3D-Positionierung mit nur einer Kamera

Perspektivisches Matching

MVTec nutzt perspektivisches Matching, um die 3D-Lage eines Objekts aus einem ebenen Teilbereich zu bestimmen. Die Technologie kommt ohne vollständiges 3D-Formmodell aus und benötigt nur eine einzelne Kamera.

MVTec Software wertet einen planaren Bereich des Objekts innerhalb einer definierten ROI aus. Aus der Projektion dieses Bereichs in das Kamerabild berechnet die Software die 3D-Lage (Position und Ausrichtung) des Objekts im Raum. Das Modell entsteht durch das Eintrainieren eines Musterbildes des Objekts. Dieses Muster repräsentiert den relevanten ebenen Objektteil, der für das Matching verwendet wird.

Typische Anwendungsfelder

Das perspektivische Matching wird überall dort eingesetzt, wo die 3D-Lage eines Objekts sicher bestimmt werden muss, ohne ein komplettes 3D-Modell zu erzeugen.

3D-Alignment von Bauteilen in Montage- und Prüfprozessen.

Pick-and-Place-Applikationen in der industriellen Bildverarbeitung.

„Griff in die Kiste“ (bin picking) mit Robotern.

Anwendungen im Automotive- und Robotics-Umfeld.

Messaufgaben auf komplexen 3D-Objekten nach einem 3D-Alignment, z. B. Lagen- oder Abstandsprüfungen.

Methoden in MVTec Software

MVTec bietet für perspektivisches Matching zwei komplementäre Verfahren, die sich nach Objektform und -aussehen richten:

Deformierbares Matching (Matching perspektivisch deformierbar)
Nutzt formbasierte Matching-Technologien. Die Software orientiert sich vor allem an Objektkanten und kann perspektivische Verzerrungen sowie leichte Deformationen ausgleichen.

Deskriptorbasiertes Matching
Arbeitet mit „markanten Punkten“ (Merkmalspunkten) im Bild. Diese Punkte werden anhand ihrer lokalen Umgebung beschrieben und erlauben eine robuste Wiedererkennung auch bei wechselnden Blickwinkeln oder Beleuchtungen.

In beiden Fällen lassen sich Objekte mit nur einer Kamera zuverlässig lokalisieren und ihre 3D-Lage ableiten. Das reduziert Hardwareaufwand, vereinfacht die Integration und eröffnet flexible 3D-Vision-Lösungen.

Indem Verfahren des perspektivischen Matching angewendet werden, wird lediglich ein planer Bereich eines Objekts zu dessen 3D-Lagebestimmung benötigt.
Indem Verfahren des perspektivischen Matching angewendet werden, wird lediglich ein planer Bereich eines Objekts zu dessen 3D-Lagebestimmung benötigt.
3D-Lagebestimmung von Objekten durch Erkennen des eintrainierten deformierbaren Musters
3D-Lagebestimmung von Objekten durch Erkennen des eintrainierten deformierbaren Musters

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