funktionen auswählen, die sie benötigen. Die bisherige Begrenzung der Anzahl an Kameras entfällt. In beiden Paketen lassen sich nun – im Rahmen des technisch Machbaren – beliebig viele Kameras einsetzen. Für den Anwender bedeutet das maximale Flexibilität, einfache Skalierbarkeit und volle Zukunftssicherheit – ganz gleich, wie sich die Anwendung entwickelt.

MERLIC 26.03 wird um eine neue Funktion erweitert, die die vollständige Observability für bestimmte Benutzerinteraktionen im MERLIC Frontend ermöglicht. Nutzer profitieren von einer lückenlosen Nachvollziehbarkeit, wer wann welche Änderungen vorgenommen hat. Das ermöglicht eine sichere und transparente Bedienung im laufenden Betrieb und liefert alle Informationen, die für die Erstellung eines Audit-Trails erforderlich sind.
MERLIC stellt dafür eine offene Schnittstelle bereit, über die Aktivitäten wie Parameteränderungen oder Benutzeranmeldungen automatisch in bestehende Observability oder Audit Systeme übertragen werden können. Das erhöht nicht nur Transparenz, sondern unterstützt auch Compliance und Qualitätsanforderungen in regulierten Produktionsumgebungen.
In MERLIC 26.03 wird die Arbeit mit Schreibrechten im Frontend einfacher und sicherer. Das Widget für den Schreibzugriff zeigt nun deutlich an, ob Änderungen erlaubt sind und ob ungespeicherte Anpassungen vorliegen. Anwender behalten so jederzeit den Überblick.
Neu sind außerdem zwei wählbare Freigabeaktion: Automatisches Speichern oder ein Speicherdialog zum Bestätigen oder Verwerfen von Änderungen. In Verbindung mit der Benutzerverwaltung lassen sich unterschiedliche Rollen mit passenden Freigabeoptionen konfigurieren – ideal für professionelle und regulierte Produktionsumgebungen. Das Ergebnis: höhere Benutzerfreundlichkeit, verbesserte Transparenz und ein kontrolliertes, nachvollziehbares Änderungsmanagement im laufenden Betrieb.
Im Rahmen des MERLIC 26.03 Releases wird ein Kommunikations-Plug-in für den Datenaustausch und die Gerätesteuerung über das TwinCAT Automation Device Specification (ADS) Protokoll bereitgestellt. Das Plug-in ermöglicht MERLIC-Anwendungen eine nahtlose und effiziente Interaktion mit TwinCAT-Systemen. Das Plug-in wird als separates Installationspaket für MERLIC über den MVTec Software Manager (SOM) bereitgestellt.
Mit MERLIC 26.03 steht das neue Konzepttool „Tile Images“ zur Verfügung. Es ermöglicht, zwei Bilder mit gleicher Kanalanzahl horizontal oder vertikal zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. Durch die mehrfache Anwendung des Tools lassen sich Schritt für Schritt auch größere Bildkompositionen erstellen. So können Bilddaten übersichtlich strukturiert und effizient weiterverarbeitet werden.
In Kombination mit Akquisitionssequenzen lassen sich beispielsweise Bildaufnahmen von Line-Scan- oder Area-Kameras zu einem zusammenhängenden Bild kombinieren.
Als Concept Tool befindet sich „Tile Images“ noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Nutzer sind eingeladen, die Funktion zu testen und mit ihrem Feedback die Weiterentwicklung zukünftiger MERLIC Versionen aktiv zu unterstützen.
Das Tool „Text und Zahlen lesen mittels Deep Learning“ stellt jetzt ein kompaktes, besonders schnelles und speichereffizientes Deep Learning Modell zur Verfügung. Darüber hinaus können Modelle verwendet werden, die für eine der MVTec AI²-Schnittstellen optimiert wurden. Erweiterte Parameter geben Anwendern mehr Kontrolle über Erkennung und Leseverhalten.
Die 2D Code Tools in MERLIC unterstützen ab sofort die aktuellen internationalen Qualitätsstandards ISO/IEC 15415:2024 für gedruckte 2D-Codes und ISO/IEC 29158:2025 für direkt markierte Bauteile (DPM). Das ermöglicht präzisere und normkonforme Qualitätsprüfungen.
Veröffentlicht am: 03. März 2026